Großeinsatz: In der Bernhardistraße brennt ein Wohnhaus – Häuser evakuiert
Feuer in der Warburger Altstadt

Warburg (WB). Großeinsatz der Feuerwehr in der Warburger Altstadt: In der Bernhardistraße brannte am Donnerstagmorgen ein Fachwerkhaus. Durch eine dichte Rauchsäule war das Feuer schon von Weitem zu sehen. Der Brand war um 9.14 Uhr ausgebrochen. Verletzt wurde niemand.

Donnerstag, 15.10.2020, 10:36 Uhr aktualisiert: 16.10.2020, 10:50 Uhr
Dichter Qualm hüllte am Donnerstagmorgen die Hansestadt ein. Das Feuer in der Altstadt war durch die Rauchsäule schon von Weitem zu sehen. Foto: Tanja Sauerland
Dichter Qualm hüllte am Donnerstagmorgen die Hansestadt ein. Das Feuer in der Altstadt war durch die Rauchsäule schon von Weitem zu sehen. Foto: Tanja Sauerland

Fachwerkhaus brennt in Warburg

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Mit dem Stichwort „Kellerbrand, Menschenleben in Gefahr“ war die Wehr alarmiert worden. Ein Großaufgebot rückte daraufhin zur Bernhardistraße aus. Dort angekommen stellte sich jedoch heraus, dass es tatsächlich im Erdgeschoss des Hauses brannte – und dass mittlerweile auch das erste Obergeschoss in Flammen stand.

Umliegende Häuser evakuiert

Nach ersten Informationen vor Ort hatten die zehn Bewohner das alte Fachwerkhaus rechtzeitig verlassen können. Im Gebäude konnte die Feuerwehr auch keine Menschen mehr finden. Die Bewohner der umliegenden Häuser wurden evakuiert und durch das DRK in der angrenzenden ehemaligen Eisenhoitschule betreut.

Unter Atemschutz drangen die Feuerwehrleute vor. Das Fachwerkhaus wurde gelöscht und anschließend kontrolliert, um mögliche Glutnester aufzuspüren. Dafür wurden auch Möbel und Einrichtungsgegenstände ausgeräumt. Die dichte Bebauung der Bernhardistraße machte die Arbeiten für die Helfer nicht einfacher.

Brandwache bleibt vor Ort

Gegen 12 Uhr rückte ein Großteil der Feuerwehrleute wieder ab. Die Bernhardistraße und die Straße Am Markt zwischen den Einmündungen Bangertwete und Lange Straße/Klockenstraße waren bis dato voll gesperrt worden, es kam zu Verkehrsbehinderungen. Reiner Vössing, Einsatzleiter und stellvertretender Leiter der Feuerwehr Warburg, ordnete eine Brandsicherungswache an. Bis 16 Uhr sollten die Kameraden das Gebäude im Blick behalten – für den Fall, dass es noch einmal brennt.

Denn alte Fachwerkhäuser sind gar nicht so einfach zu löschen, erklärte Markus Müller, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Warburg, der ebenfalls vor Ort war. Denn diese Gebäude bestünden eben aus sehr viel Holz und damit aus brennbarem Material. Je nach Bauart und Ausführung seien in manchen Fachwerkhäusern auch Wand- und Deckenverkleidungen zu finden - auch dort könnten sich Glutnester verbergen.

Fachwerkhaus ist unbewohnbar

Die Feuerwehr war mit 55 Einsatzkräften vor Ort. Die Helfer rückten aus Warburg, Wormeln, Calenberg und Ossendorf an. Auch die Führungsgruppe der Wehr war vor Ort, ebenso Fachberater des DRK und des THW. Auch die Polizei und der Rettungsdienst waren im Einsatz. Eine 51-jährige Anwohnerin wurde wegen des Verdachtes einer Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht. Der Verdacht bestätigte sich nicht.

Während die Anwohner der umliegenden Gebäude nach und nach wieder in ihre Häuser zurückkehren konnten, ist das alte Fachwerkhaus zurzeit nicht bewohnbar. Das Ordnungsamt kümmert sich nun um die Unterbringung der Menschen, erklärte Reiner Vössing.

Brandursache war wohl Defekt

Nach dem Brand des Fachwerkhauses hatten Brandermittler der Kriminalpolizei aus Höxter das Gebäude betreten. Dabei kamen sie „zu dem Ergebnis, dass der Brand in einem Kellerraum ausgebrochen ist“, teilt die Kreispolizeibehörde Höxter mit.

Demnach könnte ein technischer Defekt für das Feuer verantwortlich gewesen sein. Hinweise auf eine vorsätzliche Brandlegung konnten die Brandermittler nicht feststellen. Der Gesamtschaden wird auf etwa 80.000 Euro geschätzt.

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