Do., 13.06.2019

Aktionsbündnis plant während des AfD-Parteitages ein interkulturelles Fest auf dem Neustadt-Marktplatz »Flagge zeigen für Demokratie und Toleranz«

riedlicher Protest beim Europawahlkampfauftritt der AfD-Bundespolitikerin Beatrix von Storch Ende März in Höxter.

riedlicher Protest beim Europawahlkampfauftritt der AfD-Bundespolitikerin Beatrix von Storch Ende März in Höxter. Foto: Michael Robrecht

Von Ralf Benner

Warburg (WB). Ein interkulturelles Fest mit buntem Programm, überparteilich und überkonfessionell, wird am Wochenende 6./7. Juli auf dem Warburger Neustadtmarktplatz gefeiert. Auf einer Bühne soll es Live-Musik und auch Theateraufführungen geben. Auf dem Platz sind aktuell großformatige Porträts der Ausstellung »Museum der Menschheit« zu sehen – als passender Rahmen für eine solche Feier.

»Wir wollen Flagge zeigen und für Toleranz und Demokratie einstehen« – darauf haben sich jetzt rund 70 Teilnehmer eines ersten Vorbereitungstreffens verständigt. Als Protestveranstaltung gegen die AfD, die zeitgleich ihren vorgezogenen Landesparteitag in der Warburger Stadthalle abhalten will, sei das Programm aber nicht gedacht. Vielmehr wollen die Initiatoren – ein breites Aktionsbündnis aus Warburger Einzelpersonen und Gruppen – deutlich machen, wofür sie stehen, nämlich für Toleranz und Demokratie.

Hubertus Kuhaupt, Rainer Mues, Doris Hauck, Eric Volmert, Nora Wiemers und Birgit Kuchenreiter gehören der Lenkungsgruppe an, bei der alle Fäden der Organisation zusammenlaufen. Zudem wurden vier Arbeitsgruppen gebildet, die ein Programm unter dem Titel »Buntes Warburg – gemeinsam für Demokratie und Toleranz« zusammenstellen wollen.

Vielfalt Warburgs und seiner Bewohner

Mit dem geplanten Fest soll die Vielfalt Warburgs und seiner Bewohner, sowohl Alteingesessenen als auch Neubürgern mit unterschiedlichen kulturellen und religiösen Hintergründen, gezeigt werden. Sie alle vereinen ein Verständnis von Demokratie, Toleranz, Respekt, Offenheit und Würde.

Das Fest werde getragen vom Mitmachen der Menschen aus Warburg und Umgebung. Daher laden die Organisatoren alle Vereine, Gruppen und Organisationen ein, sich mit Bühnenbeiträgen, Infoständen und Aktionen zu beteiligen. Interessenten dafür können sich per E-Mail an rainer.mues@t-online.de wenden.

Wenig Zeit für die Vorbereitungen

Die Zeit, die für die Vorbereitungen benötigt wird, ist kurz. Das ist nicht nur den Organisatoren bewusst, sondern auch der Stadt Warburg und den Ordnungsbehörden, die ein Sicherheitskonzept für Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte erarbeiten müssen, um einen reibungslosen und friedlichen Ablauf des AfD-Parteitages und auch des interkulturellen Festes zu gewährleisten.

»Das ist eine große Herausforderung für uns«, weiß Klaus Braun, Erster Beigeordneter der Stadt Warburg. »Das Fest findet zentral auf dem Neustadtmarktplatz statt, dies erleichtert uns die Planung und Vorbereitung«, sagt Braun. In der kommenden Woche werde die Stadt ein erstes Gespräch mit der Polizei führen. Auswärtige Gruppierungen, die in Warburg gegen die AfD protestieren könnten, hätten sich bislang noch nicht bei der Stadt gemeldet, berichtet der Erste Beigeordnete.

500 AfD-Delegierte werden erwartet

Über den genauen Verlauf des AfD-Parteitages oder die Zahl der erwarteten Besucher sei die Hansestadt bislang nicht informiert worden, bedauert Braun. »Wir warten noch auf eine Antwort der AfD-Geschäftsstelle, der wir einen entsprechenden Fragenkatalog zugeschickt haben«, sagt er.

Braun rechnet mit bis zu 500 Delegierten. »Sollte sich noch Bundesprominenz der AfD ankündigen, muss es auch besondere Schutzmaßnahmen geben«, nennt er einen wichtigen Punkt bei den nun anstehenden Vorbereitungen.

Kommentare

Ich wünsche der AfD einen ungestörten Parteitag

Die AfD hat seit 2017 bei den Landtagswahlen, der Bundestagswahl und der Europawahl Zuwächse erzielt.
Saarland: AfD +6,2 %;
Schleswig-Holstein: AfD +5,9 %;
Nordrhein-Westfalen: AfD +7,4 %;
Bundestagswahl: AfD +7,9 %;
Bayern: AfD +10,2 %
Hessen: AfD +9,1 %
Bremen: AfD: +0,6 %
Europawahl: AfD +3,9 %

Ich wünsche der AfD für ihren Landesparteitag viel Erfolg. Ohne die AfD hätten meine politischen Positionen, insbesondere gegen die massive Einwanderung, keine Vertretung in den Parlamenten.

Joachim Datko - Ingenieur, Physiker

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