Auf dem Hof in Germete wird kräftig in neues Stallgebäude investiert
Familie Leifert setzt auf Pferde

Warburg (WB/vah). Der Hof Leifert in Warburg-Germete setzt auch in Zukunft auf den Pferdesport als starkes Standbein. Herbert (58) und Lars Leifert (26) haben in den vergangenen Monaten kräftig investiert, um Reitsportlern auf ihrem Hof noch bessere Bedingungen zu bieten. Eine deutlich sechsstellige Summe wurden in den Bau eines modernen Pferdestalls auf dem Gelände in der Nähe des Kurparks investiert.

Dienstag, 20.10.2020, 04:03 Uhr aktualisiert: 20.10.2020, 04:10 Uhr
Fast zwei Jahre hat es gedauert, bis alle Genehmigungen für den Bau des neuen Pferdestallgebäudes auf dem Hof Leifert in Germete da waren. Der Betrieb baut damit weiter auf das ohnehin schon starke Standbein Pferdesport. Foto: Jürgen Vahle
Fast zwei Jahre hat es gedauert, bis alle Genehmigungen für den Bau des neuen Pferdestallgebäudes auf dem Hof Leifert in Germete da waren. Der Betrieb baut damit weiter auf das ohnehin schon starke Standbein Pferdesport. Foto: Jürgen Vahle

45 Pferdeboxen stehen bereit

Zwölf neue Pferdeboxen sind in dem zwölf mal 25 Meter großen Gebäude entstanden. Die Pferde sind dort in zwölf Quadratmeter großen Boxen untergebracht, die zudem noch einen so genannten Paddock besitzen, eine Art Terrasse für Pferde. Insgesamt verfügt der Betrieb nun über 45 Pferdeboxen, in denen die Tiere bei Vollverpflegung untergestellt werden können. Ein Großteil auch der neuen Boxen ist übrigens schon vermietet.

Der neue Stall ist ein eigenständiges Gebäude und liegt zwischen einem 30 mal 50 Meter großen Außenreitplatz, der 42 mal 21 Meter großen Reithalle und den zum Hof gehörenden Wiesen. Spezielle Lichtkuppeln sorgen dafür, dass das Gebäude am Tag gut beleuchtet ist. Abends sorgt energiesparendes LED-Licht für Helligkeit. Der neue Stall verfügt über eine eigene Sattelkammer sowie einen gefliesten Waschplatz.

60 Prozent seines Umsatzes

Mit der Investition will der landwirtschaftliche Betrieb noch stärker als bislang auf den Pferdesport setzen. Es gebe eine große Nachfrage der Einstaller nach höherwertigen Unterstellmöglichkeiten für ihre Tiere, berichtet Herbert Leifert. Auch aus diesem Grund habe die Familie weiter investieren müssen, erklärt der langjährige Vorsitzende des Germeter Reitervereins und gefragter Parcourschef, der seit der Kommunalwahl auch die CDU im Höxteraner Kreistag vertritt. Einige Boxen in älteren Stallgebäuden seien im Gegenzug zurückgebaut und wieder für die Landwirtschaft nutzbar gemacht worden.

60 Prozent seines Umsatzes erwirtschaftet der Germeter Betrieb mit Einnahmen aus dem Pferdesport. Dazu gehört neben dem Unterstellen der Tiere auch die Ausbildung. Nahezu täglich laufen in der Reithalle und auf dem Außenplatz Lehrstunden für Dressur und Springen. Daneben setzt die Familie Leifert stark auf die Grundlagenausbildung für Kinder und Reitneulinge.

Futtermittel aus eigenem Anbau

Auch die Produktion in der Landwirtschaft ist auf die Vierbeiner ausgerichtet. Sämtliches Stroh und Heu für die Pferde holen Herbert und Lars Leifert von eigenen und gepachteten Flächen. Selbst den Hafer für die Pferde baut die Familie in weiten Teilen selber an. „Die Futtermittel aus eigenem Anbau sind nicht nur qualitativ gut, sondern schonen auch ganz im Sinne der Nachhaltigkeit die Umwelt“, ist Herbert Leifert überzeugt.

Allein 900 Quaderballen Stroh (jedes enthält etwa 1,7 Kubikmeter Masse) werden pro Jahr unter die Hufe der Pferde gestreut. Und auch für den Pferdemist gibt es eine nachhaltige Verwendung. Der wandert in eine Biogasanlage nach Rimbeck.

Andrea und Herbert Leifert (Mitte) freut sich gemeinsam mit ihren Kindern Lars und Helena darüber, dass mit Zuchtstute Limona das erste Pferd in den neuen Stall einziehen konnte.

Andrea und Herbert Leifert (Mitte) freut sich gemeinsam mit ihren Kindern Lars und Helena darüber, dass mit Zuchtstute Limona das erste Pferd in den neuen Stall einziehen konnte.

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