Projektarbeit liefert Lebensmittel für die Warburger Tafel
Marianum bleibt „Humanitäre Schule“

Warburg -

Das Gymnasium Marianum ist erneut für ein Jahr als humanitäre Schule zertifiziert worden. Die Auszeichnung fußt auf einer Kampagne des Jugendrotkreuzes. Erstmals teilgenommen und zertifiziert worden war das Gymnasium 2018. Die Kampagne des Jugendrotkreuzes gibt es seit 2004.

Samstag, 21.11.2020, 02:36 Uhr aktualisiert: 21.11.2020, 02:40 Uhr
Scout Damian Michels (von links), Marianum-Schulleiter Frank Scholle, Scout Mara Backhaus und Lehrerin Christina Stickel haben die im Projekt gesammelten Lebensmittel an Diakonie-Leiter Dietmar Kraul für die Warburger Tafel
Scout Damian Michels (von links), Marianum-Schulleiter Frank Scholle, Scout Mara Backhaus und Lehrerin Christina Stickel haben die im Projekt gesammelten Lebensmittel an Diakonie-Leiter Dietmar Kraul für die Warburger Tafel Foto: Astrid E. Hoffmann

Mit der Rezertifizierung wird erneut dokumentiert, dass sich die Warburger Schüler für das Thema Menschlichkeit einsetzen. Soziales und humanitäres Engagement soll gefördert werden. „Das Ganze umfasst drei Bausteine: Scouts werden ausgebildet, ein Planspiel und ein humanitäres Projekt werden organisiert“, erklärt die betreuende Lehrerin Christina Stickel (Deutsch und Philosophie).

Damian Michels (17) und Mara Backhaus (16) aus der Q1 (Stufe 11) ließen sich im Januar an einem Wochenende in Münster zu Scouts ausbilden. Damit waren sie dafür zuständig, das Rollenspiel und das anschließende humanitäre Projekt vorzubereiten und zu organisieren.

Am Planspiel nahmen 20 Schüler teil. Dabei ging es zunächst darum, einen Konflikt im Südsudan in Gesprächen zwischen den Parteien zu lösen. „Den Menschen geht es sehr schlecht, aber es gibt Gruppen, die nur an Macht und Geld denken“, erklärt Mara Backhaus einen Aspekt, der dabei herausgearbeitet wurde.

„Ziel war es, dass alle in Frieden und Wohlstand leben können. Es kam aber anders“, schilderte Damian Michels die Entwicklung während des Rollenspiels. Die Teilnehmer hätten so gelernt, wie vielschichtig Konflikte in Afrika sind.

Am Projekt nahmen die Jahrgangsstufen 6 und 7 teil, also etwa 150 Schüler. Sie wurden auch darum geben, je ein haltbares Lebensmittel pro Kind zu spenden. „Dazu haben wir Boxen in den Klassen aufgestellt“, berichtete Christina Stickel.

Innerhalb einer Woche wurden vier große Boxen gefüllt, die jetzt an die Warburger Tafel gestiftet wurden. „Wir haben beim Gesundheitsamt angefragt, ob das in Corona-Zeiten in Ordnung ist – und haben das Okay bekommen“, berichtete Schulleiter Frank Scholle.

Die Scouts, ihr Schulleiter und ihre Philosophie-Lehrerin überbrachten die Lebensmittel nun dem Leiter der Diakonie, Dietmar Kraul. „Ich freue mich besonders, dass so junge Leute an unsere Tafel denken“, sagte Kraul. Die Helfer der Tafel seien derzeit noch vorsichtiger als sonst und belieferten derzeit 80 Personen im Warburger und 40 Personen im Rimbecker Einzugsgebiet. „Mehr geht aber auch nicht“, sagte Kraul.

Die Schulleitung freute sich über die Auszeichnung des Jugendrotkreuzes und über ein Schreiben des NRW-Landtagspräsidenten André Kuper (CDU). Der ehemalige Bürgermeister der Stadt Rietberg schrieb: „Ich möchte sie ermutigen, dass sie auch künftig auf ihren Lebenswegen und in ihrem Handeln stets den Kompass der Menschlichkeit in die Hand nehmen.“

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