Aufsichtsratsvorsitzender Grimm spricht von Schwächen
„Fehler sind bei Beste gemacht worden“

Beverungen  (WB). Aufsichtsratsvorsitzender Hubertus Grimm stellte während der Pressekonferenz zum Verkauf der Beste-Stadtwerke an die EAM-Gruppe bei aller Freude auch fest: „In den vergangenen Jahren sind bei Beste auch Fehler gemacht worden.“

Samstag, 10.10.2020, 03:00 Uhr aktualisiert: 11.10.2020, 15:54 Uhr
Rechtsanwalt Kai Neumann (von links), Carsten Torke, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung, sowie Beste-Aufsichtsratsvorsitzender Hubertus Grimm. Foto: Jürgen Drüke
Rechtsanwalt Kai Neumann (von links), Carsten Torke, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung, sowie Beste-Aufsichtsratsvorsitzender Hubertus Grimm. Foto: Jürgen Drüke

Wirtschaftliche Schwächen

Bei aller Erleichterung und Freude darüber, dass die Beste-Stadwerke in die Kasseler Unternehmensgruppe integriert werden, stellte Beverungens Bürgermeister und Beste-Aufsichtsratsvorsitzender Hubertus Grimm angesichts der „schweren Jahre“ und insbesondere eines Minus von 2,95 Millionen 2018 fest: „Es sind Fehler gemacht worden. Grimm sprach die einstige Mehr-Personen-Geschäftsführung, wirtschaftliche Schwächen und Schwächen der Geschäftsleitung an. Transparenz habe zudem gefehlt. Auf der anderen Seite seien Kunden kontinuierlich hinzugewonnen worden. 55.000 Kunden seien es inzwischen. Diese würden beim Verkauf, der spätestens bis Ende März 2021 vollzogen werden soll, ein großes Pfund sein.

Solide

„Durch die Integration in die EAM wird die Zukunft der Beste auf eine solide und nachhaltige Basis gestellt. Der kommunale Charakter der Beste wird bewahrt. Der Name und die Marke bleiben erhalten. Künftig können die Kunden von Angeboten profitieren, welche die Beste und die EAM gemeinsam entwickeln werden. Deshalb glauben wir nicht, dass uns Kunden verlassen werden“, zeigte sich EAM-Geschäftsführer Hans-Hinrich Schriever während der Pressekonferenz in der Beverunger Stadthalle zuversichtlich.

Die Jahresbilanzen der Beste-Stadtwerke für die Jahre 2018 und 2019 fehlten bisher. „Nun liegen diese ebenfalls vor. Wir haben sie an den Bundesanzeiger weitergeleitet“, berichtete Grimm. Die Zahlen würden vom Bundesanzeiger veröffentlicht und könnten im Internet unter www.bundesanzeiger.de eingesehen werden.

2019 im Plus

„2018 gab es ein Minus von 2,95 Millionen Euro. 2018 haben wir uns von der Netzstruktur, die ein Minusgeschäft bedeutete, getrennt. Gleichzeitig haben wir uns auf den Vertrieb konzentriert und die Reorganisierung fortgesetzt“, blickte Hubertus Grimm zurück. Die Endabwicklung im Bereich der Netzwerke habe vor zwei Jahren deutlich ins Kontor geschlagen. Trotz Restrukturierungskosten sei man 2019, im ersten Jahr des reinen Vertriebs, deutlich in die Gewinnzone vorgedrungen. „2019 konnte mit einem Plus von 450.000 Euro abgeschlossen werden“, so der Aufsichtsratsvorsitzende. Grimm dankte insbesondere den Beste-Mitarbeitern, die am Donnerstagnachmittag auf einer Betriebsversammlung über den Verkauf informiert worden sind.

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