Do., 06.06.2019

Nach Fernsehfahndung im ZDF bekommen die Ermittler neue Hinweise Walter Lübcke wird am 13. Juni beerdigt

Der CDU-Politiker Walter Lübcke ist erschossen worden. Die Hintergründe der Tat sind unklar. Der Regierungspräsident wird am 13. Juni in Kassel beerdigt.

Der CDU-Politiker Walter Lübcke ist erschossen worden. Die Hintergründe der Tat sind unklar. Der Regierungspräsident wird am 13. Juni in Kassel beerdigt. Foto: dpa

Kassel (dpa/WB). Die Trauerfeier für den erschossenen Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) soll am 13. Juni (16.00 Uhr) in Kassel stattfinden. Wer den Politiker erschossen hat, ist noch unklar. Nach Ausstrahlung der ZDF-Sendung »Aktenzeichen XY... ungelöst« sind neue Hinweise bei den Ermittlern eingegangen.

In der Martinskirche werde es einen Trauergottesdienst mit »protokollarischen Ehrenbekundungen« geben, wie die stellvertretende Regierungssprecherin in Hessen, Elke Cezanne, am Donnerstagmorgen sagte. Bei dem Trauergottesdienst werden Polizei und Bundeswehr eine Ehrenwache am Sarg halten. Außerdem werde der Sarg mit der Hessen-Fahne bedeckt. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), Martin Hein, werden sprechen.

Lübcke war in der Nacht zum Sonntag gegen 0.30 Uhr auf der Terrasse seines Wohnhauses in Wolfhagen-Istha (Kreis Kassel) mit einer Schussverletzung am Kopf entdeckt worden. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Die Obduktion ergab, dass der Politiker mit einem Kopfschuss aus nächster Nähe getötet worden war. Das Motiv ist unklar. Die Ermittler suchen Zeugen, die im Ort Verdächtiges gesehen oder Knallgeräusche wie Schüsse gehört haben.

Neue Hinweise nach Fernsehfahndung

Nach dem tödlichen Schuss (CDU) und der Fernsehfahndung in der ZDF-Sendung »Aktenzeichen XY... ungelöst« sind neue Hinweise bei den Ermittlern eingegangen.

»Eine ganz heiße Spur war aber noch nicht dabei«, sagte der Soko-Sprecher der Polizei, Torsten Werner, am Donnerstagmorgen in Kassel. Über das Hinweis-Telefon seien am Mittwochabend »ein paar wenige Anrufe eingegangen«. Die Ermittler hatten sich mehr davon versprochen, wie Werner sagte.

Außerdem seien aber auch während und nach der Sendung »einige Fotos und Videos« von Besuchern einer Kirmes in der Nähe des Tatorts per Mail zugesandt worden. Die Dateien müssten aber noch ausgewertet werden. »Bislang haben wir keine konkreten Erkenntnisse«, sagte Werner.

Soko »Liemecke« wird von 20 auf 50 Beamte verstärkt

Unterdessen wurde die Soko »Liemecke« von etwa 20 auf rund 50 Beamte verstärkt. Es sei üblich, dass solch eine Einheit im Laufe der Ermittlungen aufgestockt werde, sagte Werner. Zuerst hatte das Nachrichtenportal »HNA.de« über die Aufstockung der Soko berichtet.

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