Viele Schützenvereine des Warburger Landes lassen zu Ostern die Fahnen hissen
Zeichen der Hoffnung

Borgentreich/Willebadessen/Warburg (WB/vah). Eine Idee der Bühner Vereinsgemeinschaft zieht im Altkreis Warburg ihre Kreise: Als Zeichen der Solidarität, der Zuversicht und der Zusammengehörigkeit sowie als Dank an die Helfer in der Corona-Krise sollen an den Ostertagen in vielen Orten des Borgentreicher und Willebadessener Stadtgebietes die Schützenfahnen gehisst werden.

Mittwoch, 08.04.2020, 09:02 Uhr aktualisiert: 08.04.2020, 09:10 Uhr
In vielen Orten des Altkreises – wie in Borgentreich – werden Ostern Fahnen gehisst. Foto:
In vielen Orten des Altkreises – wie in Borgentreich – werden Ostern Fahnen gehisst.

Viele unterstützen die Idee

Hinter dem Vorhaben mit Ursprung in Bühne stehen aber nicht nur die Schützenbruderschaften und Schützenvereine, sondern auch die Kirchengemeinden, Ortsvorsteher, Vereinsgemeinschaften und die Ortsbeiräte, berichtet Borgentreichs Ortsvorsteher Werner Dürdoth.

Konkret sollen die Schützenfahnen am Samstagabend gehisst werden, wenn gewöhnlich in vielen Orten die Auferstehungsmessen in den Kirchen gefeiert würden. Nach Vorstellung der Initiatoren aus Bühne sollen die Fahnen dann als sichtbares Zeichen bis Ostermontag hängen bleiben.

„Wenn die gemeinsame Osterfeier in der Kirche nicht stattfindet kann, traditionelle Osterfeuer ausfallen und viele Vereinsaktivitäten im Moment ruhen, soll diese Aktion daran erinnern. Bleiben wir heute zu Hause, damit wir uns morgen wieder umarmen können“, schreibt André Rautenberg, Brudermeister der Schützenbruderschaft St. Vitus in Bühne, dazu in einer Stellungnahme.

Nachahmer sind erwünscht

Neben den zwölf Orten des Borgentreicher Stadtgebietes werden sich weitere Ortschaften, die über den Bezirk Warburg im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschafen verbunden sind, beteiligen. Das sind aus dem Stadtgebiet Willebadessen und Bad Driburg die Bruderschaften Dringenberg, Natzungen, Helmern, Siddessen, Gehrden und Altenheerse.

Auch im Warburger Stadtgebiet wollen sich offenbar einige Dörfer beteiligen. Germetes Schützenchef Thomas Sommerfeld hat gestern bereits mitgeteilt, dass sich der Luftkurort Germete an der Aktion beteiligen werden – und zwar sowohl mit den Schützen als auch mit den Ortsfahnen.

Weitere Nachahmer sind auch in anderen Ortschaften explizit erwünscht: „Vielleicht lässt sich dieser Vorschlag ja auch in den Gemeinden unseres Stadtgebietes umsetzen“, hofft beispielsweise Ralf Hake, Oberst der Schützenbruderschaft St. Fabian und Sebastian aus Altenheerse, der den offiziellen Aufruf von André Rautenberg gestern an seine Vereinskollegen weitergegeben hat.

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