Helmern geht einen weiteren Schritt auf dem Weg zum Künstlerdorf
Königspaar enthüllt Denkmal

Helmern(WB). Diese Aufgabe hatte kein Königspaar vor ihnen: Siegfried und Nittaya Haase haben am Sonntagnachmittag auf dem Helmerner Dorfplatz ein Denkmal enthüllt. Geschaffen wurde es vom ortsansässigen Künstler Raphael Strauch.

Montag, 09.05.2016, 23:00 Uhr
Das Helmerner Königspaar Siegfried (55) und Nittaya Haase (36) hat am Sonntag das neue Dorfdenkmal an der Helmerner Ortsdurchfahrt enthüllt. Das Kunstwerk ist in den vergangenen Monaten in der Bildhauerwerkstatt Strauch entstanden. Foto: Jörg Henze
Das Helmerner Königspaar Siegfried (55) und Nittaya Haase (36) hat am Sonntag das neue Dorfdenkmal an der Helmerner Ortsdurchfahrt enthüllt. Das Kunstwerk ist in den vergangenen Monaten in der Bildhauerwerkstatt Strauch entstanden. Foto: Jörg Henze

Ganz bewusst war die Enthüllung in den Festumzug des Schützenfestes integriert worden, ist dieses Fest doch das größte im Ort.

Das Denkmal zeigt Helmern gestern, heute und morgen. Weil das Dorf von drei Höhenzügen umschlossen wird und drei Straßen hinein führen, sei die Idee zu einem dreieckigen Grundriss entstanden, erläuterte Raphael Strauch den Schützen und ihren Gästen. Gegossen ist das Kunstwerk aus einem speziellen sandfarbenen Kunststein.

Zu entdecken gibt es viel: Abgebildet sind bekannte Helmerner Gebäude wie der Gutshof, die Kirche oder das in der Region einzigartige Nurdachhaus. »Ich möchte mit meinen Ideen auch dazu anregen, sich im Dorf auf die Suche nach diesen Sehenswürdigkeiten zu machen«, sagte Strauch.

Weiterhin wird die Landwirtschaft eine herausragende Rolle spielen. Strauch modellierte Pferdegespanne von anno dazumal, ebenso moderne Traktoren und die Biogasanlage, die seit einigen Jahren am Ortseingang steht. Auch Photovoltaikmodule, die viele Häuser und Scheunen des Ortes bedecken, haben einen Platz auf dem Denkmal erhalten. Bildhauerisch verarbeitete Strauch auch den Schützenverein als einen wichtigen Kulturträger.

Mit der Enthüllung des Denkmals in der Ortsmitte geht Helmern einen weiteren Schritt auf dem Weg zum Künstlerdorf. Hubert Wannemacher, Ortsbürgermeister und Ehrenoberst der Schützenbruderschaft, blickte in seiner Festansprache auf die Anfänge im Jahr 2008 zurück. Damals organisierten Strauch und die Schützen eine kreisweit-beachtete Ausstellung in der Kilian-Halle. »Dabei wurde die Idee geboren, etwas Dauerhaftes für Helmern zu schaffen«, erinnerte Wannemacher. Dass Helmern die Kunst für sich entdeckt habe, liege natürlich vor allem daran, dass Raphael Strauch im Ort lebe. »Wir wollen unser Dorf attraktiv und lebenswert gestalten«, so Wannemacher.

Dem Bildhauer sprach er seinen Dank aus, vor allem für viele Stunden ehrenamtlicher Arbeit an dem mannshohen Denkmal. Er sei ein Mann, der Natur und Heimat liebe. »So wie wir Schützen es auch tun«, sagte Wannemacher. Strauch sei ein »Energiebündel«, das viel Arbeit für den Ort investiert habe.

Die Materialkosten konnte das Dorf dank Spenden der heimischen Volksbanken aufbringen. Gegenüber des Dorfplatzes steht seit einiger Zeit ein weiteres Werk Strauchs. Es heißt »Kleine Wunder des Lebens« und zeigt auf bronziertem Kunststein ein Kind, das einer Fliege nachschaut.

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