Gewerbegebiet Scherfede ist voll – Eine Erweiterung wird geprüft
Stadt grübelt über Flächenkauf

Warburg (WB). Das Gewerbegebiet in Warburg-Scherfede ist voll. 2019 wurden die letzten zwei städtischen Grundstücke verkauft. Nun überlegt die Stadt, an der Werkstraße Flächen dazu zu kaufen.

Donnerstag, 17.09.2020, 04:06 Uhr aktualisiert: 17.09.2020, 04:30 Uhr
Auf einer Gesamtfläche von etwa 210.000 Quadratmetern haben sich im Gewerbegebiet in Scherfede zahlreiche Firmen verschiedenster Branchen niedergelassen. Die Spanne ist dabei groß: Mittelständische Betriebe ­liegen neben Weltkonzernen. Foto: Stadt Warburg
Auf einer Gesamtfläche von etwa 210.000 Quadratmetern haben sich im Gewerbegebiet in Scherfede zahlreiche Firmen verschiedenster Branchen niedergelassen. Die Spanne ist dabei groß: Mittelständische Betriebe ­liegen neben Weltkonzernen. Foto: Stadt Warburg

Auch private Flächen im Blick

Das erklärt Warburgs Wirtschaftsförderer Sören Spönlein auf Nachfrage. „Das wird zurzeit aber noch geprüft“, betont er. Fest stehe also noch nichts. Fest steht aber: Das Gewerbegebiet ist beliebt. Selbst Leerstände, etwa das Gelände des DMK-Milchwerkes, bleiben nicht lange auf dem Markt.

Im konkreten Fall gab es sogar mehrere Interessenten, am Ende kaufte die Rimbecker Firma Har­tinger. „Uns war wichtig, dass wir das Areal schnell wieder in der Nutzung haben“, erklärt Spönlein. „Zudem sind wir froh, für das Gelände ein heimisches Unternehmen gefunden zu haben.“

Auf einer Gesamtfläche von etwa 210.000 Quadratmetern haben sich im Gewerbegebiet zahlreiche Firmen verschiedenster Branchen niedergelassen. Die Spanne ist groß: Mittelständische Betriebe liegen dort neben Weltkonzernen. Etwas haben alle gemeinsam: Den Hunger nach Erweiterungsflächen. Seit 2015 hat die Stadt vor Ort etwa 21.600 Quadratmeter Fläche verkauft. Die letzten städtischen Flächen seien im vergangenen Jahr an den Malerbetrieb Hoppe und die GfV Transport & Logistik GmbH gegangen. Daher hat die Stadt nun auch Flächen im Blick, die in Privatbesitz sind.

Verkehrsgünstige Lage

Zum einen, um diese womöglich selbst zu kaufen und anschließend wieder zu vermarkten. Zum anderen, um zwischen Gewerbe und Privatbesitzer zu vermitteln – und so vielleicht die nächste Firma anzusiedeln. „Potenzial haben wir im Gewerbegebiet in Scherfede noch“, sagt Sören Spönlein.

Denn das Areal punktet etwa mit seiner verkehrsgünstigen Lage. Bis zum Bahnhof in Scherfede sind es mit dem Auto keine fünf Minuten. Auch die Autobahn ist über die B7 oder die B252 binnen zehn Minuten erreichbar. Bis zu den benachbarten Flughäfen Paderborn-Lippstadt und Kassel-Calden sind es jeweils etwa 35 Minuten Autofahrt.

Der ehemalige Combi-Markt in Scherfede steht seit Ende Oktober 2017 leer. Interessenten für den ehemaligen Supermarkt scheint es aber zu geben.

Der ehemalige Combi-Markt in Scherfede steht seit Ende Oktober 2017 leer. Interessenten für den ehemaligen Supermarkt scheint es aber zu geben. Foto: Daniel Lüns

Sören Spönlein hofft, dass auf absehbare Zeit ein weiterer Leerstand verschwindet, der an das Gewerbegebiet grenzt: Der ehemalige Combi-Markt. „Hierzu haben wir mehrere Anfragen bekommen. Wir sind guter Dinge, dass sich dort etwas tut.“ Das Gelände gehöre der Stadt nicht selbst, die Verwaltung sei in dieser Sache vermittelnd tätig.

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