Astro-Fotograf Thorsten Fritz macht wunderschöne Aufnahmen des Kometen
Neowise verzaubert Nachthimmel

Warburg (WB). Ein seltenes Himmelsphänomen ist in diesen kurzen Hochsommernächten zu beobachten: Komet Neowise, mit vollem Namen C2020 F3 Neowise, kommt der Erde so nah, dass er sogar mit bloßem Auge zu sehen ist. Klar, dass das Thorsten Fritz auf den Plan ruft.

Montag, 20.07.2020, 03:00 Uhr aktualisiert: 20.07.2020, 05:01 Uhr
Thorsten Fritz hat den Kometen Neowise über Gut Calenberg abgelichtet. Foto: Thorsten Fritz
Thorsten Fritz hat den Kometen Neowise über Gut Calenberg abgelichtet. Foto: Thorsten Fritz

„Mit jeweils nur drei bis vier Stunden Schlaf waren die vier Nächte, in denen ich meine Aufnahmen machen konnte, durchaus anstrengend“, sagt der Warburger, der in den vergangenen Jahren für seine wunderschönen Sternenbilder vom Nachthimmel über der Warburger Börde bereits sehr viel Lob ernten konnte.

Dem Astro-Fotografen aus Warburg sind vor einigen Tagen eindrucksvolle Aufnahmen des Kometen am Himmel über Warburg gelungen. Der Komet Neowise, der seinen Namen dem NASA-Weltraumteleskop verdankt, das ihn im März dieses Jahres zuerst entdeckt hat, kommt der Erde nur alle 5000 bis 7000 Jahre so nah, dass er mit bloßem Auge zu sehen ist. Wobei „nah“ immer noch eine Entfernung von mehr als 100 Millionen Kilometern meint.

Kurzes Zeitfenster

Das Zeitfenster, in dem sich diese Bilder machen lassen, ist klein. Mitte Juni, als die Tage am längsten und die Nächte am kürzesten waren, war es nur etwa zwei Nachtstunden lang überhaupt dunkel genug, um Himmelskörper aufs Foto bannen zu können. Jetzt, Mitte Juli, sei bereits spürbar, dass die Nächte wieder länger werden.

Astro-Fotograf Thorsten Fritz ist in der Nacht im Einsatz.

Astro-Fotograf Thorsten Fritz ist in der Nacht im Einsatz. Foto: Thorsten Fritz

„Noch etwa zwei Wochen lang wird der Komet am Nachthimmel zu sehen sein, wobei er immer höher steigt und am 23. Juli den erdnächsten Punkt erreicht“, erklärt Thorsten Fritz. Der Beobachtungszeitraum erstrecke sich hierbei von Einbruch der Dunkelheit bis hin zum Morgengrauen. „Jedoch sollte man nicht steil in den Himmel, sondern eher etwas oberhalb des Horizontes schauen, weiß der Fotograf zu berichten.

„Die Schwierigkeit bei diesen Aufnahmen besteht darin, dass sowohl Vordergrund als auch Komet genügend hell sein müssen“, erklärt Fritz. Dazu macht er gleich mehrere Aufnahmen mit unterschiedlichen Einstellungen und legt diese Fotos dann in der Nachbearbeitung am PC übereinander, um Details sichtbar zu machen.

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