Gertrud und Erhard Störmer sind seit 60 Jahren verheiratet
Irgendwann hat es da gefunkt

Warburg-Dössel (WB). Wer Gertrud und Erhard Störmer kennt, weiß, dass bei ihnen immer etwas los ist, denn Langeweile ist ihnen fremd. Seit nunmehr 60 Jahren sind die beiden glücklich miteinander verheiratet und feiern an diesem Sonntag das Fest der Diamantenen Hochzeit. Ein bewegtes Leben liegt hinter dem Ehepaar.

Sonntag, 19.04.2020, 10:00 Uhr
Die große Feier zur Diamantenen Hochzeit von Gertrud und Erhard Störmer muss wegen der Corona-Krise zunächst ausfallen – soll aber sobald wie möglich nachgeholt werden. Foto:
Die große Feier zur Diamantenen Hochzeit von Gertrud und Erhard Störmer muss wegen der Corona-Krise zunächst ausfallen – soll aber sobald wie möglich nachgeholt werden.

Erhard Störmer wurde am 3. April 1932 als jüngster Sohn von 13 Kindern der Eheleute Martha und Johannes Störmer in Bad Wildungen geboren. 1937 zog die Familie nach Hohenwepel. Dort verlebte Erhard auch seine Kindheit und Jugend. Nach der Volksschule ging er in die Lehre bei Schneidermeister Schmidt in Warburg. Da Arbeitsplätze im Warburger Land rar gesät waren, zog es ihn nach Wuppertal, wo er nach verschiedenen Stationen bei der Deutschen Bundesbahn eingestellt wurde. Später wechselte er heimatnah in den Stellwerksdienst bei der Bundesbahndirektion Kassel und schlug die mittlere Beamtenlaufbahn ein. Nach Tätigkeiten im Bereich Kassel landete er schließlich in Liebenau, wo er bis zu seiner Pensionierung als verantwortungsvoller Fahrdienstleiter tätig war.

Bei Proppe in Warburg gearbeitet

Gertrud Störmer erblickte am 23. Juni 1936 als zweitjüngste Tochter von sechs Kindern der Eheleute Theresia und Anton Blömeke in Dössel das Licht der Welt, wo sie auch aufwuchs. Nach dem Abschluss der Volksschule absolvierte sie eine Ausbildung zur Verkäuferin im Lebensmittelmarkt Proppe in Warburg. Als die Kinder schließlich größer waren, begann sie wieder zu arbeiten, anfangs im „Süßen Markt“ in Warburg, später bei „Hussel“. Bis zum Eintritt der Rente war sie dann in der Filiale der Wäscherei Kamm tätig.

„Dein treuer Herzenskamerad“

Kennengelernt haben sich die beiden im Hause Störmer – Anfang der 50er Jahre war die Familie nach Dössel gezogen –, weil Gertrud mit Erhards jüngeren Schwestern Margret und Hildegard befreundet war. Irgendwann hat es da gefunkt. Als Erhard wegen der Arbeit bereits in Wuppertal war, schrieb er fantasievolle Liebesbriefe an seine Gertrud, die er sehr romantisch stets mit „Dein treuer Herzenskamerad“ signierte.

Im „Finkenweg“ in Dössel gebaut

Im Jahr 1968 konnten die Eheleute Störmer ihr Haus in der Neubausiedlung „Finkenweg“ in Dössel beziehen, wo sie heute noch leben. Die Ehe wurde vollkommen mit der Geburt der Kinder. Stefan wurde 1961 geboren, 1964 erblickte Christof das Licht der Welt, und 1965 war die Familie mit Thomas komplett. Alle drei Söhne leben mit ihren Familien in der Nähe der Eltern. Mit Katharina (31), Manuel (29), Justus (26), Lina (22) und Simon (21) gibt es fünf Enkelkinder, die nach Möglichkeit regelmäßig bei den Großeltern vorbeischauen.

Erhard war viele Jahre als Kassierer im Schützenverein Dössel tätig, dem er heute noch die Treue hält. Seine große Leidenschaft, das Singen als Tenor im Männergesangverein Warburg, musste er aus Altersgründen leider aufgeben.

Gertrud hat als aktive Sängerin im Frauenchor „Harmonie Dössel“ gesungen. Außerdem war sie viele Jahre als Kassiererin der Frauenturngruppe des Sportvereins Dössel tätig. Daneben engagierte sie sich als „Grüne Dame“ bei der Patientenbetreuung im Warburger Krankenhaus.

Das Ehepaar ist in den vergangenen Jahrzehnten immer sehr gerne gereist, sie haben viele Ziele in Deutschland, aber auch in Europa besucht.

Gemeinsamer Besuch in Chicago

Der Höhepunkt für Gertrud war der gemeinsame Besuch mit ihrer Schwester Elisabeth bei Tante Anna Simon und Cousine Betty Hesse in Park Ridge bei Chicago in den 80er Jahren. Altersbedingt sind weite Reisen heute nicht mehr möglich, aber die Erinnerungen bleiben. Diese hat Erhard auch gern im Foto oder im Super-8-Film festgehalten.

Die Feier der Diamantenen Hochzeit im Familienkreis sollte ursprünglich am 19. April 2020 in der Waldgaststätte „Hohes Gras“ bei Kassel stattfinden. Diese wird nun – durch die derzeitigen Umstände veranlasst – so bald wie möglich nachgeholt, berichtet Sohn Stefan Störmer.

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