Mo., 10.02.2020

„Sabine“ richtet im Altkreis Warburg vergleichsweise geringen Schaden an Sturm weht Anhänger auf A44 um

Ein umgewehter Anhänger hat am Morgen die A44 in Richtung Dortmund blockiert.

Ein umgewehter Anhänger hat am Morgen die A44 in Richtung Dortmund blockiert. Foto: Jürgen Vahle

Warburg (WB/sis/vah). Der Wintersturm „Sabine“ hat zwar im Vorfeld für viel Wirbel im Altkreis Warburg gesorgt, passiert ist aber vergleichsweise wenig. Dennoch blieben die meisten Schulen aus Sicherheitsgründen geschlossen . Probleme gab es am Montagmorgen allerdings auf der A44.

Der Wintersturm „Sabine“ hat zwar im Vorfeld für viel Wirbel im Altkreis Warburg gesorgt, passiert ist aber vergleichsweise wenig. Dennoch blieben die meisten Schulen und einige Kitas aus Sicherheitsgründen geschlossen. Probleme gab es am Montagmorgen allerdings auf der Autobahn 44.

Gegen 7.50 Uhr erfasste eine Böe auf der Talbrücke Twiste in Richtung Dortmund einen Lastwagen. Der nach Angaben der Polizei mit Styropor beladene Anhänger kippte um. Der Fahrer blieb unverletzt, die A 44 musste in Fahrtrichtung Dortmund gesperrt werden. Starke Winde erschwerten die Bergungsarbeiten auf der Brücke, die bis Mittag andauerten.

Warburg

„Im Stadtgebiet Warburg ist es bis Montagmorgen um 5.15 Uhr ruhig geblieben“, berichtet Wehrleiter Jürgen Rabbe. „Wir wären aber auf eine größere Schadenslage vorbereitet gewesen. Das Personal für eine örtliche Einsatzleitung war informiert, die Fachberater von DRK und THW standen abrufbereit. Zum Glück mussten wir den Ausnahmezustand aber nicht schalten“, sagt Rabbe. Am Sonntagnachmittag habe die Wehr in Abstimmung mit den Kollegen der Feuerwehr Lichtenau entschieden, die K 23 zwischen Blankenrode und Hardehausen zu sperren. Rabbe: „Die Strecke ist bei Sturm sonst ein Einsatzschwerpunkt für uns.“

Erst gegen 5.15 Uhr wurde der Warburger Wehr der erste Einsatz gemeldet. In Dössel war ein Baum auf die Straße Richtung Warburg gestürzt. Die Löschgruppe Dössel rückte aus. Fast zeitgleich waren am Montagmorgen gegen 9.30 Uhr zwei Bäume in Calenberg umgestürzt. Zur ersten Einsatzstelle eilten die Kameraden der Löschgruppe Calenberg. Die Löschgruppe Wormeln übernahm den zweiten umgestürzten Baum.

Willebadessen

Auch im Stadtgebiet Willebadessen waren die Feuerwehrkameraden auf „Sabine“ vorbereitet. Wehrleiter Benjamin Ortmann: „Vorsorglich hatten wir bereits am Sonntagabend ab 20 Uhr die Strecke von Willebadessen nach Lichtenau-Kleinenberg gesperrt.“ Um 19.45 Uhr mussten die Feuerwehrleute aus Schweckhausen den ersten umgestürzten Baum von der Straße beseitigen.

Ebenfalls wegen umgestürzter Bäume sei am Montagmorgen gegen kurz vor 5 Uhr eine Strecke durch ein Waldgebiet gesperrt worden: zwischen Fölsen und Peckelsheim. Benjamin Ortmann: „Zum Glück ist es bei uns ruhig geblieben.“

Schäden gab es allerdings an einem Windrad bei Schönthal. Von einem Flügel sind zwei Stücke herausgebrochen, eine Spitze ist nun ausgefranst. Die Anlage wurde vorsorglich abgeschaltet. „Eine Gefährdung geht von der Anlage nicht aus“, erklärt Jörg Niggemann, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde Höxter.

Die Polizei weist darauf hin, dass die K 23 zwischen Blankenrode und Hardehausen, die L 763 zwischen Kleinenberg und Willebadessen sowie die K 26 zwischen Lichtenau und Willebadessen mindestens bis Dienstagnachmittag gesperrt bleiben.

Borgentreich

Im Stadtgebiet Borgentreich musste die Feuerwehr lediglich zu zwei sturmbedingten Einsätzen ausrücken. Am Sonntagabend war gegen 21.30 Uhr ein Baum auf die „Alte Bundesstraße“ gestürzt. Mitglieder des Löschzuges Borgen­treich sorgten dafür, dass die Straße wieder frei befahrbar war. Am frühen Montagmorgen rückte der Löschzug Lütgeneder gegen 4.30 Uhr aus. Ein Ast war auf die K 21 zwischen Lütgeneder und Großeneder gestürzt. Die Einsätzkräfte räumten die Straße wieder frei.

 

Ebenfalls wegen umgestürzter Bäume sei am Montagmorgen gegen kurz vor 5 Uhr eine Strecke durch ein Waldgebiet gesperrt worden: zwischen Fölsen und Peckelsheim. Wehrleiter Benjamin Ortmann: „Zum Glück ist es bei uns ruhig geblieben.“ Deutlich mehr hatten die Einsatzkräfte im Norden des Kreises zu tun.

Video: Sturm Sabine über Ostwestfalen-Lippe

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