Serie „Im Herbst durch die Heimat“: Aktiv sein auf drei Strecken, auch ohne Stöcke
Unterwegs im Nordic-Walking-Park

Warburg (WB). Wandern ist in, Joggen sowieso. Und der ein oder andere hat auch noch Nordic-Walking-Stöcke in der Ecke liegen. Gerade der Herbst lädt mit seinem Farbenspiel und milden Temperaturen dazu ein, die Region zu Fuß zu erkunden – etwa im Warburger Nordic-Walking-Park. Darum geht es in diesem Teil unserer Serie „Im Herbst durch die Heimat“.

Freitag, 23.10.2020, 23:39 Uhr aktualisiert: 25.10.2020, 22:14 Uhr
Im Herbst machen die Touren dank des bunten Farbenspiels der Bäume und der milden Temperaturen noch mal richtig Spaß. Und wer genau hinschaut, der entdeckt links und rechts des Weges auch kleine Wunderwerke der Natur. Foto: Daniel Lüns
Im Herbst machen die Touren dank des bunten Farbenspiels der Bäume und der milden Temperaturen noch mal richtig Spaß. Und wer genau hinschaut, der entdeckt links und rechts des Weges auch kleine Wunderwerke der Natur. Foto: Daniel Lüns

15 Jahre hat der Park auf dem Buckel. Eingerichtet wurde er, wie der Name schon sagt, für Nordic Walker. Die große Begeisterungswelle für diese Sportart ist zwar mittlerweile deutlich abgeflacht. Der Park und die Wege sind aber nach wie vor aktuell und ausgeschildert – und werden auch regelmäßig durch die Stadt Warburg gepflegt, wie Touristik-Chef Norbert Hoffmann erklärt.

Drei Touren

Drei Touren mit unterschiedlichen Längen, Höhenunterschieden und Schwierigkeitsgraden laden zum Erleben ein. Die Strecken beginnen am Parkplatz des Waldbades, Wachtelpfad 55, in Warburg. Dort steht eine Info-Tafel, auf der die Strecken gezeigt werden. Nette Ergänzung: Auf der Rückseite der Tafel bekommt man anhand vieler Beispielfotos Tipps zum richtigen Aufwärmen.

Der Untergrund der Strecken ist meistens asphaltiert, manchmal Waldboden, also gut zu bewältigen. Festes Schuhwerk sollte man dennoch tragen. Die grüne Tour führt über fünf Kilometer durchs Warburger Diemeltal. Die blaue Route ist zehn Kilometer lang und führt über Warburg, Germete und Wormeln. Tour drei, die rote Route, ist die längste. Sie misst 20 Kilometer und führt über Warburg, Ossendorf, Germete und Wormeln – also viel zu entdecken. Wir nehmen Tour drei. Wegproviant und Wasser sind eingepackt, los geht’s.

Zickzack-Kurs durch Germete

Erst einmal gehen wir mehrere Höhenmeter abwärts, bis wir an Wasser vorbei (dem Werkgraben) und durch gelb-grün-rot gefärbte Alleen gehen. Schilder weisen uns den Weg: Es geht nach rechts in Richtung Ossendorf. Ein stetiger Anstieg folgt, der erfordert schon eine gewissen Kondition. Dafür wird man am Heinturm mit einer tollen Aussicht belohnt. Die kann man auf den dort aufgebauten Ruheliegen auch gerne genießen, bevor es weitergeht.

Am Segelflugplatz vorbei geht es im Zickzack-Kurs über die Sankt-Georg-Straße nach Germete. Wer mag, der kann die Tour über die Rottheimer Straße und die Straße Am Brunnen deutlich abkürzen. Wer länger unterwegs sein möchte, der folgt den Schildern durch den Kurpark und biegt an der Grenze von NRW und Hessen zwei Mal links ab. Über den Eiserweg geht’s dann in der Nähe der Autobahn 44 entlang.

Zurück zum Waldbad

Kurz vor der Ostwestfalenstraße macht der Weg eine Linkskurve und fährt zurück nach Germete. Von der Dornhecke geht’s nach rechts in die Straße Zum Donnerberg – und gen Osten in Richtung Wormeln. An der L552 (Twistetalstraße) angekommen, geht es ein Stück an der Straße entlang. Vorsicht vor den Autos! Im Klosterdorf angekommen links abbiegen, an der Twiste entlang erreichen die Aktiven die Diemel.

Links gehen wir über die Diemelbrücke und werden mit dem Blick auf die Warburger Stadtkulisse belohnt. Wer mag, der macht auf den Ruhebänken auf der gegenüber liegenden Flussseite Rast, die man schon von der Brücke aus sieht. Dann geht’s links entlang der Diemel wieder zurück. Dabei geht man beim Warburger Ortsverband des Technischen Hilfswerks vorbei und erreicht wieder den Werkgraben.

Jetzt gilt es, für die letzte Etappe noch einmal Luft zu holen: Wir biegen nach rechts ab und gehen über die Anhöhe wieder zurück zum Parkplatz am Waldbad. Geschafft! Bis hierher hat man einigen Schweiß, Kraft und mehrere Stunden Zeit hinter sich gelassen. Aber man ist auch um einige schöne Aussichtspunkte reicher.

Zur Serie

Eigentlich ist es Aufgabe von Journalisten, ihre Leser, Zuhörer, Zuschauer oder Follower regelmäßig mit aktuellen Nachrichten, Hintergrundberichten, Kommentaren oder kuriosen Geschichten zu überraschen. Doch in den vergangenen Tagen haben viele von Ihnen, liebe Leser, unser WESTFALEN-BLATT-Redaktionsteam in Warburg überrascht – mit Lob, Kritik, aber vor allem mit wertvollen Tipps.

In der Corona-Krise entdecken viele Menschen ihre Heimat neu. Das war der Antrieb, eine kleine Serie „Im Herbst durch die Heimat“ ins Leben zu rufen. Das Warburger WESTFALEN-BLATT-Team wollte allen, die sich auf die Herbstferien gefreut haben, aber in der Pandemie nur wenig unternehmen konnten, „virenfreie“ Ausflugstipps vorstellen.

Wichtig war uns: Unsere Mitarbeiter sollten das Ausflugsziel selbst besuchen, sich vor Ort einen echten Eindruck vom jeweiligen Angebot machen – und das auch so schreiben. Also sind wir für Sie auf dem Schmetterlingssteig gewandert, haben die Sababurg besucht, sind zur Gartenschau nach Bad Lippspringe gefahren, sind durch das Hörmuseum in Blankenrode oder den Walderlebnispfad in Meerhof gelaufen und haben uns in der Egge auf die Suche nach der Alten Eisenbahn begeben. Selbst der Besuch des Hallenbades unter Coronabedingungen war ein Erlebnis.

Mit dem Ende der Ferien sollte die Serie an diesem Wochenende enden. Aber wir haben so viele Reaktionen erhalten, dass wir gerne weitermachen möchten. Die Heimat ist offenbar vielen viel wert. In loser Reihenfolge werden wir daher auch in den kommenden Wochen coronafreie Ausflugstipps vorstellen. Gerne nehmen wir weiter Vorschläge entgegen unter Telefon 05641/760413 oder E-Mail warburg@westfalen-blatt.de – und danken natürlich für das rege Interesse.Jürgen Vahle

 

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