Höxter: Fünf neue Mitglieder im Aufsichtsrat der Vereinigten Volksbank – Vertreterversammlung erstmals online
Vier Prozent Dividende

Kreis Höxter -

Die Vereinigte Volksbank zahlt ihren 36.700 Mitglieder eine Dividende von vier Prozent. Das hat die Vertreterversammlung während einer Online-Veranstaltung beschlossen. Insgesamt schüttet die Bank 533.000 Euro aus.

Montag, 23.11.2020, 23:00 Uhr
Vertreterversammlung: (hinten von links) Helmut Kokenbrink (Steinheim-Rolfzen), Jörg Middeke (Bad Driburg), Wilfried Riepe junior (Borgentreich),
Vertreterversammlung: (hinten von links) Helmut Kokenbrink (Steinheim-Rolfzen), Jörg Middeke (Bad Driburg), Wilfried Riepe junior (Borgentreich), Foto: Volksbank

Bei den Wahlen zum Aufsichtsrat erhielten Jörg Middeke und Wilfried Riepe den Auftrag für eine weitere Amtsperiode. Zusätzlich wurden mit Martina Brenneke (Gehrden), Margit Hachmann (Warburg), Helmut Kokenbrink (Rolfzen), Andreas Mönks (Kollerbeck) und Walter Rieks (Nieheim) fünf Mitglieder neu in das Gremium gewählt. Abschied nehmen hieß es dagegen für Karl-Heinz Trilling (Nörde), der auf eigenen Wunsch ausschied, sowie für Paul Welling (Erkeln) nach dem Erreichen der Altersgrenze. Auch bei den Wahlen zum Beirat wurde mehrheitliche Zustimmung erteilt.

Erstmalig in der Geschichte der Bank fand die Vertreterversammlung der Vereinigten Volksbank nicht wie gewohnt in der Stadthalle Brakel, sondern als Online-Veranstaltung statt. Vor dem Hintergrund der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus war der Weg für diese Option vom Gesetzgeber frei gemacht worden. Die 385 gewählten Vertreter des Kreditinstituts hatten innerhalb eines festgelegten Zeitraums die Möglichkeit, sich online mittels verschiedener Videos umfassend über das abgelaufene Geschäftsjahr 2019 zu informieren, sich mit der Geschäftsführung der Bank auszutauschen und anschließend elektronisch ihre Stimme abzugeben. 204 Vertreter machten hiervon Gebrauch und übten ihr Stimmrecht repräsentativ für die Mitglieder aus. Damit lag die Wahlbeteiligung bei knapp 53 Prozent.

Positives Fazit

Trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen durch Digitalisierung, Negativzinsen, Regulatorik und zunehmenden Wettbewerb zog der Vorstandsvorsitzende Paul Löneke ein positives Fazit: „2019 war für uns ein erfolgreiches Jahr. Die Vereinigte Volksbank hat in allen Bereichen ein solides Wachstum erzielt und das Geschäftsjahr 2019 mit einem stabilen Ergebnis beendet.“ Dabei sei die hervorragende Eigenkapitalausstattung ein starker Pfeiler der Selbstständigkeit des heimischen Kreditinstituts.

Vorstand Birger Kriwet stellte die Auswirkungen der Pandemie auf den Geschäftsbetrieb des Kreditinstituts sowie den Umgang mit der Ausnahmesituation vor. „Wir müssen diese Situation in die Zukunft gestalten. Wir sehen uns durch viele Gespräche gefordert, Lösungen zu finden, wie sich Unternehmen aufstellen können. Derzeit herrscht bei unseren Kunden Unsicherheit, wie aktuell und in Zukunft die Liquidität gesichert werden kann und wie gleichzeitig auch zielgerichtet Investitionen zu tätigen sind. Wir sehen uns hier in der Pflicht, unsere Kunden zu begleiten und sie – aber natürlich auch unsere Bank – bestmöglich für die Zukunft aufzustellen.“ Gleichzeitig verzeichne das Kreditinstitut auf der Einlagenseite einen hohen Mittelzufluss. „Hier sind wir gefordert, unseren Kunden die Themen Vermögensstrukturierung, Aufbau und breite Streuung näher zu bringen, um dem realen Vermögensverlust entgegenzuwirken.“

Neues Hausbankmodell

Als weiteres Thema des Jahres 2020 nannte Birger Kriwet die Einführung des Hausbankmodells, das zur Stärkung der Mitglieder- und Kundenbeziehung entwickelt wurde. Alle privaten und geschäftlichen Girokonten der Bank nehmen automatisch teil. „In diesem Modell wird die persönliche Vorsorge und Finanzsituation für jeden unserer Kunden individuell und übersichtlich in Form eines Puzzle-Hauses dargestellt und darüber hinaus an ein Vorteilsprogramm geknüpft. Wer also für seine Finanzen, Versicherungen und finanzielle Vorsorge Leistungen unserer Bank in Anspruch nimmt, sammelt dafür in Zukunft Treuesterne, für die wir dann mit einer Rückvergütung auf den Kontoführungspreis und einem Gutscheinbonus belohnen“, so der Bankvorstand.

Der Generalbevollmächtigte der Bank, Sascha Hofmann, nutzte die Gelegenheit, sich als zukünftiges Mitglied des Vorstands vorzustellen. „Ökologische und soziale Aspekte zusammen mit einer nachhaltigen Unternehmensführung stehen im Vordergrund. Dafür ist eine angemessene wirtschaftliche Stärke erforderlich. Wir möchten unseren erfolgreichen Weg fortzusetzen, um für alle einen größtmöglichen Nutzen zu erzielen“, so der Generalbevollmächtigte.

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