Stadt Warburg belohnt ehrenamtliches Engagement
Preisträger lieben ihre Heimat

Warburg (WB/sis). Die Stadt Warburg hat zum ersten Mal den mit 5000 Euro dotierten Heimatpreis ausgelobt. Vier herausragende Ehrenamtsprojekte aus dem Stadtgebiet sind ausgezeichnet worden.

Dienstag, 05.11.2019, 17:00 Uhr
Die Träger des Heimatschutzpreises engagieren sich vorbildlich im Ehrenamt (von links): Josef Wittkopp aus Hohenwepel, die Mitglieder der Hanse-Genossenschaft Warburg Helen Hartmann, Lara Beller und Joris Schulte, Klaus Stalze von den aktiven Rentnern des Warburger Heimat- und Verkehrsvereins sowie Jürgen Menne vom Heimatschutzverein Welda. Foto: Silvia Schonheim
Die Träger des Heimatschutzpreises engagieren sich vorbildlich im Ehrenamt (von links): Josef Wittkopp aus Hohenwepel, die Mitglieder der Hanse-Genossenschaft Warburg Helen Hartmann, Lara Beller und Joris Schulte, Klaus Stalze von den aktiven Rentnern des Warburger Heimat- und Verkehrsvereins sowie Jürgen Menne vom Heimatschutzverein Welda. Foto: Silvia Schonheim

»Der Begriff Heimat hatte vor ein paar Jahren noch etwas Altmodisches. Das hat sich zum Glück geändert. Die Identifikation mit der Stadt Warburg ist bei uns stark ausgeprägt – und das ist gut so«, betonte Bürgermeister Michael Stickeln bei der Preisverleihung in der Mensa des Hüffertgymnasiums. Die Stadt würdige mit der Auszeichnung Engagement und nachahmenswerte Praxisbeispiele im Bereich der Heimatpflege.

Die finanziellen Mittel werden vom Land Nordrhein-Westfalen zur Verfügung gestellt. Vier Bewerbungen waren eingegangen. »Allesamt haben die Fachjury überzeugt«, erklärte Stickeln.

Hanse-Genossenschaft

Den mit 2000 Euro dotierten ersten Platz erhält die Hanse-Genossenschaft des Hüffertgymnasiums. Die Schüler vertreiben fair gehandelten Warburger Hanse-Kaffee und die fair gehandelte Schokolade Hanse-Gold. Bei zwei Upcycling-Projekten konnten aus Kaffeesäcken Taschen genäht werden und aus alten Straßenlaternen-Lampenköpfen Heimleuchter gebaut werden. »Mit den Produkten versucht die Hanse-Genossenschaft eine Brücke zwischen dem lokalen Bezug und der globalen Dimension zu schlagen, die sich am Gedanken des fairen Handels orientiert«, heißt es in der Erklärung der Jury, die sich aus Bürgermeister Michael Stickeln, dem Stadtheimatpfleger Ulrich Nolte sowie aus je einem Vertreter der Ratsfraktionen zusammengesetzt hat. Den Heimatpreis nahmen drei Mitglieder der Hanse-Genossenschaft entgegen: Helen Hartmann, Lara Beller und Joris Schulte. »Wir werden das Geld für die Beantragung eines Markenrechts verwenden. 1000 Euro spenden wir an die Schule spenden, damit ein Wasserspender für die Pausenhalle angeschafft werden kann«, erklärten die Preisträger.

Heimat- und Verkehrsverein

Mit dem zweiten Platz und 1500 Euro wird der Warburger Heimat- und Verkehrsverein für das Projekt »Aktive Rentner« geehrt. »Wir freuen uns, dass unser Einsatz wahrgenommen wird. Wir wollen das Geld im Sinne der Stadt sinnvoll einsetzen«, sagte Klaus Stalze im Namen der etwa 15 aktiven Rentner. Bürgermeister Stickeln lobte die Truppe: »Der Verein hilft aktiv, das Stadtbild zu gestalten. Vom Verein werden kleinere, für die Mitglieder umsetzbare Arbeiten geleistet, die sonst auf der Strecke bleiben würden.«

Josef Wittkopp

Der Hohenwepeler Josef Wittkopp arbeitet gemeinsam mit seinem Sohn Armin daran, im Ort eine Heimatstube mit historischen Gegenständen einzurichten. Die Arbeiten auf der Hofstelle Talstraße 7 sind im vollen Gange. Der 80-Jährige ist mit einem von zwei dritten Plätzen ausgezeichnet worden und erhält 750 Euro.

Heimatschutzverein Welda

Ebenfalls auf dem dritten Platz sind die Schützen aus Welda gelandet. Die Jury hat das Engagement zum 425-jährigen Vereinsjubiläum im Jahr 2018 ausgezeichnet. Die Veranstaltungen im Jubiläumsjahr stärkten das Dorfleben und das Miteinander im Ort, urteilte die Jury. Das Preisgeld in Höhe von 750 Euro nahm Vorsitzender und amtierender König Jürgen Menne entgegen.

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