Digitalisierung: Warburg will mit Norderney und anderen gemeinsame Sache machen
Gemeinsam günstig einkaufen

Warburg (WB). Die Corona-Pandemie hat vor allem eines beschleunigt: die Digitalisierung des Lebens. Gute Leitungen, schnelle Computer und die richtigen Programme werden benötigt. Doch das kostet viel Geld.

Donnerstag, 01.10.2020, 03:00 Uhr
Symbolbild Foto: dpa
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Die Stadt Warburg will sich jetzt einer Genossenschaft anschließen, der schon viele Städte und Kreise angehören. Ziel ist es, Ausschreibungen für IT-Ausstattungen und IT-Dienstleistungen schneller und rechtssicher auf den Weg bringen und die Arbeitskraft in der Verwaltung wieder besser einsetzen zu können. Letztlich sollen auch bessere Preise beim Kauf von Hard- und Software erzielt werden.

In seiner nächsten Sitzung am Dienstag um 17 Uhr im PZ soll der Rat daher beschließen, dass die Hansestadt Teil dieser „ITEBO Einkaufs- und Dienstleistungsgenossenschaft“ wird. Dieser Gruppe gehören beispielsweise auch die Städte Norderney und Leer, aber auch das heimische Marienmünster und der Kreis Höxter selbst an. Vornehmlich norddeutsche Akteure sind an der Genossenschaft schon beteiligt.

Alle diese Städte und Kreise haben ähnliche Probleme: Will man Ausschreibungen für den Kauf von Hard- und Software auf den Weg bringen, muss man aufpassen wie ein Luchs. Allein um alle Fördergelder zeitnah abzurufen, muss man beim Formulieren der Anträge extrem exakt sein. Außerdem muss natürlich der Kauf der richtigen Ausstattung in Auftrag gegeben werden, was bei Computerkomponenten gar nicht so einfach ist. Auch das Vergleichen von Preisen in diesem sehr speziellen Segment ist nicht ohne. Die Warburger Verwaltung verfügt aber nicht über ausreichend Mitarbeiter, die sowohl IT-Experten als auch Verwaltungsfachleute sind – wie übrigens die meisten kleineren Kommunen. Das habe bereits in der Vergangenheit zu vielen rechtlichen Unsicherheiten geführt, berichtet der 1. Beigeordnete Klaus Braun.

Auf Ausschreibung und Anschaffungen im IT-Bereich spezialisiert

Die Lösung soll nun der Beitritt zu der Dienstleistungsgenossenschaft mit Sitz in Osnabrück sein, die sich auf die Ausschreibung und Anschaffungen im IT-Bereich spezialisiert hat. Einmalig 1000 Euro kostet Warburg der Beitritt bei ITEBO, in den Folgejahren werden dann 160 Euro jährlich fällig. Das Geld könnte schnell wieder eingespielt sein, wenn man bei den zu erwartenden Ausgaben für die Digitalisierung auch nur geringfügig bessere Konditionen erzielen kann, glaubt die Stadtverwaltung.

Dass bereits in der Vergangenheit viel Geld investiert wurde und auch in Zukunft werden muss, hat Schulamtsleiter Olaf Krane zuletzt bereits auf Anfrage der FDP zusammengefasst. Demnach sind seit 2018 in Warburg allein 487 iPads für die städtischen Schulen angeschafft worden. Im Medienentwicklungsplan sind weitere Investitionen dieser Größenordnung vorgesehen. „Digitalisierung ist ja eine unendliche Geschichte. Nach vier Jahren sind die Geräte überholt. Dann geht es von vorne los“, berichtet Olaf Krane. Ziel sei es ja auch, dass irgendwann alle Schüler mit iPads ausgestattet werden könnten.

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