Lebenshilfe investiert eine Million Euro am Standort Peckelsheim
Mehr Platz für Behinderte

Willebadessen (WB). Eine Million Euro investiert die Lebenshilfe Brakel am Standort Willebadessen-Peckelsheim. Dort wird die Wohneinrichtung erweitert, in der 22 Menschen leben. Künftig werden diese mehr Platz zur Verfügung haben. Voraussichtlich im Juli 2018 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Mittwoch, 29.11.2017, 15:04 Uhr aktualisiert: 29.11.2017, 15:10 Uhr
Zum symbolischen Spatenstich haben sich nun getroffen (von links): Architekt Meinolf Claes, Jerome Major (Geschäftsführer Lebenshilfe), Peter Neufeld (Polier Firma Schönhoff), Ingo Rüchel (Vorsitzender Lebenshilfe) und Lothar Jonietz (Leiter Wohneinrichtung Peckelsheim). Foto: Daniel Lüns
Zum symbolischen Spatenstich haben sich nun getroffen (von links): Architekt Meinolf Claes, Jerome Major (Geschäftsführer Lebenshilfe), Peter Neufeld (Polier Firma Schönhoff), Ingo Rüchel (Vorsitzender Lebenshilfe) und Lothar Jonietz (Leiter Wohneinrichtung Peckelsheim). Foto: Daniel Lüns

Baubeginn im November

Mit den ersten Arbeiten wurde Anfang November begonnen. »Ein besonderer Dank gilt dabei der Stiftung Wohlfahrtspflege, die das Projekt mit einem Zuschuss von mehr als 360 000 Euro erst möglich gemacht hat«, erklärt Jerome Major, Geschäftsführer der Lebenshilfe.

Das bestehende Gebäude werde aus verschiedenen Gründen erweitert. So würden vor allem neue Rahmenbedinungen des Wohn- und Teilhabegesetzes und des Bundesteilhabegesetzes umgesetzt. Diese forderten unter anderem eine Einzelzimmerquote von 80 Prozent.

Anbau im Süden und Norden

Aktuell leben viele Menschen in der Einrichtung in Doppelzimmern. »Das wird sich mit der Baumaßnahme ändern«, sagt Major.

So entsteht an der Südseite der Einrichtung ein Anbau, der über eine Etage verfügt. Dort werden acht Einzelzimmer eingerichtet. An der Nordseite entsteht ein Anbau, der zwei Etagen groß sein wird.

Angebote für die Freizeit

In dessen Erdgeschoss soll eine sogenannte »Tagesstruktur« entstehen, erklärt Lothar Jonietz, Leiter der Wohneinrichtung in Peckelsheim. Dort werden Freizeitangebote für 15 Behinderte im Rentneralter angeboten. Sowohl interne als auch externe Besucher sind dabei willkommen.

Für das erste Obergeschoss sind Bewohnerzimmer für eine kleine Wohngruppe geplant, die etwa sechs Personen umfassen soll. Auch soll ein Gruppenraum eingerichtet werden.

Zwei weitere Plätze

Noch sei die Einrichtung, die aus dem Jahr 1992 stammt, nicht umfassend barrierefrei. Zumindest nicht nach den aktuellen Maßstäben. Auch das werde sich ändern.

In Zukunft werde soll die Wohnstätte zudem über zwei weitere Plätze verfügen. Die Bewohner leben dann in insgesamt 24 Einzelzimmern, die jeweils separate Sanitärbereiche haben.

Bewohner werden einbezogen

Die Bewohner werden derweil in die Maßnahmen miteinbezogen, sagt Jonietz. »Viele haben die Vorteile des Alleine-Wohnens noch nie erfahren. Darauf müssen wir die Bewohner vorbereiten«, erklärt er. Und natürlich sei das tägliche Baugeschehen rund um das Haus immer ein Gesprächsthema.

Eine logistische Meisterleistung stehe noch an, wenn sich die Arbeiten dem Ende entgegenneigten. »Zurzeit wird ja nur draußen gebaut. Aber wenn diese Arbeiten abgeschlossen sind, dann werden die Durchbrüche kommen«, sagt der Einrichtungsleiter.

Verbindungen geplant

Künftig solle aus den drei Gebäudeteilen nämlich ein Haus werden. Da die Umsetzung dieser Pläne aber auch Lärm, Schmutz und Hektik mit sich bringen werde, »planen wir daher für diese Zeit zum Beispiel Freizeiten«.

So müssten die Behinderten während der letzten Bauphase nicht dem Trubel ausgesetzt werden.

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