34 Bewohner und 15 Mitarbeiter der Warburger Einrichtung für Menschen mit Behinderung infiziert
HPZ hat mit Corona-Fällen zu kämpfen

Warburg -

91 Menschen sind in Warburg derzeit mit dem Corona-Virus infiziert. In den vergangenen 14 Tagen hat es auch im Heilpädagogischen Therapie- und Förderzentrum (HPZ) St. Johannes der Caritas Corona-Fälle gegeben. Aktuell sind 34 Bewohner und 15 Mitarbeiter der Einrichtung für Menschen mit Behinderungen mit Covid-19 infiziert.

Freitag, 27.11.2020, 19:23 Uhr aktualisiert: 27.11.2020, 21:18 Uhr
Karl-Heinz Vogt, Vorstandsvorsitzender der Caritas Wohnen und Werkstätten.
Karl-Heinz Vogt, Vorstandsvorsitzender der Caritas Wohnen und Werkstätten. Foto: Silvia Schonheim

Von den erkrankten Bewohnern leben sechs in Wohngemeinschaften auf dem HPZ-Gelände am Stiepenweg, die übrigen 28 Infizierten sind in Außenwohngruppen des HPZ in den Kreisen Höxter und Paderborn untergebracht. „Es ist nur eine Frage der Zeit gewesen, dass Ansteckungen auch bei uns auftauchen“, sagt Karl-Heinz Vogt, Vorstandsvorsitzender der Caritas Wohnen und Werkstätten (CWW Paderborn).

Mit Blick auf die vehement verlaufende zweite Welle der Pandemie im Land betont Vogt, dass alle Vorsichtsmaßnahmen in der Einrichtung strikt umgesetzt würden. Bis Juli habe die Einrichtung gar keine Corona-Fälle gehabt, zuletzt seien die Zahlen dann aber rasant nach oben gegangen.

„Zum Glück hat es bislang keine schweren Verläufe gegeben“, berichtet Vogt. „Wir unternehmen jetzt alles, um das Virus zu bekämpfen“, versichert der Vorstandsvorsitzende. Dazu gehörten auch strikte Besuchs- und Quarantänevorschriften sowie Schnelltests im HPZ und in den Werkstätten.

Screeningtest für Besucher

Wer die Einrichtung, in der 350 Menschen im Alter ab vier Jahren leben, besuchen will, muss sich 14 Tage vorher anmelden und sich vor Betreten des HPZ einem Screeningtest unterziehen. Das heißt: Vor Betreten der Einrichtung wird bei den Besuchern Fieber gemessen und sie werden zu möglichen Krankheitssymptomen befragt. Mit Erfolg. „Die Zahlen sind mittlerweile wieder rückläufig“, freut sich Vogt.

Waren am Donnerstag noch insgesamt 50 Bewohner infiziert, seien es am Freitag 34 gewesen, also ein Rückgang um 16. „Wenn wir in den nächsten 14 Tagen keine Neuinfektionen mehr bekommen, dann haben wir Corona besiegt“, ist Vogt hoffnungsvoll. Dies sei allerdings nur eine theoretische Annahme, denn das Virus sei unberechenbar, gibt Vogt zu bedenken. „Niemand weiß und kann vorhersagen, was uns der Winter noch bringt“, sagt Vogt.

Vogt betont die gute Zusammenarbeit mit den Gesundheitsämtern der Kreise Höxter und Paderborn und zeigt sich beeindruckt von der Solidarität und dem Engagement der Mitarbeiter im Kampf gegen das Virus.

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