Warburger Bezirksausschuss stimmt für Marktplatzcafé
Neue Platte soll gebaut werden

Warburg (WB). Warburg soll schon bald ein neues Café auf dem Neustadtmarktplatz bekommen. Am Dienstagabend hat Architekt Karl-Heinz Cornelius seinen Entwurf für ein solches Gebäude vorgestellt. Im Warburger Bezirksausschuss wurde das Projekt mit deutlicher Mehrheit befürwortet. Damit kann die Stadtverwaltung die weiteren Schritte für den Bau einleiten. Am 21. Januar entscheidet der Rat endgültig. Seine Zustimmung gilt als wahrscheinlich.

Dienstag, 17.12.2019, 22:30 Uhr aktualisiert: 18.12.2019, 05:05 Uhr
So stellt sich Architekt Karl-Heinz Cornelius das neue Marktplatzcafé vor. Wenn alles gut läuft, könnte es am 1. April eröffnet werden. Der Bezirksausschuss hat zugestimmt, der Rat hat am 21. Januar das letzte Wort. Foto: Architekturbüro Cornelius
So stellt sich Architekt Karl-Heinz Cornelius das neue Marktplatzcafé vor. Wenn alles gut läuft, könnte es am 1. April eröffnet werden. Der Bezirksausschuss hat zugestimmt, der Rat hat am 21. Januar das letzte Wort. Foto: Architekturbüro Cornelius

Lütkemeyers sind das amtierende Königspaar der Stadt

Errichten lassen und betreiben wollen das Café Tatjana (44) und Hans-Stefan Lütkemeyer (53), die auch Inhaber der „Tenne“ in der Altstadt sind. Vielen sind sie als Königspaar des Warburger Schützenvereins bekannt geworden, die das Amt in den vergangenen Monaten auf ihre ganz eigene Weise ausgeübt und auch während des Schützenfestes geheiratet haben.

Ursprünglich sollte schon im vergangenen Herbst ein Café in einem alten Überseecontainer auf dem Neustadtmarktplatz aufgestellt werden, um für eine weitere Belebung der Innenstadt zu sorgen. Nach finanziellen Schwierigkeiten zog der Betreiber aus Paderborn aber sein Angebot zurück – seither suchten Wirtschaftsförderer Sören Spönlein und Bürgermeister Michael Stickeln nach einem Ersatz. Der dürfte jetzt gefunden sein.

Bauliche Eingriffe sind nicht vorgesehen

„Herr Spönlein und Herr Stickeln haben uns auf dem letzten Feierabendmarkt angesprochen – nach fünf Minuten Bedenkzeit haben wir zugesagt, obwohl wir gar nicht genau wussten, auf was wir uns da einlassen“, berichtet Tatjana Lütkemeyer. Jetzt wissen sie es: Gemeinsam mit Architekt Karl-Heinz Cornelius, der auch den Infopavillon entworfen hat, wurde geplant. Gebaut werden soll nun ein Café, das einen Gastraum und einen Außenbereich direkt an den Stufen oberhalb des Info-Pavillons enthält. Es soll so errichtet werden, dass es ohne Probleme auch wieder vom Marktplatz entfernt werden könnte. „Bauliche Eingriffe in den bestehenden Pflasterbelag des Platzes sind nicht vorgesehen“, macht Karl-Heinz Cornelius im Bezirksausschuss deutlich. Eröffnet werden soll das Café nach Vorstellungen der Betreiber und der Stadtverwaltung am 1. April 2020. Bis dahin würde das Ehepaar Lütkemeyer mehr als 70.000 Euro in das Gebäude investieren.

Betrieb an sieben Tagen die Woche

Errichtet werden soll es in Holzrahmenbauweise. Bislang ist vorgesehen, dass es mit sandfarbenen Fassadenbauplatten verkleidet wird, die den Farbton der Natursteinplatten am Info-Pavillon aufnehmen. Der Gastraum soll sich nach Vorstellung von Karl-Heinz Cornelius durch eine Falttür so weit öffnen lassen, dass es an warmen Tagen keinen Unterschied zwischen Innen und Außen gibt.

Nach Vorstellung von Tatjana und Hans-Stefan Lütkemeyer soll das Café in Zukunft an sieben Tagen in der Woche geöffnet sein. Im Winter seien vielleicht auch ein oder zwei Ruhetage denkbar. Das Personal für das Vorhaben stünde schon bereit. „Sonst hätten wir das Projekt überhaupt nicht angefasst“, berichtet Tatjana Lütkemeyer.

Café soll „Neue Platte“ heißen

Auch einen Namen gibt es schon: Die Lütkemeyers wollen es „Neue Platte“ nennen – und damit den positiv besetzten Spitznamen des 2013 an dieser Stelle geschlossenen Cafés „La Vita“ der Familie Förster wieder aufnehmen.

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