Haushalt: Finanzielle Lage der Stadt Willebadessen weiter kritisch
Defizit nun unter einer Million

Willebadessen (WB). »Die Stadt Willebadessen wird unverändert gut funktionieren. Die finanzielle Lage ist zwar kritisch, aber händelbar«, sagte Bürgermeister Hans Hermann Bluhm. Die Belastungen für die Bürger sollen so niedrig wie möglich gehalten werden, daher werde es auch 2018 keine Erhöhung der Steuern und Gebühren geben.

Freitag, 15.12.2017, 10:29 Uhr
Bürgermeister Hans Hermann Bluhm (links) und Kämmerer Martin Rehermann haben den Haushaltsplanentwurf 2018 vorgestellt. Demnach bleibt die Stadt Willebadessen weiterhin von der Aufstellung eines Haushaltssicherungskonzeptes verschont. Foto: Weiße
Bürgermeister Hans Hermann Bluhm (links) und Kämmerer Martin Rehermann haben den Haushaltsplanentwurf 2018 vorgestellt. Demnach bleibt die Stadt Willebadessen weiterhin von der Aufstellung eines Haushaltssicherungskonzeptes verschont. Foto: Weiße

Die Stadt Willebadessen bleibt von der Aufstellung eines Haushaltssicherungskonzeptes verschont. Die Schulden sollen weiter abgebaut werden. Dies geht aus dem Haushaltsplanentwurf hervor, den Bürgermeister Hans Hermann Bluhm und Kämmerer Martin Rehermann in den Willebadessener Rat eingebracht haben.

Pro-Kopf-Verschuldung Ende 2017 auf 75 Euro gesunken

Einnahmen in Höhe von rund 14,68 Millionen Euro stehen Ausgaben von rund 15,62 Millionen Euro gegenüber. »Die für 2018 zusammengestellten Zahlen zeigen trotz der verbesserten Zuweisungsgrundlagen für unsere Stadt keine grundlegende Verbesserung an«, erklärte Bürgermeister Bluhm. Allerdings konnte das planerische Defizit, dass für 2017 noch mit fast 1,6 Millionen Euro angegeben ist, im vorliegenden Haushaltsplanentwurf auf unter eine Million (940.510 Euro) gedrückt werden, führte der Bürgermeister aus. Nach Angaben des Kämmerers ist die Pro-Kopf-Verschuldung Ende 2017 auf 75 Euro (2016: 83 Euro) gesunken.

»Dass wir es weiterhin mit einem Defizit zu tun haben, liegt unter anderem daran, dass wir uns selbst ein Mehr an Aufgaben gestellt haben, die mit der Umsetzung der Projekte des IKEK und des Klimaschutzkonzeptes in Zusammenhang stehen«, erläuterte das Stadtoberhaupt. Die Stadt wolle zum Beispiel auch eine erkleckliche Summe als Eigenanteil für den Ausbau der Breitbandinfrastruktur zur Verfügung stellen, führte Bluhm aus.

3,40 Millionen Euro für Investitionen

Insgesamt wird die Stadt Willebadessen zusammen mit ihren Eigenbetrieben die Summe von rund 3,40 Millionen Euro für Investitionen ausgeben. »Aus dieser Summe wird auch das örtliche Handwerk wieder einiges in Form von Aufträgen erhalten«, so Bluhm.

Einer der Investitionsschwerpunkte liegt bei der Feuerwehr. Hier sind Ausgaben von insgesamt 414.000 Euro geplant. Darin enthalten sind unter anderem neue Tragkraftspritzen für Engar und Niesen, eine Wärmebildkamera für Willebadessen, 77 digitale Handfunkgeräte, 60 neue Funkmeldeempfänger, Helme und Schutzkleidung für allein schon fast 55.000 Euro sowie ein Löschfahrzeug (TSF-W) für die Löschgruppe Niesen und ein Mannschaftstransportfahrzeug für die Jugendfeuerwehr.

Ausstattung der Schulen wird weiter verbessert

»Auch in unsere Schulen wird weiter investiert«, sagte Bluhm. Dafür seien 258.000 Euro vorgesehen. 170.000 Euro davon gehen in die Gebäude und fast 90.000 Euro sind für die weitere Modernisierung der Ausstattung mit Möbeln und Computern, Sitzmöbeln für den Außenbereich und einem Outdoor-Spielset für die Offene Ganztagsgrundschule eingeplant.

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