Do., 13.06.2019

Maria im Weinberg: Ensemble Ludovico eröffnet Konzertreigen Frühbarocke Musik erklingt

Warburg (WB/ben). Mit dem Konzert des Ensembles Concerto Ludovico aus Minden am Sonntag, 16. Juni, beginnt die Serie der gemeinsamen Konzerte der Klosterlandschaft OWL mit der evangelischen Kirchengemeinde Warburg in der Kirche Maria im Weinberg.

»Wir wollen in diesem und in den vier noch folgenden Konzerten in der Kirche eine Atmosphäre schaffen, die Künstler und Zuhörer gleichermaßen mitnimmt«, sagt Pfarrer Karl-Heinz Bartsch. Seit mehr als 15 Jahren gibt es diese kleine, aber feine Konzertreihe in der Kirche Maria im Weinberg. »Es brauchte einen langen Atem, aber nun wächst und gedeiht diese Veranstaltungsreihe und findet immer mehr Zuspruch«, freut sich der Geistliche über die Resonanz.

Musik an historischer Stätte

Alte Musik wird in dem alten und ehrwürdigen Gotteshaus aus dem Jahr 1281 erklingen. Davon verspricht sich Hans Hermann Jansen von der Gesellschaft der Musikfreunde (Marienmünster), verantwortlich für das Projekt Klosterlandschaft OWL, auch einen »spirituellen Impuls«. Das Dominikanerkloster in Warburg wurde 1281 vom Paderborner Bischof Otto von Rietberg gegründet. Eindrucksvoll prägen noch heute Kirche und Gymnasium Marianum die Stadt-Silhouette.

Die Schule auf dem Ikenberg hat eine lange Tradition: 1628 eröffneten dort Dominikaner eine höhere öffentliche Schule – sie wurde auch nach der Aufhebung des Klosters 1824 weitergeführt. Die Dominikaner kamen noch ein weiteres Mal nach Warburg: von 1892 bis 1993. Wesentliche Teile der ehemaligen Klosteranlage stammen aus dem 18. Jahrhundert. Die Kirche ist Ergebnis verschiedener Bauphasen.

Das Konzertprojekt

Im Vorfeld zum evangelischen Kirchentag in Dortmund erklingt am Sonntag, 16. Juni, um 17 Uhr in der Pfarrkirche das Programm »Symphoniae Sacrae – Es steh Gott auf!« mit dem Ensemble Ludovico. Die Musik des Frühbarock, gespielt auf historischen Instrumenten, zeigt sich in abwechslungsreichen Besetzungen von Barockgeigen, Barockposaunen, Dulcian, Laute, Orgel und zwei Sängern. Das Programm erzählt eine Geschichte zwischen Gott-Vertrauen, Krieg und Versöhnung.

Musik und Texte des 17. Jahrhunderts treten in Dialog mit der Gegenwart. Die Zuhörer werden mit Texten von Opitz, Andreas Gryphius und einem Eintrag aus einer Familienbibel hinein genommen in die Situationen Gott-Vertrauen, Krieg und Vertreibung, schließlich in die Versöhnung.

Brücken schlagen

Mit dem Programm möchten die Musiker um den Posaunisten Andreas Neuhaus Brücken schlagen zwischen Kriegserlebnissen vor 400 Jahren, vor 75 Jahren und heute. Das Ensemble besteht aus Musikern aus Ostwestfalen und Norddeutschland, etwa der Sopranistin Ina Siedlaczek oder dem Tenor Christian Volkmann.

Der Eintritt ist frei, am Ausgang der Kirche wird eine Kollekte zur Deckung der Kosten gehalten. Gefördert wird das Projekt unter anderem vom Land NRW, von den Kreisen Gütersloh, Lippe und Paderborn, vom Kreis Höxter, dem Landschaftsverband, der Verbundvolksbank OWL sowie der Lippischen Landeskirche.

Weitere Konzerte

Samstag, 10 August, 21 Uhr : Klang- und Lichtinstallation zum Gotik-Projekt der Klosterlandschaft, Musik von Eranos, einem Ensemble für Alte Musik.

Sonntag, 15. September, 17 Uhr: Jiddische Lieder mit dem Ensemble Yankel.

Sonntag, 27. Oktober, 17 Uhr: Gitarrenmusik vom Barock bis zur Moderne mit Hein Brüggen.

Freitag, 8 November, 19 Uhr: Norddeutsche Kantaten des Frühbarock mit Beat Duddeck und dem Ensemble Schirokko (Hamburg).

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