Grund für das Riesen-Interesse im Altkreis Warburg ist die Corona-Pandemie
Absoluter Rekord bei der Briefwahl

Warburg/Willebadessen/Borgentreich (WB/ben/sis/dal). Die Briefwahl hat im Warburger Land alle Rekorde gebrochen. Es gab im Altkreis mehr Briefwähler als 2014 insgesamt. 4213 Briefwahlanträge lagen der Stadt Warburg vor. Das sind 21,93 Prozent aller 19.198 Wahlberechtigten in der Hansestadt – ein absoluter Rekord.

Montag, 14.09.2020, 22:15 Uhr aktualisiert: 15.09.2020, 06:30 Uhr
Jörn Becker von der Warburger Stadtverwaltung hat die Kiste mit den Briefwahlstimmen ins Auto gepackt. Von der Stadtverwaltung aus hat er die Stimmen zum Arnoldihaus gebracht. Foto: Jürgen Vahle
Jörn Becker von der Warburger Stadtverwaltung hat die Kiste mit den Briefwahlstimmen ins Auto gepackt. Von der Stadtverwaltung aus hat er die Stimmen zum Arnoldihaus gebracht. Foto: Jürgen Vahle

Nicht alle haben gewählt

Ein Grund für das Riesen-Interesse an der Briefwahl war die Corona-Pandemie. Bei der Kommunalwahl 2014 hatten sich lediglich 2490 Wahlberechtigte (12,95 Prozent) für die Briefwahl entschieden.

„Doch nicht alle Warburger, die eine Briefwahl beantragt haben, haben letztendlich auch gewählt“, stellt 1. Beigeordneter Klaus Braun, Wahlleiter der Hansestadt, im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT klar. Er macht das am Beispiel der Bürgermeisterwahl deutlich.

Die Zahlen schwanken

Demnach haben sich daran 3894 Briefwähler beteiligt. Bei 11.036 von insgesamt 19.198 Wahlberechtigten, die sich schließlich an der Wahl des neuen Stadtoberhauptes beteiligten, sind das immerhin 35,28 Prozent. Bei 4213 vorliegenden Briefwahlanträgen gibt es jedoch auch 319 Wähler, die ihre Briefwahl-Umschläge nicht in den Briefkasten geworfen oder im Briefwahllokal der Verwaltung direkt abgegeben haben.

Die Zahl der Briefwähler, die auch wirklich gewählt haben, schwanke bei allen vier Urnengängen, also Landrats-, Kreistags-, Bürgermeister- und Stadtratswahl, sagt Klaus Braun. „Denn auch als Briefwähler muss ich mich nicht an allen vier Wahlgängen beteiligen, kann ich beispielsweise nur den Stimmzettel für die Stadtratswahl im Umschlag zurückschicken“, erklärt Braun.

Ergebnisse anderer Städte

Im Stadtgebiet Borgentreich gaben 1274 Wähler ihre Stimme per Briefwahl ab, 17 Prozent der Wähler nutzten dieses Angebot. Bei der Kommunalwahl 2014 waren es lediglich 652 (8,52 Prozent). Somit hat sich die Anzahl der Briefwähler ungefähr verdoppelt.

Auch in Willebadessen hat sich die Anzahl der Briefwähler nahezu verdoppelt. Per Briefwahl haben nun 1308 Bürger abgestimmt (19,9 Prozent), Bei der Kommunalwahl im Jahr 2014 waren es noch 778 Willebadessener (11,7 Prozent).

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