Besitzer will Denkmal in Warburg-Wormeln nicht sanieren lassen
Experten beraten über Zukunft des Schafstalls

Warburg (vah/dal). Der historische, unter Denkmalschutz stehende Schafstall am Kloster im Warburg-Wormelner Ortskern hat seit einigen Wochen keine Ziegeln mehr. Heimatfreunde befürchten, dass das ein Dauerzustand wird. Wie es mit dem Gebäude weitergeht, könnte sich am Mittwoch, 16. Oktober, entscheiden.

Dienstag, 15.10.2019, 21:31 Uhr aktualisiert: 15.10.2019, 21:40 Uhr
Der historische Schafstall am Kloster in Warburg-Wormeln hat seit Wochen keine Ziegeln mehr. Foto: Jürgen Vahle
Der historische Schafstall am Kloster in Warburg-Wormeln hat seit Wochen keine Ziegeln mehr. Foto: Jürgen Vahle

Wie Werner Ritgen, Besitzer des Gebäudes aus dem 17. Jahrhundert, mitteilt, steht ein Ortstermin zwischen ihm, den Denkmalschützern, der Stadt Warburg und einem Bauunternehmer an. »Erst dann kann ich entscheiden, wie es weitergeht«, berichtet er.

Gefahr im Verzug

Wie Ritgen weiter mitteilt, habe er binnen weniger Tage die alten Dachpfannen komplett entfernen lassen. Einige Ziegel seien auf die Straße gefallen. Das habe das Bauamt auf den Plan gerufen, da Gefahr im Verzug gewesen sei. Das Amt habe ihn zum umgehenden Handeln aufgefordert. Seither steht der Dachstuhl offen.

Eines macht Ritgen unmissverständlich deutlich: Ein denkmalgerechter Wiederaufbau des Daches mit einem neuen Gebälk und Ziegeln sei wirtschaftlich nicht rentabel. Die Scheune stehe schon lange leer, eine Tierhaltung sei an der Stelle auch nicht mehr möglich. Zudem hätte sich eine Wand nach Westen verschoben, die bei einem Wiederaufbau wohl neu errichtet werden müsste.

Regenwetter ist Thema

Unklar ist schon jetzt, wie sich das regnerische Wetter der vergangenen Wochen auf das Gebäude ausgewirkt hat. Bei dem Erörterungstermin an diesem Mittwoch soll besprochen werden, ob das Gebäude gesichert werden muss oder doch vielleicht ein Abriss möglich ist, für den auch viele Wormelner plädieren.

Das Kloster Wormeln befindet sich seit dem 19. Jahrhundert im Eigentum der Familie Ritgen, die es als Landwirtschaftsbetrieb ausbaute. Von 1949 bis 1998 wurde das Gut von Gerd Ritgen (1910 bis 1998), der auch als Politiker überregional bekannt wurde, bewirtschaftet. Der heutige Kloster-Eigentümer, Werner Ritgen, wohnt in Kanada und ist regelmäßig zu Besuch in Wormeln.

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