Siebtklässler setzen sich mit digitalen Medien auseinander
Gefahren des Internets erkennen

Willebadessen (WB). Die digitalen Medien sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Internet, Handy und Co. bringen viele Vorteile mit sich, jedoch lauern dort auch jede Menge Gefahren. Mit diesem Thema haben sich die Siebtklässler der Eggeschule in Willebadessen-Peckelsheim anlässlich des »Safer Internet Day« intensiv beschäftigt.

Mittwoch, 07.02.2018, 14:00 Uhr
Projekttag in der Eggeschule (von links): Timo (12), Pascal (13), Schulleiter Martin Sälzer, Matti (12), Medienpädagoge Stefan Köneke, Schulsozialarbeiterin Martina Müller, Peter Rech (Vorstandsvorsitzender »Sicheres Netz hilft«), Nina (12) und Lina (13). Foto: Michaela Weiße
Projekttag in der Eggeschule (von links): Timo (12), Pascal (13), Schulleiter Martin Sälzer, Matti (12), Medienpädagoge Stefan Köneke, Schulsozialarbeiterin Martina Müller, Peter Rech (Vorstandsvorsitzender »Sicheres Netz hilft«), Nina (12) und Lina (13). Foto: Michaela Weiße

»Mehr Respekt in den digitalen Medien«, so lautete das Motto des Projekttages. »Mehr Respekt in den digitalen Medien soll dadurch erreicht werden, indem sich die Schüler mit ihrer eigenen Mediennutzung auseinandersetzen, sich bewusst machen, was für eine zeitliche Abhängigkeit in der Nutzung der sozialen Netzwerke besteht und wie sie dort miteinander umgehen«, erklärt Peter Rech, Vorstandsvorsitzender des Vereins »Sicheres Netz hilft«, der gemeinsam mit seinem Vereinskollegen, Medienpädagoge Stefan Köneke, den Projekttag gestaltete.

Mehr Respekt in digitalen Medien

In einem Workshop spielten die Jungen und Mädchen eine digitale Schnitzeljagd mit dem Programm Actionbound, bei der sie verschiedene Aufgaben einzeln und auch auch im Team lösen mussten, um an ein Lösungswort zu gelangen.

»Wir haben in den Klassenräumen QR-Codes gesucht und diese mit unserem Handy eingescannt«, erzählt die 13-jährige Lina. »Als wir die Codes eingescannt haben, wurden uns Fragen angezeigt, die wir beantworten mussten«, ergänzt der zwölfjährige Matti.

Die Schüler mussten dabei beurteilen, welche Fotos im Internet veröffentlicht werden dürfen und welche nicht. Ein Foto zeigte beispielsweise eine Gruppe von Freunden, in deren Runde eine offensichtlich Betrunkene abgebildet ist. Dieses Bild stuften die Schüler – völlig richtig – als nicht zulässig ein. In diesem Zusammenhang klärte Peter Rech die Kinder über die Themen Urheberrechtsverletzung und Persönlichkeitsrecht auf. Gleichzeitig lernten die Schüler den Umgang mit QR-Code-Scannern.

Schüler beschäftigen sich bis zu vier Stunden am Tag mit dem Handy

»Schüler beschäftigen sich etwa drei bis vier Stunden am Tag mit ihrem Handy«, weiß Peter Rech aus einer Studie. Besonders wichtig sei es, dass Eltern sensibilisiert werden, sagt er. »Sie müssen mit ihren Kindern darüber sprechen, was erlaubt ist und was nicht und sie über die Gefahren aufklären«, so Rech. Der gemeinnützige Verein »Sicheres Netz hilft« bietet auch Vorträge, Workshops und Beratungen für Eltern an.

Dass das Internet auch immer wieder Probleme mit sich bringt, weiß Martina Müller, Schulsozialarbeiterin an der Eggeschule, aus ihrem beruflichen Alltag. Fotos, die gegen den eigenen Willen im Internet hochgeladen werden, Nachrichten mit drohendem oder beleidigendem Inhalt, die verschickt werden, seien nur einige Beispiele.

Dem Verein »Sicheres Netz hilft« liegt der Schutz von Kindern besonders am Herzen. Durch Vermittlung von Wissen rund um das Netz sollen sie so gestärkt werden, dass sie souverän, eigenverantwortlich und kritisch mit den Inhalten und Angeboten der digitalen Welt umgehen können.

www.sicheres-netz-hilft.de

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