Brandermittler von Polizei und Versicherungen kommen zum gleichen Ergebnis
Technischer Defekt als Ursache

Warburg (WB/vah). Ein technischer Defekt an einem kurz zuvor angelieferten Unfallwagen ist die Ursache für das Großfeuer, das am frühen Samstagmorgen weite Teile einer Lagerhalle des Abschleppunternehmens Hartinger am Mühlenweg in Warburg-Rimbeck vernichtet hat.

Donnerstag, 09.07.2020, 21:05 Uhr aktualisiert: 09.07.2020, 21:30 Uhr
Jetzt steht fest, was bereits am Einsatzort vermutet worden war: Ein technischer Defekt an einem Unfallwagen hat den Großbrand in der Lagerhalle in Rimbeck ausgelöst. Foto: Feuerwehr Warburg
Jetzt steht fest, was bereits am Einsatzort vermutet worden war: Ein technischer Defekt an einem Unfallwagen hat den Großbrand in der Lagerhalle in Rimbeck ausgelöst. Foto: Feuerwehr Warburg

Bei dem Brand waren elf dort abgestellte Unfallfahrzeuge ganz ausgebrannt oder noch weiter beschädigt worden. Zudem haben in der Halle gelagerte Maschinen womöglich Schaden genommen. Auch das Gebäude selbst wurde schwer beschädigt. Verletzt wurde niemand.

Fahrzeug entzündet sich selbst

Brandermittler von Polizei und Versicherung waren am Donnerstag noch einmal gemeinsam vor Ort, um die Ursache für das Unglück aufzuspüren. Auch die Feuerwehr war in beratender Funktion mit dabei und stellte die Drehleiter für Luftaufnahmen zur Verfügung. Nach Auswertung der Spuren kamen alle zum gleichen Ergebnis: Der VW Passat, mit dem ein 30-jähriger Mann aus dem Kreis Lippe etwa zwei Stunden vor Ausbruch des Feuers bei Niesen verunglückt war, ist der Auslöser für den Brand.

Das Unfallfahrzeug war von Mitarbeitern der Firma Hartinger von der Ostwestfalenstraße abgeschleppt und in der Halle in Rimbeck gelagert worden. Dort hatte es sich selbst entzündet. Die Flammen waren schnell auf die anderen Fahrzeuge übergesprungen.

500.000 Euro Schaden

125 Feuerwehrleute waren am frühen Samstagmorgen in Rimbeck im Einsatz, um die Flammen zu bekämpfen. Da Teile der Hallenverkleidung mit Platten verkleidet waren, die Asbest enthielten, musste nagelneue Feuerwehrbekleidung im Anschluss fachgerecht entsorgt und weitere Geräte speziell dekontaminiert werden.

Bei der Schadenshöhe bleibt die Polizei zunächst bei ihren Angaben von 500.000 Euro. Firmenchef Karl Hartinger, der den defekten Passat bereits am Montag als möglichen Auslöser für das Feuer genannt hatte, konnte die Schadenshöhe zuletzt nicht bestätigen. Zunächst müsse geprüft werden, wie hoch der Schaden an den eingelagerten Maschinen sei.

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