Fr., 14.02.2020

400 Schüler bei „Energievision“-Veranstaltung im Warburger PZ Denkanstöße zum Klimaschutz

Mehr als 400 Schüler des Hüffertgymnasiums haben im Pädagogischen Zentrum am bundesweiten Schulprojekt „Energievision 2050“ teilgenommen. Das Foto zeigt (von links): Schulleiterin Susanne ­Krekeler, Frieda Ernst, Amelie Kleibrink und Marieke Müller von der Klima-AG und Referent Stefan Simonis vom Verein „Multivision“.

Mehr als 400 Schüler des Hüffertgymnasiums haben im Pädagogischen Zentrum am bundesweiten Schulprojekt „Energievision 2050“ teilgenommen. Das Foto zeigt (von links): Schulleiterin Susanne ­Krekeler, Frieda Ernst, Amelie Kleibrink und Marieke Müller von der Klima-AG und Referent Stefan Simonis vom Verein „Multivision“. Foto: Verena Schäfers-Michels

Warburg (WB/vsm). Was kann ich selbst tun, damit sich die Klimakrise nicht weiter verschärft? Mit dieser Frage setzten sich am Donnerstagvormittag mehr als 400 Schüler des Hüffertgymnasiums Warburg, eingeteilt in Mittel- und Oberstufe, in der Umweltbildungsveranstaltung unter dem Motto „Unser Klima. Meine Energie. Deine Zukunft“ auseinander.

Durch verschiedene Themenschwerpunkte führte sie Referent Stefan Simonis vom Verein „Multivision 2050“ aus Hamburg. Er gab den Jugendlichen die Möglichkeit, selbst Ideen zu entwickeln, wie sie den CO 2 -Ausstoß im eigenen Haushalt und in der Schule verringern können.

Arbeit mit Zahlen, Daten, Fakten

„Wo habt ihr heute Morgen schon Energie verbraucht?“, fragte Simonis in den Raum hinein und erhielt sogleich Antworten: im Bus, am Tablet, beim Licht anschalten.

Und dass diese Energie aus Kohle-Kraftwerken und von Kraftstoffen kommt, war den Schülern ebenfalls klar. „Mir gefällt an der Veranstaltung besonders gut, dass hier mit Zahlen, Daten und Fakten gearbeitet wird“, betonte Schulleiterin Susanne Krekeler. Auf diese Art könne eine solide Diskussionsgrundlage geschaffen werden, fernab ideologisch überfrachteter Meinungen.

Zwei Veranstaltungen nacheinander

Der Verein „Multivision“ aus Hamburg arbeitet in drei Teams, die an etwa fünf Tagen in der Woche mit der Intention, das Bewusstsein für den Klimawandel stärken, an Schulen aufklären.

Die Mitarbeit der Schüler des Hüffertgymnasiums empfand Simonis als vorbildlich und empfahl den Kindern, sich auch mal mit den Eltern zu Hause hinzusetzen und gemeinsam nach Lösungen für eine Verringerung des Energieverbrauchs zu suchen. Die beiden nacheinander stattfindenden Veranstaltungen wurden auf das Alter der Schüler zugeschnitten.

Klima-AG sorgt für die Organisation

Bei den Oberstufenschülern kamen auch politische und ökonomische Aspekte zur Sprache. Im Vorfeld sammelten die teilnehmenden Schüler Fragen, um diese in den Vortrag zu integrieren und diesen auf ihre Interessen abzustimmen.

Gesponsert wurde die Veranstaltung zur Hälfte vom Förderverein des Hüffertgymnasiums, während die Klima-AG, die sich für nachhaltige Umweltprojekte am Hüffertgymnasium wie Aufklärung und Mülltrennung einsetzt, die Organisation übernahm. Zurzeit nehmen zehn Schüler an dieser AG teil.

„Jeder kann zu Hause etwas machen“

Die Q2-Schülerinnen Marieke Müller, Frieda Ernst und Amelie Kleibrink luden die Schüler der Mittelstufe ein, sich mit ihnen freitags um 13.45 Uhr an der Neustadtkirche zu treffen, wo wöchentlich die Fridays-for-Future-Demonstration stattfindet.

„Jeder kann zu Hause etwas machen“, resümierte Frieda Ernst in der Halbzeit. „Man kann Fahrrad fahren, statt das Auto zu benutzen. Fleischverzicht ist eine Möglichkeit und der Kauf von regionalen Produkten.“ Zudem sei es wichtig, nicht sinnlos Kleidung zu kaufen, also „FastFashion“ zu vermeiden.

Mehlwürmer statt Rinderpattys

Als eine Möglichkeit stellte Stefan Simonis den Umstieg von Burgern mit Rinderpattys auf die Alternative aus Mehlwürmern vor. „Das ist umweltfreundlicher, weil Mehlwürmer weniger Futter brauchen und die Haltungskosten billiger sind“, erklärt Amelie Kleibrink.

Fünf Schüler machten sogleich den Selbstversuch und kosteten die Mehlwürmer, die der Referent mitgebracht hatte, und machten die Feststellung, dass diese Möglichkeit gewöhnungsbedürftig, aber machbar sei. Es sei eben, wie beim Arme verschränken: wenn man den aufliegenden Arm unter den anderen schiebt, fühlt sich das zwar komisch an, aber es ist eine Veränderung, die umsetzbar ist.

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