Schmetterlingssteig bietet grandiose Ausblicke auf das Warburger Land
Über Quast und Gaulskopf

Warburg (WB). An welcher Stelle hat man den besten Blick über das Warburger Land? Die Mehrzahl der Leser würde jetzt sicher den Gipfel des Desenbergs nennen. Stimmt auch. Aber noch besser ist die Sicht vom Quast bei Diemelstadt. Der Berg ist nicht nur ein wenig beachtetes Ausflugsziel der Region, sondern auch ein Punkt auf dem neuen Wanderweg „Schmetterlingssteig“ – und daher ein Tipp für unsere Serie „Im Herbst durch die Heimat“.

Donnerstag, 22.10.2020, 05:06 Uhr aktualisiert: 22.10.2020, 05:10 Uhr
Auf dem Schmetterlingssteig gibt es viele schöne Touren. Eine führt auch über Quast und Gaulskopf – und beschert den Wanderern schöne Ausblicke. Foto: Jürgen Vahle
Auf dem Schmetterlingssteig gibt es viele schöne Touren. Eine führt auch über Quast und Gaulskopf – und beschert den Wanderern schöne Ausblicke. Foto: Jürgen Vahle

152 Kilometer, neun Tagesetappen

In neun Tagesetappen ist der 152 Kilometer lange Schmetterlingssteig, der von Bad Karlshafen nach Diemelstadt führt, aufgeteilt. Separat sind noch einige Rundwanderwege ausgewiesen. Wer den Quast bei einer Tageswanderung jedoch mit einbeziehen möchte, der muss die Tour „Germete – Warburg“ wählen und startet dazu im Luftkurort Germete, wo er am Ende der Tour auch wieder ankommen sollte.

Wer mit dem Auto kommt, stellt es am besten auf dem Germeter Dorfplatz ab. Etwas Kondition ist nun gefordert, will man die gesamte Tagesetappe laufen. Sie ist nämlich 19,6 Kilometer lang, 485 Höhenmeter geht sie hinauf und 451 wieder herunter. Aber keine Angst: Man kann abkürzen – und sollte dies auch, will man am Ende wieder bei seinem Auto landen. Verpflegung sollte allerdings mitgenommen werden. Unterwegs gibt es keine Gastronomie, dafür aber unendlich viel Natur.

Tour dauert fast sechs Stunden

Vom Germeter Dorfplatz aus startet die Wanderung, die zunächst über die Untere und Obere Bergstraße über den Westerberg von Germete nach Wethen führt. Wer sich vorher noch etwas Zeit nimmt, kann auch einen Abstecher in den Sinnesgarten der Germeter Serviam-Schwestern machen. Da die Tagesetappe aber allein fast sechs Stunden dauert, sollte man sich sputen.

Durch Wethen und später entlang von Obstbäumen führt der neu ausgewiesene Wanderweg Richtung Quast. Die Beschilderung ist eindeutig. Wer beim Wandern aufmerksam ist, wird sich nicht verlaufen.

Blick bis zu den Skipisten

Zunächst geht es durch einen Buchenwald bis hinauf zur offenen Fläche der Quastholle, einer Aussichtsplattform am ehemaligen Truppenübungsplatz. Schönes Wetter vorausgesetzt, ist der Blick einmalig – er reicht bis tief ins Sauerland im Westen, über das Eggegebirge im Norden und das nordhessische Bergland im Süden und sogar bis zum Brocken im Osten. Wer im Winter unterwegs ist, kann manchmal die beschneiten Skipisten in Willingen sehen, die sich vom oft grünen Rest der Landschaft deutlich abheben.

Die Strecke führt dann um den Quast in Richtung Ossendorf. Es geht durch den Asseler Wald vorbei am Gaulskopf – eine bewaldete Anhöhe. Dort passiert man auch alte Grenzsteine. An dieser Stelle muss man etwas aufmerksamer sein. Der Schmetterlingssteig verläuft auch auf Wegen, die nicht sofort als solche erkennbar sind. Aber etwas abenteuerlich sollte es ja auch sein.

Pause am Heinturm bei Ossendorf

Nach Gaulskopf und Grenzstein führt der Weg wieder bergab in Richtung Kreisstraße zwischen Wethen und Ossendorf. Wem die Strecke lang genug war, der biegt rechter Hand ein in Richtung Segelflugplatz und wandert geradeaus vorbei an der Reithalle von St. Georg Diemeltal in die Germeter Ortsmitte. Etwa zwölf Kilometer waren das dann.

Die reguläre Tagesetappe des Schmetterlingssteigs führt hingegen ein kleines Stück an der Straße entlang in Richtung Ossendorf. Dort wird derzeit gebaut. Wanderer sollten die Stelle aber wieder passieren können, denn schon wenige Meter hinter der Diemelbrücke geht es rechts ab auf einen kleinen Wiesenpfad hinauf über den Heinberg zum Heinturm. Dort sollte man auf jeden Fall eine Pause einlegen und den herrlichen Blick über das Diemeltal genießen, bevor es bergab in Richtung Warburg geht.

Navigationssysteme zeigen Strecke an

An der Rottheimer Straße müssen diejenigen, die in Germete geparkt haben, den vorgeschrieben Weg nach Warburg verlassen. Man nimmt den gut ausgebauten Geh- und Radweg über die Diemelbrücke vorbei an der Firma Germeta zurück in den Ort zum Dorfplatz und zu seinem Fahrzeug. Wer mit dem Bus nach Germete gefahren ist oder sich hat bringen lassen, der kann natürlich auch die Tagesetappe bis zu Ende laufen – und landet am Ende am Info-Pavillon der Stadtwerke auf dem Warburger Neustadtmarkt.

Alle Informationen zum Schmetterlingssteig sind auch im Internet zusammengestellt worden. Navigationssysteme für Wanderer zeigen die Strecke ebenfalls über das Handy zuverlässig an. Weitere Informationen gibt es auch im Internet unter https://diemeltaler-schmetterlingssteig.de .

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