Massenhafte Corona-Tests: Einheiten aus dem Hochstift in Gütersloh im Einsatz
DLRG hilft bei Probenentnahme

Warburg/Natzungen/Brakel/Büren/Gütersloh (WB). Helfen an vorderster Front: Einsatzkräfte der DLRG-Ortsgruppen Warburg, Natzungen, Brakel und Büren waren am Montag in Gütersloh im Einsatz. Sie unterstützten mit mobilen Teams unter anderem die Probenentnahme bei Mitarbeitern der Firma Tönnies. Das bestätigt Michael Schnatmann, Pressesprecher des Kreisfeuerwehrverbandes Gütersloh, auf Nachfrage des WESTFALEN-BLATTES.

Mittwoch, 24.06.2020, 06:38 Uhr aktualisiert: 24.06.2020, 09:58 Uhr
Helfer der Feuerwehr Warburg und der DLRG ­Warburg haben sich am Montag in Gütersloh im Einsatz getroffen. Die Feuerwehr brachte, wie am Dienstag berichtet, Schutzkleidung vorbei, die DLRG-Helfer unterstützten bei der Entnahme von Rachenabstrichen.Foto: Feuerwehr Warburg
Helfer der Feuerwehr Warburg und der DLRG ­Warburg haben sich am Montag in Gütersloh im Einsatz getroffen. Die Feuerwehr brachte, wie am Dienstag berichtet, Schutzkleidung vorbei, die DLRG-Helfer unterstützten bei der Entnahme von Rachenabstrichen. Foto: Feuerwehr Warburg

Schnatmann gehört zu den Einsatzkräften, welche die zurzeit laufende umfangreiche Beprobung unterstützen – und dabei jede Hilfe gebrauchen können. Wie berichtet wurde der Schlachtbetrieb der Firma Tönnies am Stammsitz in Rheda-Wiedenbrück gestoppt. Alle 7000 dort Beschäftigten wurden unter Quarantäne gestellt. Nun sollen die Mitarbeiter der Firma Tönnies auf das Coronavirus getestet werden.

„Das sind etwa 1300 Wohnungen, die besucht werden müssen. Und die sind über den ganzen Kreis Gütersloh verteilt“, sagt er. Tausende Tests sind nötig.

Mammutaufgabe

Seit Samstag sind die Gütersloher mit dieser Mammutaufgabe beschäftigt. Schnell stand fest: Alleine klappt das nicht, Hilfe muss her. Ein gemeinsamer Stab der Hilfsorganisationen sorgt seitdem dafür, dass diese Hilfe auch ankommt. Aus ganz Nordrhein-Westfalen werden dafür Kräfte mobilisiert. Neben Hilfsorganisationen ist auch die Bundeswehr vor Ort.

Gemeinsam bilden sie in Gütersloh so genannte mobile Teams. „Die kümmern sich um die Probenentnahme. Zudem halten sie fest, wer infiziert ist und wie es den Leuten vor Ort geht. Auch kümmern sich die Teams darum, die Menschen mit Lebensmitteln zu versorgen“, sagt Michael Schnatmann.

40 Gruppen mit insgesamt 180 Helfern

Waren am Sonntag noch 20 Teams unterwegs, fuhren am Montag schon 40 Gruppen mit insgesamt 180 Helfern durch den Kreis. „Seit Montag sind dann auch Helfer aus Nachbarkreisen bei uns im Einsatz“, erklärt der Sprecher.

Die Einsatzkräfte der DLRG seien den ganzen Tag vor Ort gewesen. Nach getaner Arbeit fuhren sie abends wieder nach Hause. Ob sie noch einmal wiederkommen oder welche anderen Einheiten aus dem Warburger Land noch in Gütersloh helfen werden, kann Schnatmann nicht sagen. In der Regel stehe erst abends fest, welche Helfer sich am nächsten Morgen auf den Weg in den Kreis Gütersloh machten.

Fest steht jedoch eins: Die Aktion wird noch einiges an Zeit und Kraft in Anspruch nehmen. „Dafür haben wir etwa 14 Tage eingeplant“, sagt Michael Schnatmann.

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