Mo., 16.09.2019

14. Musiknacht lockt Hunderte Besucher nach Warburg – mit Video Die Altstadt rockt und swingt

Die 14. Warburger Musiknacht hat mehr als 500 Besucher angelockt. Es ging von Kneipe zu Kneipe und Spielort zu Spielort. Für jeden Geschmack war etwas dabei. Im Arnoldihaus gab es viel Rock-, Pop- und Folk-Musik – wie hier von Ron Spielman.

Die 14. Warburger Musiknacht hat mehr als 500 Besucher angelockt. Es ging von Kneipe zu Kneipe und Spielort zu Spielort. Für jeden Geschmack war etwas dabei. Im Arnoldihaus gab es viel Rock-, Pop- und Folk-Musik – wie hier von Ron Spielman. Foto: Jürgen Vahle

Von Jürgen Vahle

Warburg (WB). Wenn es rund um den Warburger Altstadtmarktplatz wahre Wanderbewegungen gibt, dann kann es sich nur um die Musiknacht handeln. Die wurde am Samstag zum 14. Mal vom Kulturforum ausgerichtet – und lockte erneut mehr als 500 Besucher.

Acht Auftritte an sieben Orten gab es. Das Arnoldihaus wurde doppelt belegt – und zum Ort für Rock, Pop, Folk und Klassiker. Hauptact Ron Spielman und seine Band waren dort zu hören. Das hatte sich offenbar in weitem Umfeld herumgesprochen. Um seine Musik zu hören, reisten einige Gäste sogar kurzfristig aus Sachsenhausen bei Frankfurt an.

Zentrum Arnoldihaus

Die Warburger waren im Arnoldihaus natürlich vor allem auf die Lokalmatadore gespannt: »Framework« mit Sänger Winni Volmert an der Spitze. Allerdings mussten sich die Fans gedulden, bis Ron Spielman ab, und »Framework« ihre Technik aufgebaut hatten. Doch dann boten die Warburger Musiker von 22.30 Uhr an das, was alle von ihnen erwarteten: anspruchsvolle Bluesrock-Eigenkompositionen und Klassiker aus den 70er und 80er Jahren.

Authentische Musik und manche Anekdote

Apropos Lokalmatadore: »Papa Belas Hot Four« sorgten mit ihrem Jazz-Sound wieder dafür, dass es im Kulturforum nicht einmal mehr einen Stehplatz gab. Die Musiker um Béla von Serényi boten nicht nur ihre authentische Musik, sondern sorgten auch mit mancher Anekdote über ihr Alter für gute Stimmung. Undenkbar, dass es der letzte Auftritt bei der Musiknacht sein soll – wie manche an dem Abend glaubten gehört zu haben.

Etwas ausgefallen – aber in dieser Form in Warburg nur selten zu hören: »Blattwerk«. Das Ensemble spielte gleich zur Eröffnung in der Altstädter Kirche. Die gelungene Kombination aus sakralem Raum und teils mächtigen Saxophonklängen begeisterte die Zuhörer. Für viele war es schier unglaublich, was die Profis aus ihren Instrumenten herausholten.

Unglaublich gut und unglaublich ehrlich ist auch die Musik von Louis Fitzmahoney, der die Pils-Quelle in eine Irish-Folk-Bar verwandelte. Auch dort war es schwer, einen Platz zu bekommen – dafür wiesen aber Teelichter den Weg vom Altstadtmarkt zur Kneipe. Eine nette Idee.

Bekannt aus Casting-Show

Nett anzusehen waren auch Christian Durstewirtz und seine Band im »Frühauf«. Irgendwie kannte man das Gesicht. Kein Wunder, der Sänger stand schon bei Castingshows im TV auf der Bühne – und erfüllte im Kanonenkeller Musikwünsche des etwas jüngeren Publikums. Wo kann man so etwas schon erleben. Ganz anders der Sound im Café Brechtken: »Que Pasa!« spielten Jazz und Blues mit einer solchen Intensität, dass es manchem Besucher eiskalt den Rücken herunterlief.

Für Organisatorin Lena Volmert steht am Ende fest: Der 15. Musiknacht im kommenden Jahr steht nichts im Wege.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6931295?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198395%2F2516019%2F