Fr., 11.10.2019

Komödie zum Auftakt der Warburger Theatersaison 2019/2020 Am Anfang ist das Chaos

Unheil vorprogrammiert: In »Chaos auf Schloss Haversham« geht es drunter und drüber. Im Stück des Tourneetheaters Thespiskarren ­verschwinden etwa Requisiten und Darsteller – die zu den unpassendsten Gelegenheiten wieder auftauchen.

Unheil vorprogrammiert: In »Chaos auf Schloss Haversham« geht es drunter und drüber. Im Stück des Tourneetheaters Thespiskarren ­verschwinden etwa Requisiten und Darsteller – die zu den unpassendsten Gelegenheiten wieder auftauchen. Foto: Helmut Seuffert

Warburg (WB). Zur mittlerweile 40. Spielzeit der Warburger Theatersaison sind auf der Bühne im Pädagogischen Zen­trum (PZ) vier Stücke zu sehen. Den Auftakt macht am Dienstag, 15. Oktober, ab 20 Uhr die Komödie »Chaos auf Schloss Haversham«, mit der das Tourneetheater Thespiskarren in der Hansestadt gastiert.

Eintrittskarten sind ab sofort im Informations- und Servicepavillon der Hansestadt Warburg auf dem Neustädter Marktplatz erhältlich.

Chaos auf Schloss Haversham

In dem Stück aus der Feder von Henry Lewis, Jonathan Sayer und Henry Shiels spielen Ines Arnd, Arzu Ermen und Martin Armknecht die Hauptrollen. Sie werden auf der Bühne im PZ das Chaos verbreiten.

Der Inhalt des Stücks ist schnell erzählt: Hals- und Beinbruch ist für diese Theatergruppe noch das geringste Problem. Wenn nicht nur Requisiten, sondern auch Darsteller verschwinden und zu den unpassendsten Gelegenheiten wieder auftauchen, die Technik versagt und das Bühnenbild nach und nach in sich zusammenkracht, dann handelt es sich um einen Theaterabend der feinsten englischen Komödien-Art. Einfach alles scheint sich gegen die Aufführung von »Mord auf Schloss Haversham« verschworen zu haben.

Der im Stück (eigentlich) erzählte Krimistoff um einen Mord auf dem Landsitz der herzoglichen Havershams bildet das Hintergrundszenario für ein immer dichter werdendes Geflecht aus Pannen, Verwirrung und verzweifelten Rettungsversuchen der Mitspieler, die sich trotz aller Widrigkeiten mit bewundernswertem Eifer nach dem »The-Show-must-go-on-Prinzip« durch ihre Premiere hangeln: Hauptsache, Haltung bewahren!

Im Rahmen der Warburger Theatersaison stehen in diesem und im nächsten Jahr noch drei weitere Theaterstücke auf dem Programm. Der Einzelkartenverkauf beginnt jeweils drei Wochen vor Aufführungsbeginn im Servicecenter auf dem Warburger Neustadt-Marktplatz.

Eine Stunde Ruhe

Dienstag, 26. November, Beginn: 20 Uhr.

Jazzliebhaber Youat findet nach Jahren vergeblichen Suchens die LP »Me, Myself and I« zufällig auf einem Flohmarkt. Überglücklich eilt er nach Hause, um sie sofort zu hören.

Er verlangt nicht viel: bloß »eine Stunde Ruhe« – doch die ganze Welt scheint sich gegen ihn verschworen zu haben. Niemand gönnt ihm auch nur eine Minute: weder seine Frau, noch ihre beste Freundin (gleichzeitig seine Geliebte).

Und auch sein Sohn, sein Nachbar und ein sich als Pole ausgebender portugiesischer Klempner hindern ihn am Hörgenuss. Dann folgt Katastrophe auf Katastrophe.

Tod eines Handlungsreisenden

Dienstag, 11. Februar 2020, ­Beginn: 20 Uhr.

Der kleine Vertreter Willy Lo-man wird nach Jahrzehnten zermürbenden Berufslebens von seiner Firma als nicht mehr verwendungsfähig entlassen. Seiner Familie ist der verschuldete Handlungsreisende längst entfremdet.

Besonders seine beiden Söhne Happy und Biff, denen Loman das Streben nach materiellem Erfolg als einzigen Weg zum Glück eingeimpft hat, sind eine Enttäuschung, denn auch sie haben es – genau wie ihr Vater – zu nichts gebracht.

Dabei standen dem früheren Sport-Ass Biff in der Highschool noch alle Wege zum amerikanischen Traum offen. Als Biff dann aber gegen die Lebenslügen seines Vaters revoltiert, spitzt sich der Familienkonflikt immer ­weiter zu, bis Loman schließlich nur noch einen einzigen Ausweg sieht.

4000 Tage

Dienstag, 10. März 2020, ­Beginn: 20 Uhr.

Seit drei Wochen liegt Michael nach einem Blutgerinnsel in seinem Hirn im Koma. An seinem Krankenhausbett wacht Tag und Nacht nicht nur seine Mutter Carol, sondern auch sein Lebensgefährte Paul. Die beiden, die sich in den letzten Jahren aus abgrundtiefer gegenseitiger Abneigung aus dem Weg gegangen sind, verbindet jetzt die Sorge um Michaels Gesundheit.

Die Enge des Krankenhauses zwingt sie zur Auseinandersetzung mit dem anderen Menschen in Michaels Leben. Als Michael aus dem Koma erwacht, wird schnell klar, dass ihm sämtliche Erinnerungen an die letzten elf Jahre verloren gegangen sind.

Es sind genau die 4000 Tage, in denen er mit Paul zusammen gelebt und sich von seiner Mutter entfernt hat. Für Michael ist es so, als ob die Beziehung zu seinem Partner niemals existiert hätte.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6992356?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198395%2F2516019%2F