Warburger Hanse, Stadt und die Firma Brauns-Heitmann planen großes Fest
Osterhase soll eine Heimat bekommen

Warburg (WB). Der Weihnachtsmann wohnt am Nordpol, der Nikolaus in Lappland, das Christkind im Himmel. Und der Osterhase? Der ist irgendwie heimatlos. Doch nicht mehr lange: In Warburg soll er jetzt eine Zuhause finden!

Donnerstag, 28.11.2019, 08:00 Uhr
Sie wollen, dass Warburg bald allgemein als »Heimat des Osterhasens« angesehen wird. Dafür werben Stefan Kremin (Geschäftsführer Brauns-Heitmann), Wilm Pollmann (Warburger Hanse), Julia Hesse (Marketing Brauns-Heitmann), Bürgermeister Michael Stickeln und Wirtschaftsförderer Sören Spönlein. Foto: Jürgen Vahle
Sie wollen, dass Warburg bald allgemein als »Heimat des Osterhasens« angesehen wird. Dafür werben Stefan Kremin (Geschäftsführer Brauns-Heitmann), Wilm Pollmann (Warburger Hanse), Julia Hesse (Marketing Brauns-Heitmann), Bürgermeister Michael Stickeln und Wirtschaftsförderer Sören Spönlein. Foto: Jürgen Vahle

Die Werbegemeinschaft »Warburger Hanse«, das Stadtmarketing und die Firma Brauns-Heitmann arbeiten seit einiger Zeit eng zusammen, damit die Hansestadt bald in weitem Umkreis und am besten bundesweit auch als Hasenstadt gilt. Um Warburg als »Heimat des Osterhasen« zu etablieren, wird viel Geld investiert und ein großes Fest in der Innenstadt geplant.

Marktführer bei den Ostereierfarben

Wer an Ostern denkt, der denkt auch an bunt bemalte Ostereier. Und Marktführer bei den Ostereierfarben ist die Warburger Firma Brauns-Heitmann. 85 Prozent der bundesweit 170 Millionen zu Ostern gefärbten Eier werden mit Farbe aus Warburg bemalt, rechnet Heitmann-Geschäftsführer Stefan Kremin vor. Daher kam in Gesprächen zwischen Stadt und Firma der Grundgedanke auf: »Der Osterhase lebt dort, wo die Eierfarben produziert werden.« Nachforschungen ergaben, dass wohl noch keine Stadt in Deutschland für sich in Anspruch nimmt, »Heimat des Osterhasen« zu sein. Eine Lücke, die die Warburger jetzt schließen wollen.

Dreh- und Angelpunkt der Planung ist »Maxi«. Mit einer entzückenden Geschichte begeistert die Figur einer Hamburger Grafikerin seit 2018 die Heitmann-Kunden. Auf der Internetseite heitmann-eierfarben.de erzählt der Hase, wie er nach Warburg kam und warum er sich in der Stadt, in der traditionell die Ostereierfarben hergestellt werden, so zuhause fühlt.

Kindergeschichte erobert viele Herzen

»Die Kindergeschichte war zunächst als Unterhaltung gedacht, doch ›Maxi‹ und seine Freunde eroberten rasch viele Herzen«, berichtet das Unternehmen. Inzwischen sei die kleine Figur nicht nur Hauptprotagonist der Internet-Geschichte, sondern auch Markenbotschafter der Eierfarben aus dem Hause Brauns-Heitmann. Und daraus soll nun noch mehr entstehen. In dem Warburger Unternehmen (450 Mitarbeiter/620 in der Saison) entstand daraufhin die Idee, Maxis Geschichte mit Leben zu füllen und die Hansestadt Warburg zur Heimat des Osterhasen zu ernennen. Sowohl die Stadtverwaltung als auch die Warburger Hanse sprangen auf diesen Zug begeistert auf.

Seit einigen Wochen laufen nun die Vorbereitungen zum ersten Aktionstag »Heimat des Osterhasen« in der Innenstadt. Am Sonntag, 5. April, soll sich rund um den Neustadt-Marktplatz alles um das Thema drehen. Brauns-Heitmann stellt einen sechsstelligen Betrag zur Verfügung, damit das Fest ein Erfolg werden kann. Eine professionelle Marketing-Agentur wurde beauftragt, den Markt zu planen. Ausdrücklich wünschen sich die drei Veranstalter, dass sich Vereine oder Gruppen aus Warburg mit Ideen und Aktionen beteiligen.

Osterspektakel in der Innenstadt

Die City verwandelt sich am Palmsonntag in ein riesiges Osterspektakel für die ganze Familie mit Theater, Bastelangeboten, Malwerkstätten, Osterhasen-Aktionen, Walking-Acts wie musizierende Hühner und überdimensionale Blumen, mit einer wandelnden Kapelle und mit dem bekannten Kinderliedermacher »Herr H«. Gemütliche Sitz- und Stehmöglichkeiten und vielfältige Gastronomie sollen zum Verweilen einladen. Überdimensionale Ostereier werden in der Stadt platziert, das größte auf dem Kreisel am Paderborner Tor.

Hase »Maxi« wird auch in den Wochen vor Ostern immer mal wieder bei verschiedenen Veranstaltungen auftauchen und auch am Diemellauf und am »Tag der Sauberkeit« teilnehmen. »Wir tun, was wir können«, berichtet Julia Hesse (Heitmann-Marketing).

Flankiert wird das Oster-Angebot von den Warburger Geschäftsleuten, die am 5. April einen verkaufsoffenen Sonntag, Rabatt-Aktionen und eine Ostereiersuche (ähnlich der Stiefel-Aktion im Advent) bieten wollen. »Ein solches Fest gibt es nirgendwo«, ist Wilm Pollmann (Warburger Hanse) begeistert.

Heitmann-Geschäftsführer Stefan Kremin (54) hat das Geld für das Fest gerne in die Finanzplanung aufgenommen, denn »wir sind in Warburg mehr als nur ein Arbeitgeber. Wir sind ein Teil des Ganzen, Teil der Kultur vor Ort.« Mit Aktionen wie diesen wolle auch sein Unternehmen dazu beitragen, dass Warburg in anderen Teilen Deutschlands »mehr als nur als ein Name an einer Autobahnabfahrt wahrgenommen wird.«

www.heitmann-eierfarben.de

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