Grenze von 200 Inzidenz im Kreis Höxter überschritten: Aktuell sind keine weitergehenden Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung erforderlich
Corona: Viele Ansteckungen kommen aus dem Familienbereich

Höxter (WB/rob) -

Bei der Corona-Hotline des Kreises haben viele besorgte Bürgerinnen und Bürger nachgefragt, ob die von Bund und Ländern gefassten Beschlüsse am Donnerstag nach Überschreiten des Inzidenzwertes von 200 schon wirksam seien. Dem ist nicht so.

Donnerstag, 07.01.2021, 17:44 Uhr aktualisiert: 08.01.2021, 07:56 Uhr
Auch ohne Ausgangssperre oder weitere strenge Maßnahmen im Lockdown sind die Innenstadtstraßen in Höxter in diesen trostlosen Januartagen schon am frühen Nachmittag menschenleer. Selbst Bäckereien und Imbisse machen zum Teil nicht mehr auf. Was kommt da noch an Einschränkungen fragen sich viele Menschen.
Auch ohne Ausgangssperre oder weitere strenge Maßnahmen im Lockdown sind die Innenstadtstraßen in Höxter in diesen trostlosen Januartagen schon am frühen Nachmittag menschenleer. Selbst Bäckereien und Imbisse machen zum Teil nicht mehr auf. Was kommt da noch an Einschränkungen fragen sich viele Menschen. Foto: Michael Robrecht

Nachdem die Corona-Infektionszahlen im Kreis Höxter in den vergangenen Tagen deutlich angestiegen sind, wurde der 7-Tages-Inzidenzwert von 200 heute überschritten. „Erst wenn die Beschlüsse in der neuen Coronaschutzverordnung des Landes umgesetzt sein werden, sind die neue Reglungen rechtlich verbindlich“, erklärt der Leiter des Krisenstabes des Kreises Höxter, Matthias Kämpfer. Nach Informationen des Landes soll die neue Verordnung voraussichtlich ab Montag in Kraft treten.

Bereits seit gestern ist der Kreis Höxter im engen Austausch mit dem Gesundheitsministerium des Landes. „In Abstimmung mit dem Ministerium haben wir heute entschieden, aktuell keine weitergehenden Schutzmaßnahmen für den Kreis Höxter anzuordnen“, erklärt der Landrat des Kreises Höxter, Michael Stickeln. Das Land habe signalisiert, dass morgen die neue Coronaschutzverordnung mit den neuen Regelungen zur weiteren Einschränkung von Kontakten bekannt gegeben wird, auf deren Grundlage über weitere Umsetzungsschritte für den Kreis Höxter entschieden werde.

Mit Blick auf das konkrete Infektionsgeschehen im Kreis Höxter wird dann mit dem Gesundheitsministerium gemeinsam entschieden, inwieweit zusätzliche Maßnahmen erforderlich sind. „Dazu gehört auch zu prüfen, ob die Maßnahmen geeignet und verhältnismäßig sind“, erläutert Kämpfer. „Denn insbesondere freiheitseinschränkende Maßnahmen sind nur innerhalb der von den Verwaltungsgerichten gezogenen engen Grenzen rechtlich zulässig.“

Der Anstieg der Infektionszahlen im Kreis Höxter ist überwiegend auf Ansteckungen im familiären Bereich zurückzuführen. „Die Infektionszahlen werden in den nächsten Tagen hoch bleiben, weil jetzt nach den Feiertagen auch wieder mehr Tests durchgeführt werden“, erklärt der Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Ronald Woltering. „Wir gehen davon aus, dass zunächst keine Entspannung zu erwarten ist.“ Wie sich das Infektionsgeschehen, ab Montag entwickeln wird, wenn die neuen Regelungen der geänderten Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen greifen, ist derzeit noch offen. Umso wichtiger ist es, auch weiterhin Kontakte so weit wie möglich einzuschränken, die Abstands- und Hygieneregeln und die Maskenpflicht einzuhalten. „Daran halten wir uns nicht nur, um uns selbst zu schützen, sondern vor allem auch, um andere Menschen zu schützen“, betont Landrat Michael Stickeln.

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