1,5 Millionen Euro sollen in Volkmarsen investiert werden – Veranstaltungsfläche im Inneren der Ruine geplant
Kugelsburg wird zum Besuchermagnet

Warburg -

In Volkmarsen, Nachbarstadt von Warburg, sollen in den kommenden Jahren etwa 1,5 Millionen Euro investiert werden, um die Ruine der Kugelsburg zu sichern und das Gelände touristisch aufzuwerten.

Freitag, 22.01.2021, 03:00 Uhr aktualisiert: 22.01.2021, 06:36 Uhr
Die Gaststätte an der Kugelsburg in Volkmarsen (links) soll in den kommenden Monaten umfangreich saniert und erweitert werden, so dass sie zum 1. Juli wieder verpachtet werden könnte.
Die Gaststätte an der Kugelsburg in Volkmarsen (links) soll in den kommenden Monaten umfangreich saniert und erweitert werden, so dass sie zum 1. Juli wieder verpachtet werden könnte. Foto: Jürgen Vahle

Der Neubau eines Servicegebäudes am Parkplatz der Ruine sowie für die Sanierung der Gaststätte sind für die kommenden Monate fest vorgesehen. Geplant sind die weitere Sanierung des Mauerwerks und des Rundturms, der Bau einer überdachten Veranstaltungsfläche im Inneren der Burganlage sowie die Ausschilderung eines neuen Rundwanderweges um die Burg.

In Abstimmung mit dem Denkmalschutz soll zunächst am Parkplatz der Kugelsburg ein Servicegebäude errichtet werden, das im Erdgeschoss eine öffentliche Toilettenanlage und im Keller einen Lagerraum vorsieht. Dieses soll insbesondere Besucher der Ruine, Wanderer, Radfahrer, Bogenschützen und andere Nutzer des Geländes erfreuen, weil die Toiletten in der Gaststätte nur während der Öffnungszeiten genutzt werden konnten. Die Bau- und Baunebenkosten liegen bei etwa 154.000 Euro. Die Förderung beläuft sich auf etwa 110.000 Euro.

Zudem wird an die sanierungsbedürftige Gaststätte kurzfristig angebaut, damit zukünftig die Toiletten, die sich derzeit im Kellergeschoss befinden, barrierefrei für Gäste zu erreichen sind. Außerdem sollen der Küchenbereich vergrößert und weitere Lagerräume geschaffen werden.

Der langjährige Pächter der Gaststätte hat seinen Restaurantbetrieb Ende September 2020 eingestellt und den Vertrag gekündigt. Bedingt durch die Auswirkungen der Corona-Krise sei es derzeitig allerdings schwierig, neue Pächter zu finden, berichtet die Stadt Volkmarsen. Daher soll diese für Gastronomen schwierige Zeit genutzt werden, um die Gaststätte durch die geplanten Maßnahmen zu optimieren. Eine Neuverpachtung zum 1. Juli wird angestrebt. Für Bau- und Baunebenkosten am Restaurant sollen 530.000 Euro ausgegeben werden. Die öffentliche Förderung beläuft sich auf 378.000 Euro.

Eine überdachte Veranstaltungsfläche im Inneren der Burg soll dort Kultur möglich machen. Foto: Planungsbüro Schade-Kleist

Rund um die Kugelsburg befinden sich derzeit noch weitere Projekte in Planung, etwa die Sanierung des Mauerwerks im Bereich Palas (Hauptgebäude) und des Rundturms. Im Zuge der Erstellung eines Gutachtens war festgestellt worden, dass die Mauern und Wände der Burganlage große Schäden wie offene Fugen, ausgebrochene Mauerwerksteile, mangelhafte Wasserführung und Mauerwerksrisse aufzeigten. An aufgehenden Wänden und Bauteilen waren Schiefstellungen und Ausbauchungen entdeckt worden. „Der Zustand, der Instandsetzungsbedarf und die Instandsetzungsdringlichkeit wird derzeitig für den Bereich Palas und Rundturm systematisch erfasst“, berichtet die Stadt Volkmarsen weiter. An der Mauersanierung war 2020 schon gearbeitet worden, weil die Mauern an vielen Stellen so schadhaft waren, dass schnell gehandelt werden musste. „Die akut gefährdeten Stellen im Mauerwerk der Ruine sind derzeit gesichert und werden nun sukzessive saniert“, berichtet Hendrik Vahle vom Magistrat der Stadt Volkmarsen.

Ein weiteres Zukunftsprojekt: Im ehemaligen Burgpalas soll eine überdachte Fläche für kleinere Veranstaltungen entstehen. Auf dieser Fläche können mindestens 50 Sitzplätze im Zuschauerbereich gestellt werden. Ein terrassenartig flach abgetrepptes Podest bedeckt den größeren Teil des Grundrisses. Dort kann eine Bühne integriert werden.

Die Zugangsmöglichkeiten zum Aussichtsturm und zum Hexenkeller sollen erhalten bleiben. Das Büro Schade-Kleist aus Volkmarsen hat dazu bereits eine Planung vorgelegt. Konkret soll eine Glasdachkonstruktion errichtet werden. Das Dach mit einem leichten Gefälle soll von einer Stahlkonstruktion getragen werden.

Sowohl die Mauersanierung als auch der Bau der Veranstaltungsfläche sollen in Kürze mit der Denkmalpflege abgestimmt werden, damit anschließend auch hier eine Förderung aus dem Programm „Dorfent- wicklung“ beantragt werden kann.

In Kooperation mit der Gemeinde Breuna soll zudem ein Rundwanderweg als Extratour des Habichts- waldsteiges ausgewiesen werden. An den drei geplanten Eingangsportalen befinden sich Parkplätze, von wo aus die Wanderer auf die 10,6 Kilometer lange Runde gehen können. Der Weg führt durch den Wittmarwald, über den Hohen Steiger und um die Kugelsburg herum. Dieses Projekt soll Mitte des Jahres stehen.

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