Einwohner von Engar haben viel Spaß bei ihrem originellen Volksfest
Drei neue Höpper getauft

Willebadessen (WB/aho). Es regnete wie aus Kübeln, als sich am Samstagnachmittag in Engar der Höpperfestzug in Bewegung setzen sollte. Doch die Höpper (Frösche), wie die Engarer in Anspielung an den froschbesetzten Dorfteich im Volksmund genannt werden, konnte das nicht abschrecken. »Das ist doch richtiges Höpperwetter«, hieß es trotzig. Dennoch ließen die Engarer erst einmal die Gewitterwolken wegziehen, bevor das Fest begann.

Montag, 30.05.2016, 11:22 Uhr aktualisiert: 30.05.2016, 14:45 Uhr
Königin Katrin Koch stammt aus Helmern und ist durch die Höppertaufe nun ebenfalls zur echten Engarin, also Höpperin, geworden. Die Prozedur überstand sie königlich lächelnd.

Wenn der Ruf »Höpper Quak« durch Engar schallt, dann ist allen klar: Es ist wieder Höpperfest. Alle zwei Jahre wird dieses Fest gefeiert, und das schon seit mehr als 30 Jahren. Im festlichen Dirndl treten die Frauen auf. So verlangen es die Statuten. Die Männer tragen Lederhose und kariertes Hemd. Dies freiwillig, aber es hebt das Gesamtbild.

Als das Wetter es zuließ, setzte sich zum Auftakt des Festes der Umzug in Bewegung. Zu den Klängen des Musikvereins Nörde und begleitet von den Fahnenabordnungen der Schützen aus Helmern und Löwen ging es zum Königshaus, um die Höpperkönigin Katrin Koch und ihren König Daniel Blömeke am Königshaus abzuholen.

Der Löwener Daniel Blömeke wohnt seit etwa einem Jahr in Engar, seine aus Helmern stammende Freundin ist nun zu ihm gezogen.

Die Häuser waren mit grün-weißen Fahnen, die auf dem weißen Feld den sitzenden Frosch zeigen, geflaggt. Viele Anwohner hatten auch kleine grün-weiße Papierfähnchen in die Vorgärten und Blumenkästen gesteckt.

Mit Beifall begrüßt

Unter viel Beifall gelangte der Zug zum Königshaus, wo sich zunächst der Hofstaat den zahlreichen Zuschauern präsentiert: Fabian Kusch Kleinschmidt und Sabine Kleinschmidt, Alexander Wiese und Lisa Hillebrand, Sebastian Wiese und Alexandra Schauf, Dennis Jochheim und Theresa Reichelt, Nils Rosenthtal und Nadja Blömeke sowie Benjamin Reichelt und Lisa Lambrecht bildeten das Gefolge des Königspaares.

Mit einem strahlenden Lächeln reihten sich die Höpperkönigin Katrin Koch und König Daniel Blömeke ein. Sie wurden mit Beifall begrüßt. Die Kinderkönigin Laura Dewenter und ihr König Jan Vogt nebst dem Hofstaat Jara Vogt und Marvin Dewenter, Milla Lücking und Leonard Besse, Lina Haffert und Felix Happe, Helene Wiegartz und Dennis Reich, Alina Tillmann und Markus Tillmann, Laura Ewers und Tamino Tillmann, Hannah Lücking und Ronja Schumann marschierten ebenfalls mit zum Höpperteich.

Dreimal kräftig »Höpper Quak«

Der Engarer Legende nach wohnt im dortigen Pumpenhaus der Frosch, der nur alle zwei Jahre vom amtierenden König befreit wird und der dann die neuen Bürger von Engar mit Höpperwasser tauft. Begleitet von zwei Herolden ließ »Bagger Blömi«, wie der 29-jährige König genannt wird, den Frosch, in dessen Kostüm sich Ortsbürgermeister Heiko Hansmann versteckte, frei.

Grüne Rauchwolken umwabberten den Höpper, als sich die Tür endlich öffnete. Er schritt so gleich zur Tat, begab sich in das Ruderboot und ließ sich von Martin Hillebrand und Sebastian Reichelt zur Mitte des Teiches rudern. Dort füllte er seine Gießkanne mit Teichwasser. Zurück am Ufer mussten die Neubürger Schuhe und Strümpfe ausziehen und in den kleinen Zuber steigen.

Der Frosch begoss ihre Füße und taufte nacheinander Silvia Vogt, Mathias Umbach und Karin Vogt. Höppervereinsvorsitzende Doreen Hillebrand verlas die Urkunde und rief zum Schlachtruf auf, der vielstimmig über den Teich erschallte. Dreimal kräftig »Höpper Quak« und dann gedämpft: »Quak, Quak, Quak.«

Mehr dazu lesen Sie am Montag, 30. Mai, im WESTFALEN-BLATTE, Ausgabe Warburg.

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