500 närrische Besucher beim Büttenabend in der Stadthalle
Peckelsheimer lassen Puppen tanzen

Willebadessen-Peckelsheim (WB/vsm). Der Karnevalsverein Pickel-Jauh ist am vergangenen Samstag mit der ersten von drei Veranstaltungen in die aktuelle Session gestartet. 500 kostümierte Besucher füllten die Halle, um den Gala-Abend der Peckelsheimer Narren mitzuerleben, der unter dem Motto »Der Vorstand ist wieder strubbelig – ›Pickel-Jauh‹ wir lieben dich« stand.

Montag, 20.02.2017, 07:00 Uhr aktualisiert: 20.02.2017, 10:40 Uhr
Die Cowgirls aus Ovenhausen boten eine Show der Extraklasse zu bekannten Westernmelodien wie »Spiel mir das Lied vom Tod« und anderen Songs. Foto: Verena Schäfers-Michels
Die Cowgirls aus Ovenhausen boten eine Show der Extraklasse zu bekannten Westernmelodien wie »Spiel mir das Lied vom Tod« und anderen Songs. Foto: Verena Schäfers-Michels

Strubbelig waren auch die Frisuren des Elferrats, der in diesem Jahr aus Spielern des Fußballclubs Peckelsheim-Eissen-Löwen bestand. Die Kicker marschierten in Trikots ein und ließen die schönsten Haarkreationen der Fußballspieler von 1980 bis heute – von Günter Netzer bis Rudi Völler – Revue passieren.

»We make Peckelsheim great again«, karikierte Sitzungspräsident Wolfgang Janzen die Worte des amerikanischen US-Präsidenten Trump und kündigte damit einen vielversprechenden Abend an, der mit Tanzeinlagen, Büttenreden und Musik gewürzt war.

Gala-Abend in Peckelsheim

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Erstmals wurden die Prinzenpaare beim Einmarsch vom Fanfarenzug Brakel begleitet, der später im Programm auch musikalisch Akzente setzte. Der erste Karnevalsprinz des Pickel-Jauh war 1989 Rainer I. Pahl mit seiner Prinzessin Simone I. Meier. In diesem Jahr regiert sein Sohn Alexander I. Pahl (23) mit Prinzessin Nina II. Dütschke (21) über das Narrenvolk. Auch das Kinderprinzenpaar, Stefan II. Götte und Finja I. Schulte, beide acht Jahre alt, stammt aus Karnevalsfamilien.

Ingo Schröder, der zwei Jahre lang Prinz des Pickel-Jauh war, wurde nun nach 25 Jahren geehrt. 1991 musste der Karneval aufgrund des Golfkrieges ausfallen. Das gewählte Prinzenpaar dieses Jahres Ingo I. (Schröder) und Daniela I. (Tewes) durfte sein Amt im ­darauffolgenden Jahr ausüben. Zudem wurden die ausgeschiedenen Peckelsheimer Funkenmariechen Crissanthi Soethe, Diana Reuter, Sandra Zengerling und Juliana Nüsse angemessen mit Blumen geehrt.

Auf eine Stippvisite kam die Funkengarde Rösebeck, die im eigenen Ort selbst den Rosbacher Karneval feierte, aber es sich nicht nehmen ließ, in ihren glitzernden blauen Kostümen das Tanzbein in Peckelsheim zu schwingen.

Dass ein Postbote weit herumkommt und viel zu hören bekommt, erfuhr das Publikum beim Auftritt des Büttenredners Postbote Uli. Für flüssige Bewegungen sorgte die Band »No Limit« bei den Schunkelrunden.

Shows der Extraklasse lieferte die Prinzengarde Ovenhausen ab. Die Tänzerinnen führten zunächst in Uniform einen Gardetanz vor und begeisterten später als Cowgirls. Der Auftritt begann finster mit der Melodie zu »Spiel mir das Lied vom Tod«, um nach einem Songmedley mit Westernflair in einer knallharten High-Noon-Duellszene mit scharfen Schüssen zu enden.

Als kesse Cowgirls traten auch die Mitglieder des Frauenelferrates auf, der mit dem Rathaussturm und dem Rosenmontagsumzug den größten Teil seines Programms noch vor sich hat. In echten Cowboyboots und Netzstrumpfhosen zeigten die Damen einen Line Dance.

Zuvor verwandelte sich Sitzungspräsident Janzen in einen Büttenredner, der die Unterschiede zwischen Mann und Frau genau kennt. Nur einem Mann kann es gelingen, mit Fiebergrippe eine Fünf-Minuten-Terrine in zwei Minuten zu erhitzen – schon dank einer gehörigen Portion Wehleidigkeit.

Die erste Rakete des Abends startete Mario Schulte. Der eingefleischte Karnevalist und Vater der Kinderprinzessin Finja I. ließ die Puppen tanzen. Als Polizistenfigur der Gruppe »Village People« und Puppenspieler sprangen mit ihm die vier Puppen, vorneweg der Indianer, über die Bühne. Miteinander verbunden waren sie über Besenstiele und diverse Gurte. Der Auftritt löste so großen Applaus aus, dass sofort eine Zugabe fällig wurde.

Einen zweiten Auftritt hatte Mario Schulte beim Männerballett mit seinen sechs Kollegen. Dabei zeigten die Männer mit großen Sprüngen und Radschlagen jede Menge Akrobatik und sorgten mit falschem Brustpelz sowohl für die erotische wie belustigende Note.

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