Warburger Rat bringt Bauleitplanung für dauerhaften Betrieb auf den Weg
Biergarten hat eine Zukunft

Warburg (WB). Der Warburger Rat hat am Dienstagabend mit den Stimmen der CDU-Mehrheitsfraktion eine Bauleitplanung auf den Weg gebracht, um die baurechtlichen Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass der Biergarten auf dem Gelände der Brauerei Kohlschein dauerhaft betrieben werden kann. Wie berichtet, könnte die Außengastronomie sogar noch etwas größer aufgezogen werden.

Donnerstag, 08.10.2020, 03:00 Uhr aktualisiert: 08.10.2020, 09:00 Uhr
Das Stadt- und Jugendorchester Warburg spielt im Biergarten auf dem Brauerei-Gelände. Die Außengastronomie soll in Zukunft dauerhaft betrieben werden. Foto: Daniel Lüns
Das Stadt- und Jugendorchester Warburg spielt im Biergarten auf dem Brauerei-Gelände. Die Außengastronomie soll in Zukunft dauerhaft betrieben werden. Foto: Daniel Lüns

20 Ratsmitglieder dafür, 14 dagegen

20 Ratsmitglieder sprachen sich dafür, 14 dagegen aus, den Flächennutzungsplan entsprechend zu ändern. Im Parallelverfahren soll zudem der Bebauungsplan „Brauerei“ aufgestellt werden.

Aufgrund der Corona-Pandemie war seitens der Verwaltung auf eine Vorberatung im Planungsausschuss verzichtet worden. Das kritisierte Doris Hauck von den Bündnisgrünen. Sie sprach sich dagegen aus, die Sache „durchzuwinken“, ohne detaillierte Pläne zu kennen. Sie begrüße zwar den Biergarten und wolle der Familie Kohlschein „keine Steine in den Weg legen“, doch es seien noch Fragen offen. Etwa zur Verkehrs- und Parkplatzsituation an der Brauerei.

Bündnisgrüne sehen „noch Fragen offen“

Das Thema müsse nach der konstituierenden Sitzung des neuen Rates daher zunächst im Planungsausschuss behandelt werden, so Hauck. Die SPD pflichtete den Grünen bei.

Bürger Union und FDP sprachen sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt gegen eine Dauerlösung und für eine befristete Genehmigung aus.

Bürgermeister Michael Stickeln gab zu bedenken, dass eine Bauleitplanung bis zum Start der nächsten Biergartensaison so nicht möglich sei.

CDU-Fraktionschef Willi Vonde forderte die Kritiker auf, in Corona-Zeiten „wirtschaftliches Denken an den Tag zu legen“. Es passiere ja noch nichts. Über den Bebauungsplan und detaillierte Pläne würden die städtischen Gremien ja erst später beraten.

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