25 Jahre AKH Warburg: 100 Mitarbeiter kümmern sich um 330 Patienten
Erster privater Pflegedienst der Stadt

Warburg (WB/vah). Das hatten sich die Familie Ludwig und die Mitarbeiter des Pflegedienstes AKH aus Warburg anders vorgestellt. Das 25-jährige Bestehen des Unternehmens sollte Anfang April mit 250 geladenen Gästen gefeiert werden. Doch wie so vieles in diesen Tagen, musste die Feier abgesagt werden.

Montag, 13.04.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 13.04.2020, 08:00 Uhr
Seit 25 Jahren besteht der Pflegedienst AKH. Maria Ludwig hat ihn als ersten privaten Pflegedienst in Warburg gegründet. Die Jubiläumsfeier Anfang April musste aber ausfallen. Foto:
Seit 25 Jahren besteht der Pflegedienst AKH. Maria Ludwig hat ihn als ersten privaten Pflegedienst in Warburg gegründet. Die Jubiläumsfeier Anfang April musste aber ausfallen.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, sagt Marc Ludwig, Sohn von Unternehmensgründerin Maria Ludwig und mittlerweile Pflegedienstleiter im Unternehmen.

Kontinuierliches Wachstum

Auch wenn die große Feier zunächst ausgefallen ist, blickt das Team des Pflegedienstes zufrieden auf das vergangene Vierteljahrhundert zurück. Als Maria Ludwig das Unternehmen damals gründete, war es der erste private Pflegedienst im Warburger Land. Los ging es mit zwei Patienten und vier Kollegen, heute besteht das Team aus 100 Mitarbeitern, die sich um 330 Patienten kümmern. Dieses kontinuierliche Wachstum schlug sich auch in der Raumsituation nieder.

Zunächst agierte das Unternehmen aus Räumen an der Sternstraße, 2004 folgte der Anbau eines Büros an der Schönen Aussicht. Doch die wachsende Firma benötigte Platz, vor allem Stellflächen für die Fahrzeuge. Daher wurde 2011 das Gelände Zum Heidhof zunächst als Parkplatz für den Pflegedienst erworben. 2013 richtete AKH in den ehemaligen Räumen einer Baufirma die Tagespflege Heidhof ein.

Bedarf an Tagespflegeplätzen steigt

Der Bedarf an Tagespflegeplätzen stieg in den Folgejahren weiter. Im Oktober vergangenen Jahres wurde ebenfalls auf dem Gelände am Heidweg erweitert und die Tagespflege Eiserweg errichtet. Der Pflegedienst AKH ist trotz seiner Größe ein Familienbetrieb geblieben. Marc Ludwig, Sohn der Unternehmensgründerin, ist seit 2007 im Betrieb und hat 2010 die Pflegedienstleitung übernommen. Sohn Fritz Ludwig leitet mittlerweile die beiden Tagespflegeeinrichtungen am Heidweg. Schwerpunkt ist und bleibt die Pflege und die Behandlungspflege der Kunden (wie Portversorgung, Medikamentengabe oder Kompressionstherapie).

Aber auch die Hauswirtschaft hat zuletzt immer mehr an Bedeutung gewonnen, berichtet Marc Ludwig: „Die gesamtheitliche Versorgung ist wichtig.“ Und da für AKH jede gute Pflege mit einer guten Beratung beginnt, lege man sehr viel Wert auf dieses Segment.

Das oberste Ziel des Pflegedienstes sei es seit 25 Jahren, den Menschen zu ermöglichen, so lange wie möglich zu Hause in den eigenen vier Wänden leben zu können. „Dazu gehört neben der Pflege auch die Hauswirtschaft und die Entlastung der Angehörigen durch Betreuung oder Tagespflege“, berichtet Marc Ludwig aus der täglichen Praxis.

Ambulante Pflege wird mehr

Auch die Ambulante Pflege habe in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. „Durch die kurze Verweildauer im Krankenhaus versorgen wir immer häufiger Menschen, die mit komplexen Problemen entlassen werden“, erklärt der Pflegedienstleiter.

So vielfältig wie die Aufgaben sei auch das Personal aufgestellt. Bei AKH sind mittlerweile auch Palliativpflegekräfte, Wundexperten, Pflegeberater und Praxisanleiter beschäftigt, die übrigens alle nach Tarif bezahlt werden, wie AKH nicht ohne Stolz mitteilt. Wichtig ist dem Unternehmen auch, dass das soziale Miteinander nicht zu kurz kommt.

Jubiläumsfeier soll nachgeholt werden

Man sei „gut vernetzt in der Warburger Börde“ und organisiere zudem regelmäßig Veranstaltungen wie Patientennachmittage, Sommerfeste mit den Kollegen, oder Treffen auf der Oktoberwoche sowie eine gemeinsame Weihnachtsfeier. Und vielleicht wird auch das 25-Jährige in diesem Jahr noch groß gefeiert. Vorgenommen hat es sich das die Familie Ludwig auf jeden Fall.

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