Studierende entwickeln Konzepte für Biomassehof in Borlinghausen
Regenwasser sauber aufbereiten

Willebadessen (WB). Studierende der Hochschule OWL haben für den Biomassehof in Borlinghausen Konzepte zur Aufbereitung von Regen- und Schmutzwasser entwickelt.

Sonntag, 04.02.2018, 10:01 Uhr aktualisiert: 04.02.2018, 14:04 Uhr
Studierende der Hochschule mit Professor Martin Oldenburg (rechts) und Norbert Hofnagel (2. von rechts), Geschäftsführer des Maschinenrings Höxter), auf dem Biomassehof Borlinghausen. Foto:
Studierende der Hochschule mit Professor Martin Oldenburg (rechts) und Norbert Hofnagel (2. von rechts), Geschäftsführer des Maschinenrings Höxter), auf dem Biomassehof Borlinghausen.

Projekt als Zukunftsvision

Die angehenden Umweltingenieure sind dabei der Frage nachgegangen, welche Maßnahmen erforderlich sind, um einen dezen­tralen, befestigten Platz zur Aufbereitung und Logistik von Kompost, also Biomasse, auf dem Gelände des Borlinghausener Hofes anzulegen.

»Damit dieser später genehmigungsfähig ist, muss zum Beispiel das dabei anfallende Regenwasser gereinigt werden, bevor es im Boden versickert. Zudem gibt es auch die Überlegung einer zusätzlichen Reinigungsstufe zur Schmutzwasserbehandlung«, erläutert Norbert Hofnagel, Geschäftsführer des Maschinenrings Höxter und zuständig für den Biomassehof, das Vorhaben.

»Es handelt sich hier aber nur um eine Zukunftsvision, um ein beispielhaftes Planspiel«, betont Hofnagel. Es sei nicht angedacht, das Projekt in den nächsten Jahren auf dem Biomassehof auch in die Tat umzusetzen, unterstreicht er. In dem Bestreben, den Biomassehof zu einem Kompetenzzentrum auszubauen, diene die Kooperation mit der Hochschule in diesem Fall nur dem Wissenstransfer.

Studierende schlagen Pumpschacht vor Studierende untersuchten die Fläche auf dem Biomassehof in Borlinghausen. Foto:

Ideen zur Umsetzung dieses Vorhabens kommen von Studierenden des Umweltingenieurwesens der Hochschule OWL am Standort Höxter. Zwei Studierendengruppen haben sich unter Leitung von Professor Martin Oldenburg den Aufgaben gestellt.

Für das Regenwasserkonzept untersuchten die Studierenden die nördliche Fläche des Biomassehofes und prüften die Versickerungseigenschaften des Bodens. Sie entschieden sich für ein Muldenversickerungskonzept: eine 125 Meter lange Mulde, in der das Regenwasser versickert und parallel Schwebstoffe aufgefangen werden, damit diese nicht in die freien Gewässer gelangen. Diese Reinigungsstufe lässt sich bei Bedarf durch einen vorgeschalteten Reinigungsteich erweitern.

Vorgabe des Biomassehofes für das Konzept zur Behandlung von Schmutzwasser war eine Pflanzenkläranlage. Die Studierenden schlagen einen Pumpschacht vor, von dem aus die Pflanzenkläranlage schwallweise mit Schmutzwasser befüllt wird. Die Pflanzenkläranlage müsste eine Größe von 20 Quadratmetern haben.

Den Abschluss des Projektes bildete eine Ergebnispräsentation auf dem Biomassehof. In diesem Jahr soll es durch eine Detailbearbeitung fortgesetzt werden.

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