Untreue-Prozess: Warburger bestellt Elektronik-Geräte über Arbeitgeber und verkauft privat weiter
Firma bezahlt, IT-Leiter kassiert

Warburg/Paderborn -

Man kennt das aus dem Internet: Betrüger verkaufen Waren, die sie gar nicht haben, und kassieren von ahnungslosen Kunden im Voraus. Dieser Fall ist umgekehrt: Ein Mann verkauft Waren, steckt das Geld in die eigene Tasche und lässt seinen Arbeitgeber für die Anschaffung zahlen. Einen Schaden von 882.000 Euro soll ein Warburger so seiner Firma verursacht haben – und steht dafür in Paderborn vor Gericht. Von Ulrich Pfaff
Dienstag, 13.04.2021, 19:45 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 13.04.2021, 19:45 Uhr
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Symbolbild Foto: dpa
Smartphones, Tablets und ähnliches, vorwiegend von der Firma Apple, soll der 55-Jährige über einen Zeitraum von drei Jahren zwischen 2014 und 2017 privat verkauft haben, nachdem er sie offiziell für seinen Arbeitgeber bestellt hatte – der dann auch die Rechnungen beglich. Ganz regulär lief das Ganze als Firmenausstattung, aber tatsächlich wanderten die Geräte an Bekannte des IT-Abteilungsleiters – und der Kaufpreis in seine Tasche. Angeklagt ist ein Warenwert von 882.000 Euro .Angeklagt ist ein Warenwert von 882.000 Euro, die Firma selbst hat mit Hilfe eines Wirtschaftsprüfers einen Nettokaufpreis von 1,3 Millionen Euro errechnet. Für die Staatsanwaltschaft liegt der Fall zumindest bisher klar auf der Hand: Der Warburger habe seinen aufwendigen Lebensstil finanzieren wollen. Ob dem so ist, das muss die 2. Große Strafkammer des Landgerichts Paderborn als Wirtschaftsstrafkammer näher beleuchten.
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