Erfolgreicher Unternehmer, Vereinsmensch und Oldtimerfreund wird am Freitag zu Grabe getragen
Trauer um Fritz Berost aus Scherfede

Warburg -

Trauer um einen erfolgreichen Unternehmer, Vereinsmenschen und Heimatfreund: Im Alter von 87 Jahren ist kurz vor Weihnachten der Warburg-Scherfeder Fritz Berost gestorben. Am Freitag wird er zu Grabe getragen.

Donnerstag, 07.01.2021, 03:28 Uhr aktualisiert: 07.01.2021, 03:30 Uhr
So wird Fritz Berost vielen in Erinnerung bleiben: Als erfolgreicher Geschäftsmann, aber auch als kenntnisreicher Oldtimer-Freund.
So wird Fritz Berost vielen in Erinnerung bleiben: Als erfolgreicher Geschäftsmann, aber auch als kenntnisreicher Oldtimer-Freund. Foto: Ralf Benner

Berost hinterlässt seine Ehefrau Marianne, die beiden Töchter Ingrid und Brigitte und den Sohn Friedrich mit den Enkeltöchtern Katharina und Patricia.

Fritz Berost hat mit viel Tatkraft, Risikobereitschaft und unternehmerischem Weitblick eine weithin bekannte Tabakwarengroßhandlung auf- und ausgebaut zu einem Betrieb, der in der Spitze 5000 Zigarettenautomaten besaß, 51 Tabakwarengroßhandlungen zukaufte und zwei weitere Firmensitze in Kassel und Korbach hatte.

1960 Firmensitz bezogen

Fritz Berost, der Automechaniker gelernt hatte, übernahm 1958 zusammen mit seiner Ehefrau Marianne den 1930 von seinem Vater Fritz Berost sen. gegründeten Betrieb. Bereits ab 1951 war er dort tätig. Der damals 25-Jährige erkannte früh die Situation des Tabakwarenmarktes auf nationaler Ebene und gehörte 1985 zu den Gründern der DTV Tabak, eines Zusammenschlusses von Tabakwarengroßhändlern zur Umsetzung gemeinsamer Ziele. Auch die Mitarbeit in der Vollversammlung und den Ausschüssen der Industrie- und Handelskammer waren stets selbstverständlich.

1960, nur zwei Jahre nach der Übernahme durch Fritz Berost, wurde das Unternehmensgebäude in der Scherfeder Uhlandstraße bezogen und später noch erweitert. Die Firma beschäftigte in diesen Jahren durchschnittlich 50 Mitarbeiter und bildete 32 junge Leute zum Großhandelskaufmann aus.

Das Berost-Verkaufsgebiet umfasste die Kreise Höxter, Paderborn, Lippe, Waldeck-Frankenberg, Bielefeld sowie einen großen Teil des Hochsauerlandkreises und des Kreises Soest. Sein Name war auf Zigarettenautomaten zu finden, die vor den Gaststätten und in vielen Straßen zu sehen waren.

Entsorgungsfirma betrieben

Mit der Gründung und erfolgreichen Führung eines Entsorgungsunternehmens von 1975 bis 1998 dehnte er seine kaufmännischen Aktivitäten zudem auf eine für ihn neue Branche aus. Die Firma bekam den Entsorgungsauftrag für die Städte Warburg, Borgentreich und Willebadessen. 1981 stieg sein Sohn Friedrich als Handelsfachwirt mit in die Geschäftsführung beider Firmen ein. Seine beiden Töchter absolvierten ein pädagogisches Studium.

2018 setzte sich Fritz Berost zur Ruhe und verkaufte gemeinsam mit Sohn Friedrich (60) das Handelsunternehmen, das zuletzt einen Jahresumsatz von 48 Millionen Euro hatte, an die Firma Hall Tabakwaren. Der Familie Berost war es dabei wichtig, dass die Arbeitsplätze und der Standort Scherfede nach der Übernahme erhalten blieben.

Zunehmende regulative Eingriffe des Staates veranlassten die Familie Berost damals zum Verkauf. Dazu gehörten etwa das Nichtraucherschutzgesetz, die Spielstättenverordnung und die Tabakproduktrichtlinie. Langfristig sah es die Unternehmerfamilie als notwendig an, ihr Handelsunternehmen in größere Organisationseinheiten einzubinden, um die Herausforderungen zu bewältigen.

Der Vereinsmensch

Neben dem Geschäftsmann gab es aber auch den Vereinsmenschen Fritz Berost. Viele Jahre war er ehrenamtlich tätig, zum Beispiel 27 Jahre im Vorstand des Heimatschutzvereins, als Vorstandsvorsitzender der Volksbank Scherfede, im Vorstand der CDU des Kreises Höxter sowie im Bezirksausschuss seines Heimatortes Scherfede.

Außerdem war er ein bekannter und kenntnisreicher Oldtimer-Freund, der mit seinen mobilen Schätzchen und seiner Marianne an zahlreichen Schnauferl-Rallyes teilnahm.

Die Trauerfeier für Fritz Berost ist am Freitag, 8. Januar, um 14 Uhr in der Pfarrkirche Scherfede. Anschließend erfolgt die Beisetzung auf dem Friedhof in Scherfede. Aufgrund der Corona-Pandemie wird der Heimatschutzverein mit einer kleinen Fahnenabordnung, stellvertretend für alle Mitglieder des Vereins, an der Trauerfeier teilnehmen.

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