Kreis Höxter würdigt Einsatz von Ehrenamtlichen mit Youtube-Video
„Gemeinsam“ gegen die Pandemie

Höxter -

Mit dem Musik-Video „Gemeinsam“ auf der bekannten Internetplattform Youtube geht der Kreis Höxter einen ganz neuen Weg, um das großartige ehrenamtliche Engagement im Kreisgebiet während der Coronavirus-Pandemie sichtbar zu machen.

Dienstag, 24.11.2020, 23:00 Uhr
Kreis Höxter würdigt Einsatz von Ehrenamtlichen mit Youtube-Video: „Gemeinsam“ gegen die Pandemie
Foto: Kreis Höxter

„Wir wollen damit ein Zeichen setzen und gleichzeitig den Menschen danken, die sich in dieser schwierigen Zeit engagieren, um Hilfebedürftigen zur Seite zu stehen“, sagt Kreisdirektor Klaus Schumacher.

Als Leiter des Fachbereichs Bildung und Kreisentwicklung hat sich Schumacher mit dem Team vom Kommunalen Integrationszentrum (KI) Kreis Höxter zusammengesetzt und überlegt, wie man seine Idee für solch ein Video verwirklichen kann. Professionelle Unterstützung lieferte dabei das Team von Madeye Films, das bereits das Video „kauf lokal“ mit Unternehmen aus der Region produziert hat, das ebenfalls auf Youtube zu sehen ist. „Wir waren uns schnell einig, dass möglichst viele ehrenamtliche Projekte im Kreis Höxter durch dieses Musikvideo sichtbar werden sollen“, so Schumacher. „Sie engagieren sich schließlich großartig für ihre Heimat.“

Federführend übernahm KI-Mitarbeiterin Tuija Niederheide die Organisation. „Ich habe mich sehr gefreut, wie groß die Resonanz auf unsere Anfrage bei den Ehrenamtlichen und Vereinen ausgefallen ist. Alle waren sofort bereit, daran mitzuwirken, den Zusammenhalt im Kreis Höxter in einem Video zum Ausdruck zu bringen“, sagt sie. So konnten zahlreiche von den Akteuren selbst aufgenommene Handy-Videos mit verwendet werden, die zum Beispiel beim Maskennähen entstanden sind, die wichtige Lernbegleitung von Schülern oder die Versorgung alleinstehender Senioren mit Lebensmitteln zeigen.

Drohne kommt bei Aufnahmen zum Einsatz

Die 2016 mit dem Kulturpreis des Kreises Höxter ausgezeichnete Poetry-Slammerin Kristin Kieltsch aus Stahle wirft mit ihrem Vortrag „Alles wird gut“ einen mutmachenden Blick auf die Pandemie. Zu sehen ist ebenfalls ein Beitrag vom Runden Tisch der Religionen Höxter, bei dem Vertreter der unterschiedlichen Glaubensrichtungen ihre religiösen Orte verlassen, um auf dem Marktplatz an der Bodenintarsie vom Engel der Kulturen aus unterschiedlichen Richtungen wieder zusammenzutreffen. Nicht nur hierbei kommt bei den Aufnahmen eine Drohne zum Einsatz, auch bei mehreren Landschaftsaufnahmen aus dem Kreisgebiet. Verschiedene Akteure aus der Flüchtlingsarbeit, dem Kulturbereich und des interreligiösen Dialogs tragen das vorbildliche Handeln der gegenseitigen Unterstützung, dem Zusammenhalt und der Menschlichkeit in schwierigen Zeiten im Kreis Höxter als Botschaft durch dieses Musikvideo weiter.

Im Mittelpunkt steht dabei das von Lilli Streich aus Höxter extra für dieses Musik-Video komponierte und getextete Lied „Gemeinsam“. Deborah Driesner trägt es zusammen mit ihrem Vater Benno am Klavier vor, begleitet werden sie von einigen Sängerinnen des Interkulturellen Chores Höxter. Darüber hinaus singen sie das Lied „Dona nobis pacem“ in Begleitung ihrer Chorleiterin Petra Salzburger-Brehmer in mehreren Sprachen. „Mit dieser gemeinsamen Aktion ist es uns gelungen, die tolle ehrenamtliche Arbeit sichtbar zu machen, die auch trotz Kontaktbeschränkungen und beispielsweise Schließungen der Flüchtlingsinitiativen weiterlief“, gerät Tuija Niederheide ins Schwärmen.

Link zum Video unter: www.kreis-hoexter.de/5151.

 

Kommentar

„Gerade jetzt ist die Zeit für kleine und große Hoffnungszeichen“, singt Deborah Driesner sehr gefühlvoll. Und gerade da möchte man ihr zustimmen. Tatsächlich bringt die Pandemie bei vielen Menschen die besten Seiten hervor – allerdings sicher nicht bei allen. So hat das Video nach gut drei Minuten seine Botschaft erzählt. Dann geht es aber noch sieben Minuten weiter und endet nicht als, wie angekündigt, Dank an die ehrenamtliche Helfer, sondern als Kulturland-Werbevideo. Damit sind die Verantwortlichen ein wenig über das Ziel hinaus geschossen und verlieren auf dem Weg gerade die junge Generation, die sich vom Medium Youtube besonders angesprochen fühlt.

Apropos über das Ziel hinaus: „Das härteste Weihnachten, das die Nachkriegsgenerationen je erlebt haben“, sieht Ministerpräsident Armin Laschet auf uns zu kommen. Geht‘s noch? Wenn ich das meiner Mutter (Flüchtlingskind Jahrgang 1938) erzähle, kommt sie aus dem Lachen nicht heraus. Wir müssen in Corona-Zeiten auf einiges verzichten, an die Entbehrungen der Nachkriegsjahre kommt das aber bei weitem nicht heran. Ralf Brakemeier

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