Gremium entscheidet am Dienstag im Museum im „Stern“ – Eigentümer können Stellung nehmen
Ausschuss berät über neue Denkmäler

Warburg (WB). In Warburg soll es bald eine ganze Reihe neuer Denkmäler geben. Der Kulturausschuss entscheidet darüber am Dienstag, 25. Februar, von 17 Uhr an im Museum im „Stern“. Als Denkmal vorgeschlagen sind die Wasserhochbehälter Graf-Dodiko-Weg und Uhlenbreite, die Austermühle, das Ordenshaus und die Kapelle am alten Hüffertgymnasium, das ehemalige Schwesternhaus an der Bernhardistraße sowie ein Relief an der Marktstraße.

Samstag, 22.02.2020, 07:00 Uhr
Das Ordenshaus der armen Schulschwestern und die dazugehörige Kapelle auf der Hüffert sind wichtiger Teil der Warburger Schul- und Ausbildungsgeschichte. Foto: Jürgen Vahle
Das Ordenshaus der armen Schulschwestern und die dazugehörige Kapelle auf der Hüffert sind wichtiger Teil der Warburger Schul- und Ausbildungsgeschichte. Foto: Jürgen Vahle

Wie mehrfach berichtet, gibt es in Warburg eine ganze Reihe historischer Gebäude, die zwar in der Denkmaltopografie der Stadt aufgeführt, aber nicht in die Denkmalliste eingetragen sind. Doch erst durch diesen Eintrag werden sie tatsächlich zu Denkmälern. Es handelt sich um dutzende Objekte in der Kernstadt und den Ortsteilen, die nach und nach einzeln betrachtet und gegebenenfalls unter Schutz gestellt werden sollen. Relativ problemlos ist das bei städtischen Gebäuden möglich. Bei Privathäusern muss zunächst der Eigentümer gehört werden.

Wasserhochbehälter Graf-Dodiko-Weg und Uhlenbreite

Denkmalwürdig sind nach Ansicht der Verwaltung die beiden Wasserhochbehälter Graf-Dodiko-Weg und Uhlenbreite. Sie waren Teil der zentralen Wasserversorgung der Stadt und stammen aus dem Jahr 1893. Die Gebäude wurden von „Civil-Ingenieur“ Walter Pfeffer aus Halle/Saale geplant und versorgten die Neu- und Altstadt. Anfang des 20. Jahrhunderts reichten die Hochbehälter für die wachsende Stadt nicht mehr aus. 1925 wurde beschlossen, die Wasserleitungen auszubauen und ein neues Pumpwerk zu errichten – das bekannte Delphinbrunnen-Haus am Paderborner Tor. Die alten Hochbehälter stehen aber heute noch und sind Zeugnis der Warburger Wasserkunst.

Austermühle

Bei der Austermühle handelt es sich um eines der ältesten Gebäude der Stadt. Der Zustand ist allerdings beklagenswert, im Grunde ist es eine Ruine. Das Gebäude aus dem Jahr 1304 war eine Öl- und Flachsmühle, diente später der Stromproduktion, bis der Mühlengraben 1966 zugeschüttet wurde. Die Stadt ist seit 1986 Besitzer des für die Warburger Geschichte bedeutenden Hauses, suchte lange nach einer geeigneten Nutzung und will es nun verkaufen.

Ordenshaus der armen Schulschwestern und Kapelle

Das Ordenshaus der armen Schulschwestern und die dazugehörige Kapelle auf der Hüffert sind wichtiger Teil der Warburger Schul- und Ausbildungsgeschichte. Unter anderem waren in dem Gebäude eine Mittelschule für Mädchen, eine Hausfrauenklasse und ein Kindergärtnerinnenseminar untergebracht. Während das Ordenhaus mehrfach saniert wurde und heute als Unterrichtsstätte des Hüffertgymnasiums dient, befindet sich die Kapelle in Privatbesitz. Der Komplex stammt aus den Jahren 1923 bis 1927.

Ehemaliges Schwesternhaus in der Altstadt

Das ehemalige Schwesternhaus (St.-Josephshaus) in der Warburger Altstadt könnte ebenfalls ein Denkmal werden. 1908 an der Bernhardistraße errichtet, hatte es im Laufe der Jahrzehnte verschiedene Nutzungen – unter anderem als Schule. Heute dient es als Wohnhaus. Aus städtebaulichen und ortshistorischen Gründen bestehe hier ein öffentliches Interesse am Denkmalschutz.

Relief am Modehaus Moldenhauer

Gleiches gilt für ein Relief, dass sich am Modehaus Moldenhauer am Neustadtmarkt befindet. Das Haus selber habe keine Denkmalwürdigkeit – das Relief, das auf 1590 datiert wurde, aber schon.

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