Häuser, Keller und Garagen laufen in Warburger Land voll
Gewitter wütet eine Stunde

Warburg (WB).

Sonntag, 16.08.2020, 13:55 Uhr aktualisiert: 16.08.2020, 15:14 Uhr
An der Briloner Straße in Scherfede sind Äste auf mehrere geparkte Autos gefallen. Foto: Feuerwehr Warburg
An der Briloner Straße in Scherfede sind Äste auf mehrere geparkte Autos gefallen. Foto: Feuerwehr Warburg

Eine Gewitterfront, die am späten Freitagabend über das südliche Warburger Stadtgebiet hinweggezogen ist, hat die Feuerwehr ordentlich gefordert und erheblichen Schaden angerichtet. 13 Einsätze meldet die Wehr am Samstagmittag in einer vorläufigen Bilanz.

In Borgentreich und Willebadessen gab es kaum Regen. Schäden wurden von dort auch nicht gemeldet, dafür berichteten viele über ein erstaunliches Wetterleuchten über Warburg, das weithin zu sehen war.

Im Feuerwehrhaus am Warburger Florianweg hatten die Einsatzkräfte ganz andere Sorgen. Dort wurde eine örtliche Leitungsstelle eingerichtet, in der Warburgs Feuerwehrchef Jürgen Rabbe vor allem in den besonders schlimmen Minuten zwischen 22.25 und 23.15 Uhr das Geschehen koordinierte. Im Einsatz waren die Einheiten Daseburg, Germete, Menne, Nörde, Ossendorf, Warburg und der Löschzug West mit insgesamt 72 Einsatzkräften. Sie hatten es vor allem mit vollgelaufenen Kellern und Garagen sowie mit durch den Wasserdruck aufgespülten Kanaldeckeln zu tun.

Unwetter über dem Warburger Land

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  • Foto: Feuerwehr Warburg
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Um 22.25 Uhr musste der Löschzug West in Scherfede als erster ausrücken. Am Kassler Tor gab es einen Wassereinbruch in einem Gebäude. In der Folgezeit gingen fast im Minutentakt die Alarmierungen ein. In Germete (Quellenstraße) und Rimbeck (Ortsmitte) brachten die Einsatzkräfte hochgedrückte Kanaldeckel wieder in Position. An der Nörder Straße und an der Oststraße in Ossendorf pumpte die Wehr Wasser aus voll gelaufenen Kellern und Häusern. Auch in Gebäuden an der Klocken- und Haydnstraße sowie an der Landfurt in Warburg und an Friedrich-Böhlen-Straße in Scherfede hatten die Bewohner Probleme mit Hochwasser im Haus. An der Rimbecker Straße in Ossendorf war das Wasser in eine Tiefgarage gelaufen.

Um 22.44 Uhr, 20 Minuten nach dem ersten Einsatz, hatte es die Löschzug West in Scherfede an der Briloner Straße mit einem der letzten Einsätze zu tun. Äste waren auf mehrere geparkte Autos gefallen.

Das Unwetter, das in wenigen Minuten mehr als 35 Liter pro Quadratmeter gebracht hatte, war offenbar über den Paderborner Südkreis und das südliche Warburger Land weiter noch Nordhessen gezogen. Auch von dort sowie aus dem Altenautal bei Lichtenau werden Überschwemmungen gemeldet. Schwere Hagelschäden wie am ersten Augustwochenende blieben diesmal aber aus.

 

 

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