Borgentreich und Willebadessen stellen Klimaschutzkonzepte vor – Bürger sensibilisieren
»Wir müssen die Bürger mitnehmen«

Willebadessen/Borgentreich (WB). Vertreter der Städte Willebadessen und Borgentreich haben am Montag ihre beiden Klimaschutzkonzepte vorgestellt. Die Werke sollen für die kommenden Jahre eine Art »Klimaschutzfahrplan« darstellen – und die Voraussetzung sein, um begehrte Fördergelder zu bekommen.

Dienstag, 27.06.2017, 10:59 Uhr aktualisiert: 27.06.2017, 12:27 Uhr
Die Konzepte stellten vor (von links): Bürgermeister Rainer Rauch und Kämmerer Christof Derenthal für die Stadt Borgentreich und für die Stadt Willebadessen Anita Poschmann, allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters, Gebäudemanager Dieter Stromberg und Bürgermeister Hans Hermann Bluhm. Foto: Daniel Lüns
Die Konzepte stellten vor (von links): Bürgermeister Rainer Rauch und Kämmerer Christof Derenthal für die Stadt Borgentreich und für die Stadt Willebadessen Anita Poschmann, allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters, Gebäudemanager Dieter Stromberg und Bürgermeister Hans Hermann Bluhm. Foto: Daniel Lüns

Ein Jahr Vorarbeit

Wie berichtet hatten Bürger, Politiker und Verwaltungsmitarbeiter aus Willebadessen und Borgentreich mit dem Büro »Energielenker Beratungs GmbH« – heute nennt es sich »infas enermetric« – etwa ein Jahr lang zusammengearbeitet, Workshops angeboten und Ideen ausgetauscht. Daraus entstand für die beiden Kommunen jeweils ein eigenes Konzept. Die Stadträte der beiden Kommunen stimmten für die Pläne.

»Jeder kann etwas beitragen«

»Mein Schwerpunkt dabei ist, die Bürger mitzunehmen. Denn jeder kann etwas dazu beitragen, dass sich das Klima weniger stark verschlechtert«, sagte Hans Hermann Bluhm, Bürgermeister der Stadt Willebadessen. »Wichtige Punkte werden wir nun angehen – oder sind schon dabei«, ergänzte Rainer Rauch, Bürgermeister der Stadt Borgentreich. Im Bereich Straßenbeleuchtung zum Beispiel sei die Orgelstadt gerade dabei, auf LED-Technik umzusteigen. Auch die Sanierung städtischer Gebäude komme voran.

Straßenlampen mit LED-Birnen

Nur durch Handeln könnten die Klimaschutzkonzepte auch mit Leben gefüllt werden, erklärte Rauch: »Das wir das Ganze zusammengetragen haben, ist nicht der Punkt. Es muss sich nun bezahlt machen.« Das treffe etwa auf die Umstellung auf sparsamere LED-Straßenbeleuchtung zu. Durch die neuen Leuchtmittel werde nicht nur CO 2 eingespart, sondern auch bares Geld.

Eine Frage des Geldes

Über die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen, die in den Werken niedergeschrieben wurden, entscheidet die Politik. Gerade die Verwirklichung größerer Projekte sei eine Frage des Geldes – und damit von den kommenden Haushaltsberatungen abhängig. Ob alle vorgeschlagenen Punkte umgesetzt werden können ist unklar. »Aber wenn es möglich ist, dann machen wir das«, sagte Bluhm.

Zwei Städte, zwei Konzepte

Obwohl sich Willebadessen und Borgentreich zusammen auf den Weg gemacht hatten und eigentlich ein gemeinsames Projekt auf den Weg bringen wollten, so scheiterten sie damit letztlich an der deutsche Bürokratie. »Es wird verlangt, dass jeder Antragsteller auch einen eigenen Antrag stellt«, sagte Rainer Rauch. Daher mussten die Kommunen jeweils auch ein eigenes Konzept ausarbeiten.

Zusammenarbeit nötig

»Die Städte Willebadessen und Borgentreich sind in ihrer Struktur, Größe und in den Herausforderungen, die sie meistern müssen, aber sehr ähnlich. Es war daher gut, dass wir das alles gemeinsam angegangen haben«, sagte das Borgentreicher Stadtoberhaupt. Zumal die beiden Städte bei der Umsetzung diverser Maßnahmen zusammenarbeiten müssen, etwa bei der Etablierung eines Bürgerbusses. Denn der könne ja nicht an der Stadtgrenze Halt machen, sagten die Politiker.

Die Klimaschutzkonzepte sind auf den Internetseiten der Städte Willebadessen und Borgentreich zu finden.

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