Polizei ermittelt in Brandruine in Rimbeck – Unfallwagen könnte Ursache sein
Asbest-Platten gelöscht: Feuerwehr-Kleidung muss in den Sondermüll

Warburg (WB). Zwei Unglücke, die sich in der Nacht zu Samstag ereignet haben, stehen womöglich in einem engen Zusammenhang: ein Unfall bei Niesen und der Großbrand bei der Firma Hartinger in Rimbeck.

Dienstag, 07.07.2020, 07:00 Uhr aktualisiert: 07.07.2020, 16:55 Uhr
125 Einsatzkräfte haben das Feuer in Rimbeck gelöscht. Am Montag waren die Brandermittler der Polizei in der Halle, um zu ermitteln, was die Ursache des zehnstündigen Einsatzes am Samstagmorgen der Feuerwehr war. Foto: Feuerwehr Warburg
125 Einsatzkräfte haben das Feuer in Rimbeck gelöscht. Am Montag waren die Brandermittler der Polizei in der Halle, um zu ermitteln, was die Ursache des zehnstündigen Einsatzes am Samstagmorgen der Feuerwehr war. Foto: Feuerwehr Warburg

Der VW Passat eines 30-jährigen Lippers, der gegen 2.15 Uhr auf der Ostwestfalenstraße verunglückte , war erst einige Minuten vor Ausbruch des Feuers in die später abgebrannte Halle geschleppt worden.

Feuer in Warburg-Rimbeck

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„Noch ist es reine Vermutung, aber es könnte schon wegen der zeitlichen Nähe einen Zusammenhang geben“, bestätigt Firmeninhaber Karl Har­tinger.

Firmeninhaber meldet Brand

Er selbst hatte die Feuerwehr gerufen, nachdem es in der Halle eine Detonation gegeben hatte. „Wahrscheinlich ist durch das Feuer ein Reifen explodiert“, berichtet Hartinger. Der schwer beschädigte Wagen aus Niesen, der nach dem Unfall in die Halle gebracht worden war, könnte sich selbst entzündet haben, vermutet er.

Ermittler vor Ort

Ermittler der Polizei waren am Montagmorgen vor Ort, bestätigen können sie die These des Firmenchefs und einiger Einsatzkräfte der Feuerwehr noch nicht. Die endgültigen Untersuchungen sollen erst in den kommenden Tagen abgeschlossen sein.

Hoher Sachschaden

Zur Höhe des Schadens könne man noch nichts Konkretes sagen, berichtet Karl Hartinger weiter. Er wisse nicht, wie stark Maschinen, die Kunden bei ihm eingelagert haben, beschädigt worden sind. Er sei am Samstag nur einmal kurz in der Brandruine gewesen.

Erste Schätzungen gehen von 500.000 Euro aus.

Mit etwas Glück komme seine Firma mit einem blauen Auge davon. Betriebliche Abläufe seien zunächst nur wenig gestört. Es gebe Ausweichflächen. Und es gebe erste Signale der Versicherung, dass der Schaden übernommen wird, hofft Karl Hartinger.

Gebäude-Platten aus Asbest

Ein Nachspiel hat der Einsatz für die Warburger Feuerwehr. Es hat sich nach Untersuchungen des Landesumweltamtes bestätigt, dass Seitenplatten des Gebäudes Asbest enthielten.

Bereits vor Ort hatte die Feuerwehr aufgrund des Alters der Halle einen entsprechenden Verdacht. Und auch der stellvertretende Kreisbrandmeister Stefan Nostitz mahnte aufgrund schlechter Erfahrungen aus einem Einsatz in Beverungen zur Vorsicht.

Arbeiten unter Atemschutz

Die Einsatzkräfte der Warburger Wehr, die den entsprechenden Teil des Gebäudes löschten, wurden daraufhin namentlich erfasst, arbeiteten ausschließlich unter Atemschutz, ihre Kleidung wurde, nachdem das Feuer erloschen war, separat gelagert.

Asbestfasern können sich in Lunge und Zwerchfell ablagern und dort zu Krebs führen. Eine Gefahr, die auch in Feuerwehrkreisen oft unterschätzt werde, sagt Warburgs Feuerwehrchef Jürgen Rabbe.

Einsatzkleidung entsorgen

Die Einsatzanzüge von einigen Feuerwehrleuten müssen nun entsorgt werden. Gereinigt werden können die Jacken und Hosen, die erst wenige Wochen alt waren, nicht mehr. 700 Euro koste ein solcher Anzug.

Extremer Aufwand muss nun auch für andere Materialien der Feuerwehr betrieben werden. Die Fahrzeuge und andere Einsatzgegenstände, die nicht aus Stoff sind, müssen speziell dekontaminiert werden.

Außerdem hat Jürgen Rabbe die Gefahr in seinem Einsatzbericht speziell vermerkt, damit die Kollegen abgesichert sind, falls sie trotz aller Vorsicht doch Schaden genommen haben.

125 Einsatzkräfte in Rimbeck

125 Einsatzkräfte waren in Rimbeck vor Ort. Das Feuer war binnen einer Stunde gelöscht, allerdings zog sich der Einsatz für manche Feuerwehrleute, die noch Material verstauen und die Ruine kon­trollieren mussten, bis nach Mittag hin – ein zehnstündiger Einsatz.

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