Theaterstück „Willkommen bei den Hartmanns“ im PZ
Komödie mit Tiefgang

Warburg (WB). Die turbulente Komödie „Willkommen bei den Hartmanns“ ist am Dienstag, 22. September, im Pädagogischen Zentrum zu sehen. Beginn der Theateraufführung ist um 20 Uhr.

Donnerstag, 17.09.2020, 02:03 Uhr aktualisiert: 17.09.2020, 03:01 Uhr
Das Theaterstück „Willkommen bei den Hartmanns“wird am Dienstag, 22. September, im Pädagogischen Zentrum aufgeführt. Beginn ist um 20 Uhr. Foto: Bernd Böhner
Das Theaterstück „Willkommen bei den Hartmanns“wird am Dienstag, 22. September, im Pädagogischen Zentrum aufgeführt. Beginn ist um 20 Uhr. Foto: Bernd Böhner

Asylbewerber im Nobelviertel

Zum Inhalt des Stücks: Angelika Hartmann, pensionierte Lehrerin und enttäuschte Ehefrau, ist auf der Suche nach einer neuen Herausforderung und sinnvollen Beschäftigung fürs Alter. Warum also nicht soziales Engagement beweisen und einem bedürftigen Flüchtling übergangsweise ein Zuhause bieten?

Ehemann Richard, Oberarzt in der späten Midlife-Crisis, ist von dieser Idee nur mäßig begeistert, auch die beiden Kinder sind mehr als skeptisch, dass das Experiment funktionieren wird. Sohn Philipp, ein in Scheidung lebender Workaholic mit anstrengendem pubertierenden Sohn, hat selbst genug Probleme. Sophie, seine Schwester, hat weder im (Dauer-)Studium noch in der Liebe ein glückliches Händchen und wird vom Vater zunehmend unter Druck gesetzt.

Trotz all dieser Konflikte entscheidet sich die Familie jedoch für die Aufnahme des Flüchtlings, und so zieht in das schöne Haus der gut situierten Hartmanns in einem Münchner Nobelviertel der afrikanische Asylbewerber Diallo ein, der auf eine baldige Aufenthaltsgenehmigung hofft. Abgesehen von ein paar kleinen interkulturellen Missverständnissen – Diallo will Sophie, in seinen Augen schon fast eine ‚alte Jungfer’, mit Assistenzarzt Tarek verkuppeln, den er vom Fitness-Training kennt – könnte das Zusammenleben ganz harmonisch werden.

Alt-68er und verrückte Fremdenhasser

Wenn da nicht die zahlreichen innerfamiliären Spannungen und die Einmischung durchgeknallter Alt-68er sowie verrückter Fremdenhasser aus der Nachbarschaft wären, die Chaos, Missverständnisse und spektakuläre Begegnungen mit der Polizei nach sich ziehen. Kurzum: Die Refugee-Welcome-Villa der Hartmanns wird zu einem Narrenhaus.

Tickets gibt es nur im Vorverkauf im Info-Pavillon auf dem Neustadtmarktplatz oder – sofern vorhanden – an der Abendkasse. Zwischen den Stühlen wird in der anstehenden Spielzeit immer ein Platz freigelassen.

Die weiteren Stücke in der Reihe „Theater in Warburg“ sind am Dienstag, 1. Dezember, die Komödie „Schtonk“ und am Dienstag, 9. Februar, die Komödie „Kunst“. Mit einem Schauspiel mit Live-Musik endet das Programm: „Spatz und Engel“ am Dienstag, 9. März, thematisiert das Verhältnis zwischen Edith Piaf und Marlene Dietrich.

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