Namibier Josef Ausiku absolviert Freiwilligendienst im HPZ in Warburg
Von Afrika nach Deutschland

Warburg (WB). Im August vergangenen Jahres hat sich Josef Ausiku aus Namibia auf den Weg nach Deutschland gemacht. In Warburg absolviert er einen Freiwilligendienst. In Deutschland begann sein einjähriger Aufenthalt mit einem Intensiv-Deutschkursus, bevor er Ende September 2019 zum ersten Mal in seine Einsatzstelle kam. Ausiku arbeitet als Bundesfreiwilligendienstleistender im Heilpädagogischen Therapie- und Förderzentrum (HPZ) St. Laurentius in Warburg.

Mittwoch, 15.04.2020, 11:00 Uhr
Internationale Freiwillige und Mitarbeiterinnen des Vereins „mundus – Eine Welt“ mit Josef Ausiku (5. von links): Der Namibier lebt seit August 2019 in Deutschland. Im HPZ St. Laurentius in Warburg leistet er einen Freiwilligendienst ab. Foto:
Internationale Freiwillige und Mitarbeiterinnen des Vereins „mundus – Eine Welt“ mit Josef Ausiku (5. von links): Der Namibier lebt seit August 2019 in Deutschland. Im HPZ St. Laurentius in Warburg leistet er einen Freiwilligendienst ab.

Organisiert und begleitet wird sein Freiwilligendienst durch „mundus“ mit Sitz in Paderborn. Zum ersten Mal sind internationale Freiwillige über den Verein in Deutschland. „Mundus“ entsendet seit 2008 junge deutsche Freiwillige (zwischen 18 und 28 Jahren) in Einsatzstellen seiner Partnerländer. Seit Langem war es ein Wunsch, aus dieser Einbahnstraße einen tatsächlichen Austausch zu machen, sodass auch junge Erwachsene aus den jeweiligen Partnerorganisationen nach Deutschland kommen können.

Nun ist dieses Vorhaben Wirklichkeit geworden und es arbeiten und leben acht junge Leute aus Brasilien, Albanien, Madagaskar und Namibia in Warburg, Paderborn, Attendorn, Kamen und Salzkotten. Die Einsatzfelder reichen von der Unterstützung in Kitas und Schulen über die Arbeit in einem Seniorenzentrum bis hin zur Arbeit mit Menschen mit Behinderungen.

Beitrag für mehr Gerechtigkeit in der Welt

Ziel beider Varianten des internationalen Freiwilligendienstes sei es, „einen Beitrag zur Mitgestaltung der ‚Einen Welt‘ zu leisten. Der Dienst dient der Partnerschafts- und Bildungsarbeit und ist durch konkretes Handeln ein Beitrag für mehr Gerechtigkeit in der Welt“, so der Verein. Durch die Begegnung und das Zusammenleben mit Menschen anderer Kulturkreise leiste der Einsatz einen Beitrag in der Persönlichkeitsentwicklung.

In engem Kontakt mit den internationalen Freiwilligen sind vor allem die Gastfamilien. Für Josef Ausiku wird ab dem 1. Mai eine neue Gastfamilie im Raum Warburg für die verbleibenden vier Monate gesucht. Bestimmte Voraussetzungen hierfür gibt es nicht. Wichtig sind Offenheit und Interesse an anderen Kulturen.

Neue Gastfamilie wird gesucht

Josef Ausiku ist 25 Jahre alt und gelernter Tischler. Er ist im Norden Namibias, in einer ländlich geprägten Umgebung aufgewachsen. Er spielt gerne Fußball und ist bereits Teil eines Fußballvereins im Raum Warburg. Interessierte Gastfamilien können sich gerne bei der zuständigen Referentin, Theresa Rode, melden unter Telefon 05251/2055280 oder E-Mail rode@mundus-eine-welt.de. Wenn die Gastfamilie nicht direkt in Warburg wohnen sollte, bekomme Ausiku natürlich ein Busticket.

Die internationalen Freiwilligen werden während des Jahres vom „mundus“ begleitet und nehmen regelmäßig an Seminaren teil, um ihre Zeit zu reflektieren und gemeinsam in einen Austausch zu kommen.

Ein Zwischenseminar zur Hälfte des Freiwilligendienstes hat vor wenigen Wochen stattgefunden. Hier hat Josef Ausiku gemeinsam mit den anderen Freiwilligen Herausforderungen und Chancen des Dienstes besprochen und Ziele für die verbleibende Zeit in Deutschland formuliert.

Im Warburger Land gut integriert

Für viele ist der Kontakt zu Gleichaltrigen eine Herausforderung sowie die aktive Freizeitgestaltung. Josef Ausiku fühlt sich allerdings durch den Fußballverein und weitere Kontakte im Warburger und Paderborner Raum bereits gut integriert.

Seine Herausforderung war lange Zeit die deutsche Sprache. Seit Januar nimmt er nun an einem weiteren Sprachkursus in Warburg teil, der dazu geführt hat, dass er sich nun viel sicherer auf Deutsch unterhalten kann. Im August 2020 ist sein Freiwilligendienst beendet, die Erfahrungen und Eindrücke werden aber sicher noch lange nachhallen.

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