Maria Theresia Steffens feiert in Warburg ihren 100. Geburtstag
Humor und ein offenens Ohr

Warburg (WBaho). Kinderlachen und Gesang klingt von der Terrasse im Birkenweg in Warburg. Maria Theresia Steffens feierte am Donnerstag mit der Familie, Nachbarn und Freunden ihren 100. Geburtstag. Aus Bochum, Essen, Köln und Warburg waren die Gäste zu diesem besonderen Feiertag gekommen.

Donnerstag, 09.07.2020, 22:00 Uhr
Die vier Kinder (von links) Hille, Gisela, Günter und Hermann kamen mit ihren Familien, um den 100. Geburtstag ihrer Mutter Therese Steffens zu feiern. Foto: Astrid E. Hoffmann
Die vier Kinder (von links) Hille, Gisela, Günter und Hermann kamen mit ihren Familien, um den 100. Geburtstag ihrer Mutter Therese Steffens zu feiern. Foto: Astrid E. Hoffmann

Zur Melodie von „17 Jahr, blondes Haar“ sangen die Kinder und Kindeskinder: „100 Jahr, Theresia, so sitzt sie vor uns. Graues Haar, im Kopf ganz klar, ist das nicht wunderbar?“ Mit leuchtenden Augen und verschmitztem Lächeln lauschte Therese Steffens auch den Worten ihrer Tochter Gisela: „Sie hat im Herzen Humor, für jeden ein Ohr, kann jeden Tag lachen, viel Nettes sagen, sich nicht beklagen, gern mal kabbeln und ... der Chef bleibt sie.“

Täglich das WESTFALEN-BLATT

Vier Kinder, vier Enkel und fünf Ur-Enkelkinder zählt die Familie, und das sechste Ur-Enkelkind ist unterwegs. Für den Haushalt hat die Hundertjährige eine Hilfe, ansonsten ist es wichtig, dass sie morgens ihr Westfalen-Blatt in Ruhe lesen kann.

Zahlreiche Glückwünsche, von der Stadt Warburg, dem Pastoralverbund Warburg, dem Erzbischof Hans-Josef Becker, der Stadt Werl, dem Ortsteil Bettinghausen, aber auch dem Doppelkopfverband nahm Therese, wie sie alle nennen, mit Freude entgegen. Bis vor etwa einem Jahr hat sie noch Doppelkopf gespielt und würde es immer noch tun, aber inzwischen fehlen ihr die Mitspieler. Dafür strickt sie mit Leidenschaft Strümpfe, so dass die Familie gut versorgt ist, was bei der Feier zum 95. Geburtstag mit dem Lied „Zeigt her eure Füße“ zum Ausdruck gebracht wurde. Auch daran erinnert sie sich gern.

1965 am Birkenweg gebaut

Sie wurde als Maria Theresia Brinkmann als zweitjüngstes von neun Kindern in Bettinghausen, heute ein Ortsteil von Bad Sassendorf, geboren. Ihr Vater Josef Brinkmann war Bahnwärter, hatte aber auch einen kleinen Bauernhof. „Nur die älteren Kinder konnten zur höheren Schule gehen“, erklärt das Geburtstagskind, das gern auch weiter zur Schule gegangen wäre. So musste sie schon früh auf dem Hof mit anpacken. Vor allem mit Blumenkohl verdienten die Brinkmanns ihr Geld.

Es war Krieg, als Therese Brinkmann Josef Steffens aus Werl kennenlernte. 1947 wurde geheiratet. Im Jahr darauf wurde Sohn Hermann geboren, 1949 kam Gisela zur Welt und 1951 Günter. Ehemann Josef Steffens (1919 – 1996) wurde als Finanzbeamter nach Warburg versetzt, dorthin zog er 1955, holte ein Jahr später die Familie nach. 1960 wurde in Warburg Tochter Hille geboren. 1965 baute sich die Familie das Haus am Birkenweg. „Mein Mann hat mit Leidenschaft im Männerchor gesungen“, berichtet die Jubilarin angesichts des eben erhaltenen Ständchens.

Nach dem fröhlichen Familientreffen am Morgen gab es für Therese Steffens eine Mittagspause, die Familie ging zum Essen auf die Alm, am Nachmittag kamen Nachbarn und Freunde zum Kaffee – und Therese Steffens bezauberte alle mit wundervollem Humor.

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