Fr., 14.02.2020

50 Teilnehmer wenden sich gegen massenhaften Blumenimport aus Afrika nach Deutschland „Fridays for future“: Demozug durch die Stadt

Auch in Warburg setzten sich Schüler für den Klimaschutz ein. Am Freitag gab es eine zweite Demo.

Auch in Warburg setzten sich Schüler für den Klimaschutz ein. Am Freitag gab es eine zweite Demo. Foto: Jürgen Vahle

Warburg (WB/vah). 50 Schüler, junge Erwachsene und Interessierte sind am Freitagmittag zur zweiten Warburger „Fridays for future“-Kundgebung auf dem Neustadtmarktplatz zusammengekommen. Diesmal hatten sich die Teilnehmer das Thema Valentinstag und den Transport von Schnittblumen über tausende Kilometer vorgenommen.

Zuletzt hatte sich der Warburger Ableger der weltweiten Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsbewegung Ende November erstmals zu einem Demozug getroffen. Damals nahmen mehr als 120 Aktivisten, vornehmlich Schüler aus den beiden Warburger Gymnasien, teil.

Weitere Aktionen sind geplant

Von der deutlich schlechteren Resonanz am Freitag wollen sich die Organisatoren aber nicht entmutigen lassen. Paul Altmann (17, aus Scherfede): „Wir planen nach der Abiturphase weitere Aktionen im April. Im Mai könnte es einen Workshop geben, bei dem zum Beispiel das Thema Upcycling, also Neues aus Altem herzustellen, eine Rolle spielt.“

Am Freitag stand aber zunächst einmal aus gegebenem Anlass das Thema Blumentransport im Mittelpunkt. „Wir wollen nicht die heimischen Floristen angreifen, die von der Blumenindustrie und der Nachfrage abhängig sind“, machte Sprecherin Joana Dierkes (17, aus Körbecke) deutlich.

Rosen reisen über tausende Kilometer

Aber 77 Prozent der täglich importierten neun Millionen Rosen stammten aus Afrika und würden über tausende Kilometer nach Deutschland transportiert. „Wir vergessen, dass wir ein Teil der Natur sind. Wir vergessen die Jahreszeiten. Alles ist immer verfügbar. Muss das denn überhaupt sein.“

„Muss es nicht“, meinte auch Brigitte Hilcher von der BI „Lebenswertes Bördeland und Diemeltal“ – und wies auf die vielen regionalen Kreisläufe im Warburger Land hin.

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