Startschuss für »Ikek«-Projekte in Willebadessen und Borgentreich gegeben
Die Bürgerbeteiligung zählt

Willebadessen-Eissen (WB). Bei einer gemeinsamen Auftaktveranstaltung in der Eissener Gemeindehalle ist am Montagabend der offizielle Startschuss für die integrierten kommunalen Entwicklungskonzepte gefallen, die in Borgen­treich und in Willebadessen erarbeitet werden.

Mittwoch, 27.07.2016, 08:00 Uhr
Startschuss für »Ikek« in Eissen (von links): Projektleiter Hartmut Lüdeling, Klaus Engemann (Bürgerverein Eissen), Ortsbürgermeisterin Petra Engemann-Ludwig, Willebadessens Bürgermeister Hans Hermann Bluhm und sein Amtskollege Rainer Rauch. Foto: Ralf Benner
Startschuss für »Ikek« in Eissen (von links): Projektleiter Hartmut Lüdeling, Klaus Engemann (Bürgerverein Eissen), Ortsbürgermeisterin Petra Engemann-Ludwig, Willebadessens Bürgermeister Hans Hermann Bluhm und sein Amtskollege Rainer Rauch.

Kernpunkt des kurz »Ikek« genannten Projektes ist die Bürgerbeteiligung, wie Willebadessens Bürgermeister Hans Hermann Bluhm vor 250 Zuhörern herausstellte. »Wir müssen nun herausarbeiten, was angepackt werden muss, damit unsere Dörfer lebenswert bleiben. Bei diesem Prozess sind wir auf ihre Mitarbeit angewiesen«, appellierte Bluhm an alle Anwesenden in der Halle, sich aktiv an Ikek zu beteiligen. Sowohl Bluhm als auch sein Borgentreicher Amtskollege Rainer Rauch setzen darauf, möglichst viele Einwohner mit ins Boot holen zu können. »Wir nehmen jetzt die Zukunft unserer Dörfer selbst in die Hand«, sagte Rauch.

Wie berichtet, beschäftigen sich die beiden Städte seit Ende 2014 mit diesem Entwicklungskonzept, für das sie gemeinsam einen Förderantrag gestellt hatten. Nun sind alle bürokratischen Hürden genommen. Der Förderbescheid liegt vor.

Das Planungsbüro »Arge Dorfentwicklung« ist mit der Begleitung und Steuerung des Prozesses beauftragt worden. »Es geht darum, aus kleinen Maßnahmen das große Ganze zu bilden. Dazu brauchen wir einen Plan, damit die Teilchen ineinander passen«, erklärte Ikek-Projektleiter Hartmut Lüdeling. Sein Planungsbüro wird die Dorfgemeinschaften bei der Suche nach umsetzbaren Beiträgen zur gesamtkommunalen Entwicklung in den beiden Städte unterstützen.

»Die Interessen und Ideen der Bewohner verbinden sich mit der Fachkunde der Planer zu einem ersten Planungswerk, das mit den Kommunen und den überörtlichen Versorgern und Behörden im Vorfeld abgestimmt wird«, erläuterte Lüdeling die Vorgehensweise in den kommenden Monaten. Sei dieses Werk dann als Entwicklungskonzept anerkannt, werde daraus eine Grundlage für die Bewilligung von EU-Fördermitteln für ganz konkrete Vorhaben in den Dörfern sowie Maßnahmen des Städtebaus, führte er weiter aus.

25 Dorfrundgänge

Der eigentliche Ikek-Entwicklungsprozess beginnt nach den Worten von Hartmut Lüdeling bereits Anfang September dieses Jahres mit insgesamt 25 Dorfrundgängen in den beiden Kommunen: In den 13 Ortsteilen der Stadt Willebadessen zwischen dem 5. und 12. September, in den 12 Ortsteilen der Stadt Borgentreich zwischen dem 19. und 23. September.

14 Dorfwerkstätten

Im Anschluss sollen in 14 so genannten Dorfwerkstätten Stärke- und Schwächeanalyen erarbeitet und Ideen für das Dorfleben der Zukunft entwickelt werden. Bis zu drei kleinere Ort werden gemeinsam eine Dorfwerkstatt gründen, die größeren Orte bleiben unter sich. In der Stadt Borgentreich werden sieben Dorfwerkstätten gebildet: Borgentreich, Borgholz/Natzungen, Bühne, Manrode/Muddenhagen, Körbecke/Rö­sebeck, Großeneder/Lütgeneder. In der Stadt Willebadessen werden ebenfalls sieben Dorfwerkstätten gegründet: Willebadessen, Peckelsheim, Niesen, Altenheerse/Helmern/Fölsen, Eissen/Schweckhausen/Willegassen, Löwen/Engar, Ikenhausen/Borlinghausen.

Die Mitglieder dieser Werkstätten tagen in der Orgelstadt im Zeitraum zwischen dem 26. und 30. September und zwischen dem 24. und 27. Oktober sowie in Willebadessen zwischen dem 20. und 30. September.

Ikek-Foren tagen sechs Mal

Aus den Dorfwerkstätten werden etwa fünf bis acht Vertreter gewählt, die in den dann tagenden Ikek-Foren als Interessensvertreter der Ideen aus ihren Dörfern fungieren sollen. Diese Foren sollen in Borgentreich und in Willebadessen jeweils sechs Mal tagen und das Entwicklungskonzept erstellen. Auftakt ist am 8. November in der Orgelstadt, am 14. November in Willebadessen. Weitere Termine sind im Dezember und Januar sowie im Februar, März und April 2016 vorgesehen.

Räte beschließen Konzepte

Im Anschluss sollen sich die gewählten städtischen Gremien mit dem Konzept beschäftigen können. Die Stadträte sollen dieses Leitbild samt Handlungskonzept beschließen und in den Folgejahren dann konkrete Maßnahmen für eine Bezuschussung aus EU-Mitteln anmelden.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4186549?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198395%2F2851059%2F
Maskenpflicht: Frau dreht in Bielefeld durch
Der Screenshot aus dem Video zeigt, wie der Kontrolleur vom Ordnungsamt die Frau zu Boden drückt.
Nachrichten-Ticker